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Landschaft im Wandel

Die Landschaft ist einem stetigen Wandel unterworfen. Er erfolgt schleichend und wird nicht bewusst wahrgenommen. Vergleicht man jedoch einzelne Landstriche mit historischen Fotografien fällt die Veränderung des Landschaftsbildes sofort auf. 

Der Naturweg Dättnau-Wülflingen greift die Thematik des Landschaftswandels auf. Historische Fotos zeigen, wie sich die Kulturlandschaft gewandelt hat und welche Auswirkungen diese, vom Menschen herbeigeführten, Veränderungen jeweils auf die Tier- und Pflanzenwelt hatten.

Von der Natur- zur Kulturlandschaft

Heute kommen in der Schweiz einzig an Flussauen, in Hochmooren und in hochalpinen Gebieten noch Reste der ursprünglichen Naturlandschaften vor. Alle anderen Gebiete, eingeschlossen die meisten Naturschutzgebiete und Wälder, zählen zur Kulturlandschaft. Sie sind durch menschliche Nutzung entstanden und bleiben nur dank dieser erhalten. Bleibt die Nutzung aus würde auf den meisten Flächen über kürzere oder längere Zeit wieder Buchenwald aufkommen.

Maschinen, Dünger und Pestizide

Gleichzeitig zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat sich auch die Landwirtschaft stark verändert. Neue Maschinen und Werkzeuge erleichterten den Bauern die Bewirtschaftung ihrer Äcker und Wiesen. Immer grössere Flächen konnten von einer Person bewirtschaftet werden. Entwässerungsmassnahmen, das Abholzen die Bewirtschaftung störender Heckengehölze und der Einsatz von Dünger und Pestiziden, führten ab 1900 zu einem Rückgang der Artenvielfalt. Im Mittelland sind artenreiche Wiesen und Sumpfgebiete fast vollständig verschwunden.

Die Agrarpolitik setzt sich seit den 1990er Jahren für die Erhaltung und Förderung der traditionellen Kulturlandschaft ein. Wertvolle Lebensräume im Kulturland sollen bewahrt oder neu geschaffen werden. Einzelne gefährdete Arten konnten dank den Massnahmen im Schweizer Mittelland wieder Fuss fassen.

Werkzeuge

Mit dem Aufkommen von Werkzeugen in der Bronzezeit um 1700 v.Chr. gelang dem Menschen endgültig die Inbesitznahme der Naturlandschaft und ihre Umgestaltung zur Kulturlandschaft. Der dichte Buchenwald wurde Stück für Stück gerodet, Äcker und Wiesen auf den Flächen angelegt. Die Wälder wurden mit Ziegen, Schafen und Schweinen beweidet. Durch die landwirtschaftliche Tätigkeit hat sich über Jahrhunderte eine Vielzahl von sehr artenreichen Lebensräumen entwickelt, die in der Schweiz natürlicherweise nicht oder nur sehr kleinräumig vorkommen. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten konnten sich dadurch ansiedeln und heimisch werden, die Biodiversität nahm stetig zu.

Sesshaftigkeit

Eine der bedeutendsten Umwälzungen in der Kulturentwicklung der Menschheit ist der Wandel vom Leben als Jäger und Sammler hin zur Sesshaftigkeit. Dies erfolgte erstmals vor etwa 10 000 Jahren in Mesopotamien, dem Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris. Als Folge davon veränderte sich die Natur- zur Kulturlandschaft. Im Verlauf weniger Jahrtausende verbreitete sich die Praxis des Landbaus aus dem Entstehungszentrum in Vorderasien nach Europa. Zwischen 5000 und 4000 v.Chr. hielt sie in Mitteleuropa Einzug.

Weitere Informationen.

Zuständige Stelle

Stadtgrün Winterthur Telefon +41 52 267 30 00

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