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PeP: Türen öffnen, Perspektiven schaffen

09.06.2026
PeP – Praxiseinsatz Plus der Arbeitsintegration Winterthur ermöglicht Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt praxisnahe Einsätze in Betrieben. Coaches begleiten Teilnehmende und Unternehmen eng, schaffen realistische Perspektiven und unterstützen Übergänge in Anstellungen oder Ausbildungen. Erfolgreiche Beispiele zeigen, wie aus Praxiseinsätzen neue berufliche Wege entstehen.

Der Weg zurück in den Arbeitsmarkt gelingt selten geradlinig. Das Programm PeP – Praxiseinsatz Plus der Arbeitsintegration Winterthur setzt genau dort an: Es eröffnet Menschen mit erschwertem Zugang konkrete Praxiserfahrungen und verbindet sie mit Betrieben, die bereit sind, neue Wege zu gehen.

Mit unserem Programm PeP begleiten wir Menschen beim (Wieder-)Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Claudia Bächler und Mauro Michelutti arbeiten eng mit Teilnehmenden und Betrieben zusammen und schaffen dort Verbindungen, wo reguläre Bewerbungswege oft zu wenig greifen. Die Zielgruppe umfasst Menschen bis 60 Jahre mit Sozialhilfebezug, häufig ohne abgeschlossene Ausbildung oder nach längerem Erwerbsunterbruch. Trotz fehlender Ausbildung oder Erfahrung bringe sie oft entscheidende Softskills mit: Verlässlichkeit, Motivation und Organisationstalent; Stärken, die im Arbeitsalltag  gefragt sind.

Jeder Einsatz beginnt mit einer sorgfältigen Standortbestimmung. Gemeinsam mit den Teilnehmenden schärfen die Coaches das Zielbild und definieren realistische Einsatzfelder. Aus diesen Schritten können neue berufliche Perspektiven entstehen: etwa ein SRK-Kurs, eine Betreuungsassistenz oder in besonderen Fällen eine anschliessende Lehrstelle. Wie entscheidend Ausdauer und Motivation sein können, zeigt der Weg von Herrn O. Nach einer erfolgreichen Ausbildung in Aserbaidschan fand er in der Schweiz den Einstieg ins Berufsleben lange nicht. Erst ein Praxiseinsatz veränderte seine Perspektiven und der 42-Jährige beginnt in diesem August eine Kochlehre. «Manchmal braucht es mehrere Etappen, bis sich eine Tür öffnet», so Mauro Michelutti.

Während der Einsätze sind die Coaches eng an der Seite der Teilnehmenden und auch der Betriebe. Sie vermitteln zwischen beiden Seiten, klären Erwartungen und reagieren früh, wenn Unsicherheiten entstehen. Aus dieser Nähe heraus entwickeln sich häufig stabile Arbeitsbeziehungen. Claudia Bächler und Mauro Michelutti haben die Erfahrung gemacht, dass sich nicht selten Kompetenzen zeigen, die zuvor im Verborgenen lagen. Frau L. steht exemplarisch dafür: Mit einer guten Ausbildung kam sie aus Kenia in die Schweiz, fand jedoch den entscheidenden Übertritt in die Arbeitswelt nicht. Im Praxiseinsatz PeP zeigten sich jedoch rasch ihr Organisationstalent, ihre Geduld und Lernbereitschaft. Heute arbeitet sie nach einem Betreuungsassistenzkurs erfolgreich in einem Hort.

Für Betriebe eröffnet das Programm PeP – Praxiseinsatz Plus die Möglichkeit, Mitarbeitende im Arbeitsalltag kennenzulernen und aufzubauen. Gerade in Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Gastronomie oder Administration entstehen daraus regelmässig Festanstellungen. Claudia Bächler bringt den Ansatz auf den Punkt: «Wir arbeiten sehr individuell und entwickeln gemeinsam Wege, die tragfähig sind.» Das Programm verbindet damit Praxisnähe, Begleitung und realistische Perspektiven.

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