Füchse

Stadtfüchse
Stadtfüchse gehören zwar zur gleichen Art (Rotfuchs) wie Füchse auf dem Land, doch verblüffen sie durch ihre erstaunliche Anpassungsfähigkeit. Im städtischen Raum finden sie ideale Bedingungen und die Füchse haben sich in den letzten Jahrzehnten zu Kulturfolgern entwickelt. Schwierig wird es, wenn sie Schaden anrichten oder Krankheiten übertragen.
Rotfüchse sind Allesfresser, die sich sowohl von tierischer als auch von pflanzlicher Kost ernähren. Bei Stadtfüchsen machen natürliche Futterquellen wie Mäuse nur einen geringen Anteil aus, stattdessen fressen sie vor allem Früchte (z.B. Kirschen und Zwetschgen), Küchenabfälle, Katzenfutter und Vogelfutter.
Fuchsräude

Ein von der Räude befallener Fuchs ist stark abgemagert, hat Fellverkrustungen, Haarausfall und generell ein struppiges Fell. Kranke Tiere zeigen sich häufiger tagsüber und flüchten weniger schnell.
- Wer einen kranken Fuchs sieht, wird gebeten, den Standort möglichst umgehend entweder dem Polizei-Notruf 117 oder dem zuständigen Wildhüter zu melden.
Trifft die Meldung möglichst zeitnah mit der Sichtung ein, kann das erkrankte Tier vom alarmierten Wildhüter rascher gefunden und von seinem qualvollen Leiden erlöst werden.
Hochansteckende Hauterkrankung
Räude ist eine hochansteckende, parasitäre Hautkrankheit, die durch Milben der Gattung Sarcoptes verursacht wird und hauptsächlich Füchse betrifft, aber auch auf Hunde übertragen werden kann. Die Milben graben Gänge in die Haut, was bei den betroffenen Tieren starken Juckreiz, Haarausfall, Hautentzündungen und Krustenbildung verursacht. Die betroffenen Tiere kratzen und beissen sich, wodurch offene Wunden entstehen, die oft zusätzlich von Bakterien infiziert werden, was die Krankheit noch verschlimmert. Erkrankte Tiere zeigen oft auch Verhaltungsstörungen wie etwa ein vermindertes Fluchtverhalten. 95 Prozent der infizierten Füchse verenden qualvoll nach mehrwöchiger Krankheit.
Auf Haustiere übertragbar
Die Fuchsräude ist auch auf verwandte Tierarten übertragbar. Insbesondere Hunde, aber auch Katzen, sind einem erhöhten Krankheitsrisiko ausgesetzt. Die Krankheit ist bei Haustieren aber behandelbar.
Hunde und Katzen können sich durch den direkten Kontakt mit lebendigen oder toten Füchsen infizieren. Auch eine Ansteckung durch den Kontakt mit Fuchskot, abgefallenen Haarbüscheln oder Hautschuppen ist möglich, denn die winzigen Milben haften daran und können mehrere Tage in der Umwelt überleben.
Werden Symptome bei Haustieren festgestellt, sollte rasch eine Tierarztpraxis aufgesucht werden. Die Krankheit lässt sich bei Haustieren gut mit Medikamenten behandeln. Der Mensch ist für den Erreger der Fuchsräude ein Fehlwirt; die Milbe pflanzt sich im Menschen nicht fort.
Füchse nicht füttern!
Füchse sind äusserst anpassungsfähige Tiere, die gelernt haben, sich an die urbane Umgebung anzupassen. Ein wesentlicher Grund für die Zunahme der Fuchspopulation im Siedlungsraum ist das üppige Nahrungsangebot. Die hohe Dichte von Füchsen im Siedlungsraum ist wiederum die zentrale Ursache für die Ausbreitung der Fuchsräude.
- Die Jagdgesetzgebung verbietet das Füttern von Wildtieren grundsätzlich.
- Vermieden werden sollte auch die indirekte Fütterung der Tiere, etwa wenn Abfallsäcke bereits am Vorabend der Kehrichttour an die Strasse gestellt werden oder Katzen- und Hundefutter unbeaufsichtigt und für Füchse zugänglich im Freien stehen gelassen wird.
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