Wintiranger

Wintiranger:innen sind freiwillige Mitarbeitende der Stadt Winterthur mit einer Einsatzvereinbarung der Stadt. Der Förderverein «Wintiranger» mit einem Budget von rund 5000 Franken pro Jahr beschafft Kleidung, Werkzeuge und organisiert Weiterbildungsanlässe. Mittwochs, donnerstags und jeden zweiten Samstag sind die Wintiranger:innen in Gruppen von zehn bis zwölf Personen zusammen mit Forstmitarbeitenden bei jedem Wetter das ganze Jahr hindurch im Einsatz. Wann und wie oft man dabei sein kann oder will, bestimmen die Freiwilligen selber. Sie organisieren sich, in Absprache mit dem Leiter Forstrevier, über digitale Kanäle selber.
Idee stammt aus Nationalparks der USA
Handarbeit ist in vielen Fällen die schonendste und wirksamste Art, Wälder und Naturschutzgebiete zu pflegen. Handarbeit ist aber auch teuer und aufwändig. Um dieses Dilemma zu lösen, lancierten Beat Kunz, Leiter Stadtgrün Winterthur und seine Forstmitarbeitenden 2014 das Programm Wintiranger. Die Idee: Wald- und naturinteressierte Personen, die sich gerne bewegen und handwerklich betätigen, werden als Freiwillige vom Forstpersonal geschult und lernen, wie Wälder und Naturschutzgebiete mit einfachen, manuellen Mitteln gepflegt werden können. Die Idee für die Winterthurer Version der freiwilligen Ranger:innen brachte Beat Kunz von seinen Reisen in den Nationalparks der USA mit.
Arbeiten und Einsatzgebiete
Mit 15 Personen, die bereit waren, regelmässige Einsätze zu tätigen, startete das Programm im Juni 2014. Heute sind rund 40 Frauen und Männer aktiv. Neuzugänge erhalten eine Grundausbildung. Sie werden in die Waldbewirtschaftung, Pflanzen-, Tier- und Werkzeugkunde eingeführt.
Ihre Hauptaufgabe ist das Bekämpfen invasiver Neophyten. Daneben rechen Wintiranger:innen Schnittgut aus lichten Wäldern, um Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schaffen, sie putzen Bachläufe und Weiher, schichten Asthaufen als Überwinterungsorte für Kleinlebewesen auf, befreien Waldstrassen und Wanderwege mit dem Laubrechen von Herbstlaub, stellen Amphibienzäune auf, entfernen starkwuchernde Pflanzen in Hecken, um schwächeren Sträuchern eine Chance zu geben und vieles mehr. Es sind zeitintensive, manuelle Arbeiten, die dem Naturschutz zugute kommen und die ohne den Einsatz der Freiwilligen nicht getätigt werden könnten.
Die Wintiranger:innen sind sehr erfolgreich. Dank ihres unermüdlichen und regelmässigen Jätens von sich stark ausbreitenden Neophyten sind einige Stadtwaldgebiete, darunter der Wolfensberg, heute soweit neophytenreduziert, dass ein Monitoring genügt, um bei wiederaufkeimendem Befall sofort einschreiten zu können.
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Wald und Landschaft
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