Neophyten

Hier eine Auswahl der häufigsten und bekämpfungspflichtigen invasiven Neophyten in Winterthur. Für alle Arten gilt: Vor der Samenbildung ausreissen und alle vermehrungsfähigen oder giftigen Pflanzenteile in den Kehricht! Arbeiten Sie stets achtsam, manche Pflanzen sind giftig oder können allergische Reaktionen auslösen. Besondere Vorsicht ist beim Riesenbärenklau geboten, welcher im Sonnenlicht schwere Hautverbrennungen verursachen kann.
Amerikanische Goldruten
Amerikanische Goldruten (Solidago canadensis, Solidago gigantea) bilden dichte Monokulturen und verdrängen so schützenswerte Arten, vor allem in Naturschutzgebieten und im Wald. Reissen Sie die Pflanzen mit den Wurzeln aus und entsorgen Sie die Blütenstände im Kehricht.

Aufrechte Ambrosie
Die auch Beifuss-Traubenkraut genannte Abrosie (Ambrosia artemisiifolia) stammt aus Nordamerika. Die Pollen von Ambrosia können heftige Allergien auslösen, welche zu Atemnot oder Asthmaanfällen führen. Ambrosia besiedelt gerne offene, karge Flächen sowie Gärten. Die Ambrosie ist bekämpfungspflichtig. Tragen Sie Handschuhe und eine Atemmaske und reissen Sie die Pflanze mit den Wurzeln aus und entsorgen Sie die gesamte Pflanze im Kehricht. In Winterthur gab es in den letzten Jahren zum Glück nur wenige Fälle.
Einjähriges Berufkraut
Das Einjährige Berufkraut (Erigeron anuus) stammt aus Nordamerika und ist einer der bedeutendsten invasiven Neophyten in der Schweiz. Das Einjährige Berufkraut besiedelt Magerwiesen, Buntbrachen und Weiden und verdrängt dort einheimische Blumen. Seltenen einheimischen Insekten bietet das Berufkraut keine Nahrung. Reissen Sie die Pflanzen mit den Wurzeln aus und entsorgen Sie die Blütenstände im Kehricht.

Japanknöterich
Der Japanknöterich (Reynoutria spec.) bildet dichte, zähe Monokulturen und verdrängt somit die einheimische Vegetation. An Bauten und Infrastrukturanlagen kann er Schäden verursachen, indem er durch das Material wächst. Dichte Bestände am Ufer führen zu einer erhöhten Ufererosion. Der Japanknöterich ist äusserst schwierig zu bekämpfen und insbesondere bei etablierten Beständen müssen Expert:innen zugezogen werden. Ganz wichtig ist, dass alle Pflanzenteile im Kehricht entsorgt werden, denn neue Pflanzen können aus winzigen Knöterichstückchen entstehen.

Kirschlorbeer
Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Die Beeren des Kirschlorbeers werden von Vögeln gefressen und die Samen im Wald verbreitet. Dort bildet er lokal dichte Bestände und stört den Unterwuchs sowie die Waldverjüngung. Reissen Sie die Pflanzen mit den Wurzeln aus und entsorgen Sie die Blütenstände sowie die Beeren im Kehricht.
Riesenbärenklau
Der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Bei Berührungen mit dem Riesenbärenklau können unter Einwirkung von Sonnenlicht sehr schmerzhafte Hautverbrennungen entstehen. Er bildet dichte Bestände und verdrängt einheimische Arten. Der Riesenbärenklau ist bekämpfungspflichtig. Tragen Sie bei der Bekämpfung einen Schutzanzug und entsorgen Sie die gesamte Pflanze im Kehricht.
Robinie
Die Robinie (Robinia pseudoacacia), auch Falsche Akazie genannt, wurde lange Zeit in Gärten und Parks gepflanzt. Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika und kann sie sich heute stark vermehren dank des wärmeren Klimas und weil sich in Europa keine Insekten von ihr ernähren. Die Robinie bindet Stickstoff und verändert dadurch die Böden stark, insbesondere selten Lebensräume wir Trockenrasen sind gefährdet. Robinienwälder in Europa sind sehr artenarm. Bekämpfen Sie junge Pflanzen durch Ausreissen und grössere Bäume durch Ringeln. Die Bekämpfung grösserer Bestände dauert meist mehrere Jahre, da die Robinie Wurzelausschläge macht.

Schmalblättriges Greiskraut
Das Schmalbättrige Greiskraut (Senecio inaequidens) stammt ursprünglich aus Südafrika und ist stark giftig. Die Lebergifte sind gefährlich für Weidetiere und können über die Nahrungskette theoretisch auch auch in den Menschen gelangen. Das Schmalblättrige Greiskraut besiedelt gerne offene, karge Flächen wie Strassenränder, Kiesflächen, Flachdächer, Buntbrachen oder Industriebrachen, es kann sich aber auch in Weiden und mageren Wiesen etablieren. Das Schmalblättrige Greiskraut ist bekämpfungspflichtig. Tragen Sie Handschuhe und reissen Sie die Pflanze mit den Wurzeln aus und entsorgen Sie die gesamte Pflanze im Kehricht.

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