Natur & Tiere

Winterthur lebt – von den dichten Wäldern am Eschenberg über die städtischen Parkanlagen bis zu Töss und Eulach ist die Stadt das Zuhause nicht nur von uns Menschen, sondern auch von zahlreichen Wildtieren. Erfahren Sie, wie Winterthur die Landschaft nachhaltig nutzen möchte, wertvolle Ökosysteme schützt und die biologische Vielfalt fördert. Sie finden hier zum Beispiel Informationen zur Forstwirtschaft im Winterthurer Wald, was Sie tun können gegen invasive exotische Arten, Tipps für die Begrünung Ihres Balkons und vieles mehr.
Eichhörnchen sitzt nahe an einem Baum mit unscharfem Hintergrund.
Eichhörnchen
© Ralphs_Fotos (via Pixabay)

Natur in der Stadt

Städte können viele verschiedene Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten und die Biodiversität ist höher als beispielsweise auf konventionellen Landwirtschaftsflächen. Wie die Gärten und Parks bewirtschaftet werden, ist dabei entscheidend. Je mehr unterschiedliche Strukturen und wilde Ecken die Grünflächen aufweisen, umso mehr Arten bieten sie Lebensraum. Wichtig ist zudem, dass einheimische Gehölze und Stauden gepflanzt werden, denn sonst gleicht sich die Artenzusammensetzung in Städten weltweit an und die globale Gesamtbiodiversität nimmt ab.

Pflanzen und Tiere in Städten spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. Schwammstadtelemente verringern die Gefahr durch Hochwasser. Bäume und Wiesen sorgen für Abkühlung und erhöhen die Luftqualität. Grünräume und Pärke sind wichtig für das psychische Wohlbefinden.

Das Zusammenleben führt auch zu Konflikten, beispielsweise wenn Menschen exotische Tierarten aussetzen oder wenn Kotverschmutzungen der Wildtiere sensible Bereiche betreffen. In Winterthur werden gemeinsam mit allen Betroffenen tragfähige Lösungen gesucht für ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur.

Natur im Wald

Wälder liefern uns Holz als nachhaltigen Bau- und Brennstoff, sorgen für sauberes Wasser, gute Luft und Kühlung in heissen Sommern und bieten uns vielfältige Möglichkeiten für Sport und Erholung. Ohne menschliche Einflüsse wäre fast ganz Winterthur von Wäldern bedeckt. 

In den letzten Jahrhunderten setzte die Forstwirtschaft auf Fichten-Monokulturen, die Wälder wurden entwässert und alle grossen Wildtiere ausgerottet. Auch die heutigen Nutzwälder sehen anders aus als ursprüngliche Ur- und Auenwälder, sie bieten dank naturnaher Bewirtschaftung aber wieder einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Heute gehört die Anpassung an den Klimawandel zu den grossen Herausforderungen der Forstwirtschaft.

Natur im Kulturland

Über die Jahrtausende haben sich viele Tierarten an die durch den Menschen geprägten Kulturlandschaften angepasst. In den kleinräumigen Landschaften früherer Zeiten haben sie sehr viele Lebensräume gefunden: natürliche Gewässer, Hecken, Obstbäume, extensive Weiden und Brachen. Das grosse Bevölkerungswachstum und die damit einhergehende Ausdehnung des Siedlungsraums sowie die Intensivierung der Landwirtschaft ab Beginn des 20. Jahrhunderts haben jedoch zum Verschwinden zahlreicher Kulturlandarten geführt. Lebensraumverlust, Kunstdünger, Pestizide und Mechanisierung setzen diesen Arten zu. 

Ein Gleichgewicht zwischen der Produktion von Nahrungsmitteln und dem Schutz der Umwelt zu finden, ist für alle wichtig, denn nur mit gesunden Böden, sauberem Wasser und einer intakten Bestäubervielfalt können die Erträge langfristig gesichert werden. Für die Landwirtschaft sind in der Schweiz grundsätzlich Bund und Kantone zuständig. Die Stadt Winterthur ist aber kommunale Ansprechstelle und besitzt rund 508 Hektaren eigenes Landwirtschafts- und Rebland, welches an verschiedene Betriebe verpachtet ist.

Für diesen Inhalt zuständig

Stadtgrün Winterthur

Stadtgrün Winterthur
Turbinenstrasse 16
8403 Winterthur
  • Seite erstellt am
  • Inhalt zuletzt aktualisiert am
Zurück zu «Bauen & Umwelt»