Massnahmen der Stadt Winterthur
Der Stadtrat und die Stadtverwaltung definieren die Anpassung an den Klimawandel als wichtiges Querschnittsthema, das alle Departemente und deren Arbeit betrifft.
Vertretungen aller Departemente führten daher gemeinsam eine Bestandesaufnahme durch. Daraus entstanden fünf Handlungsfelder, in denen sich die Stadt Winterthur an die Folgen des Klimawandels anpassen möchte:
HF1: Hitzebelastung in und um Gebäude reduzieren
HF2: Freiräume und Strassenräume klimagerecht gestalten
HF3: Gesundheit von Mitarbeitenden und vulnerablen Bevölkerungsgruppen schützen
HF4: Bewirtschaftung von Grünräumen auf veränderte Bedingungen ausrichten
HF5: Auf veränderte Naturgefahren vorbereiten
Als Folgeprojekt wurde – wiederum unter departementsübergreifender Beteiligung – das Grundsatzpapier «Anpassung der Stadt Winterthur an den Klimawandel» (PDF) erarbeitet und anfangs Juli 2020 verabschiedet.
Das Grundsatzpapier listet vier thematische Aspekte mit entsprechenden Leitsätzen, die die wichtigsten fachlichen Zielvorstellungen zur Anpassung an den Klimawandel benennen.
Aspekt Stadtstruktur und Frischluftsystem
- Winterthur sichert die Kaltluftversorgung
- Winterthur plant und baut klimagerecht
Aspekt Klimagerechte Frei- und Strassenräume
- Winterthur besitzt kühlende Aussenräume
- Winterthur ist verschattet
Aspekt Infrastruktur, Stadtgrün und Natur sind klimaresilient
- Winterthur ist gegen künftige Extremereignisse gewappnet
- Winterthur stärkt und schützt die Natur
- Winterthur minimiert den anthropogenen Hitzeeintrag
Aspekt Vulnerable und exponierte Personen
- Winterthur schafft Entlastung für die Bevölkerung
- Winterthur reduziert die Belastung der Atemluft
- Winterthur informiert und sensibilisiert
Nach diesen Leitsätzen richten sich die städtebauliche Entwicklung und das Handeln in der Stadt.
Ergänzend zum Grundsatzpapier entstand eine umfrangreiche Grundlagen-Sammlung, die sich nicht nur an stadtinterne Fachstellen, sondern an alle Akteur:innen im Bereich Klimaanpassung der Stadt Winterthur richtet
Beispiele für Massnahmen der Stadt Winterthur
Umsetzung der parlamentarischen Gegenvorschläge zu den "Stadtklima-Initiativen"Am 9. Juni 2024 wurden die Gegenvorschläge zur "Gute-Luft-Initiative" und zur "Zukunfts-Initiative" von der Winterthurer Stimmbevölkerung angenommen. Sie verpflichten die Stadt Winterthur zur Umwandlung von Strassenraum in Grünraum, um die Stadt hitzerobuster zu machen. Ausserdem sollen Fuss-, Velo- und öffentlicher Verkehr mehr Raum bekommen. Folgende Zielvorgaben müssen bis 2040 erreicht werden:
Medienmitteilung zur Umsetzung der parlamentarischen Gegenvorschläge zu den "Stadtklima-Initiativen" |
Erarbeitung eines HitzeaktionsplansHitzewellen werden häufiger und intensiver. Die Stadt Winterthur soll diese zukünftig besser bewältigen können. Insbesondere sollen besonders vulnerable Gruppen besser vor den Auswirkungen von Hitze geschützt werden. Aktuell läuft ein Projekt zur Erstellung eines Hitzeaktionsplans für die Stadt Winterthur. Es werden Massnahmen zur vorsorglichen Minderung von Hitzebelastung sowie zur Ereignisbewältigung im Falle einer Hitzewelle erarbeitet. |
Weitere Beispiele für Projekte zur Anpassung an den Klimawandel:
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Weiterführende Informationen
| Typ | Titel |
|---|---|
| Grundlagensammlung Klimaanpassung | |
| Grundsatzpapier «Anpassung der Stadt Winterthur an den Klimawandel» (2020) |




