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Teilrevision von BZO, Zonenplan und Richtplan

Teilrevision von BZO, Zonenplan und Richtplan

Die Stadt Winterthur führt eine kleine Teilrevision von Bau- und Zonenordnung (BZO), Zonenplan und kommunalem Richtplan durch. Unter anderem werden Dachbegrünungen verbindlicher geregelt, die Altstadtpassagen werden grundeigentümerverbindlich gesichert, und mit der Umzonung der städtischen Villa Frohberg wird die Umnutzung in ein Wohnhaus ermöglicht. Nach dem Einwendungsverfahren und der kantonalen Vorprüfung beantragt der Stadtrat jetzt die Festsetzung der Teilrevision beim Grossen Gemeinderat.

Seit der letzten Teilrevision im Jahr 2014 sind in der Richt- und Nutzungsplanung der Stadt Winterthur verschiedene Änderungsbegehren aufgekommen, die jetzt in einem Revisionspaket behandelt werden. Die Teilrevision enthält verschiedene Änderungen der Bau- und Zonenordnung, des Zonenplans und des kommunalen Richtplans im Bereich Siedlung und Landschaft. Die wichtigsten Änderungen sind die Folgenden:

  • Die Mindestwohnanteile für die Teilareale zwischen Kesselhaus und Halle 53 im Sulzerareal werden zugunsten von mehr Spielraum für Gewerbe- und Büronutzungen aufgehoben.
  • Die Vorschrift zur Flachdachbegrünung wird präzisiert, mit dem Ziel die Biodiversität, den Regenwasserrückhalt und das Stadtklima zu verbessern.
  • Die bestehenden Altstadtpassagen, die bisher nur im kommunalen Richtplan aufgeführt waren, werden im Ergänzungsplan für die Kernzone Altstadt grundeigentümerverbindlich gesichert. Zusätzlich wird in der BZO vorgeschrieben, dass die Passagen freizuhalten sind und dass nur bei wichtigen Gründen zeitliche Einschränkungen bewilligt werden können.
  • Für Gebiete mit Arealüberbauungen und Terrassenüberbauungen sowie in Gebieten basierend auf Gestaltungsplänen mit erhöhten Ausnutzungen gelten strengere Energievorschriften. Die entsprechende Dienstanweisung des Stadtrates wird in die BZO überführt.
  • Der Sportplatz Hegmatten wird auf Weisung des Kantons von der Freihaltezone in die Erholungszone eingezont. Das in der Freihaltezone verbleibende Flugfeld Hegmatten wird mit einem Hinweisbereich gemäss Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) versehen. Innerhalb des Flugplatzperimeters haben Flugplatzanlagen Priorität.
  • Im schutzwürdigen Ortsbild Stadel erfolgt auf Antrag von Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern ein flächengleicher Abtausch von Landwirtschafts- und Kernzone. Mit der neuen Zonengrenze erhält ein ehemaliges landwirtschaftliches Wohn- und Ökonomiegebäude eine zweckmässigere Lage in der Kernzone mit einem massvollen Abstand zur Landwirtschaftszone.
  • Die städtische Villa Frohberg an der Heiligbergstrasse wird von der Zone für öffentliche Bauten in die zweigeschossige Wohnzone umgezont. Eine Umnutzung für Wohnen wird angestrebt, weil mit dem Auszug von Militär und Kindergarten keine öffentliche Nutzung mehr für das Haus besteht.
  • Auf Antrag der Eigentümerschaft wird eine Restfläche ihrer Parzelle am Maienriedweg von der Wohnzone in die Wohn-Gewerbezone umgezont, wo der Hauptteil des Grundstücks liegt. Die Restfläche wäre sonst nicht überbaubar.
  • Der Mattenbach wird im Abschnitt Büelhofweg saniert und renaturiert. Die bisherige kommu-nale Gewässerabstandslinie wird aufgehoben zugunsten des neuen Gewässerraums, der die öffentlichen Schutzinteressen sichert.
  • Der Aussichtspunkt der Burgruine Alt Wülflingen wird neu, wie alle übrigen regionalen Aussichtspunkte, im kommunalen Richtplantext und im Zonenplan festgesetzt.

Zur vorliegenden Teilrevision wurde im Frühjahr 2019 das öffentliche Mitwirkungsverfahren und die kantonale Vorprüfung durchgeführt. Aufgrund einzelner Änderungsanträge seitens Kanton wurde das Revisionspaket leicht überarbeitet. Der Grossen Gemeinderat hat die Teilrevision am 29. Juni 2020 festgesetzt. Die Unterlagen liegen zur Genehmigung beim Kanton.

Weitere Informationen.

Zuständige Stelle

Amt für Städtebau Telefon +41 52 267 54 62

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