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Mehlschwalben

Die Mehlschwalbe

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Mehlschwalbe ©Stefan Wassmer

Die Mehlschwalbe war ursprünglich eine Bewohnerin felsiger Landschaften und nistet heute grösstenteils an Gebäuden und Brücken. In der Schweiz konzentriert sich die Verbreitung auf Dörfer, Weiler und einzelne Höfe, wo Gebäude nebst einer genügenden Überdachung raue Fassaden aufweisen und Nistmaterial oder Kunstnester zur Verfügung stehen. In den Alpen existieren punktuell kleinere Felskolonien. Der Grossteil der Schweizer Mehlschwalben bewohnt Lagen um 400–700 m. Die Art dringt weit in die Alpentäler vor und besiedelt in geringer Dichte auch einige der höchstgelegenen Siedlungen. Seit mindestens den Siebzigerjahren existiert eine Kolonie auf dem Furkapass UR auf 2430 m. Der höchste Brutplatz lag an einem Restaurant bei Zermatt VS auf 2580 m. 

Kolonien von 80 bis über 100 Brutpaare finden sich heute entlang des Genfer- und Neuenburgersees, im Jura, entlang der Voralpen und in der Magadinoebene TI. Auf dem Landwirtschaftsbetrieb Terreni alla Maggia bei Ascona TI befindet sich die zurzeit grösste Kolonie der Schweiz mit 222 Paaren (2014; P. Teichert). Die Ostschweiz ist von der Mehlschwalbe weniger dicht besiedelt und Kolonien über 50 Brutpaare gibt es dort kaum. (Quelle: Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016)

Bestandesentwicklung

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Mehlschwalben auf dem Zug ©Urs Buchs

Um 1993 hatte die Mehlschwalbe in der Schweiz ein Bestandshoch. Seither ging der Bestand landesweit deutlich zurück und schwankt seit 2001 auf tiefem Niveau. Die Abnahme fand vor allem unterhalb von 1000 m statt, insbesondere im Mittelland, und zeigt sich sowohl in einem Rückgang der Anzahl Kolonien wie auch der Koloniegrösse. So sank der Bestand in Magden AG von 318 (1993) auf 137 Paare (2016; R. Freuler) und in Erschwil SO von 152 (1994) auf 84 Paare (2010). Auch regionale Bestandsaufnahmen zeigen teils deutliche Verluste. In anderen Ländern Europas ist der Trend ebenfalls negativ.

Mehlschwalben in Winterthur

In Winterthur finden wir Mehlschwalbennester praktisch über die ganze Stadt verteilt. Dies unter anderem durch die tatkräftige Unterstützung der beiden Natur- und Vogelschutzvereine Wülflingen-Veltheim und Winterthur Seen. Die aktuellen Standorte können im Stadtplan eingesehen werden.

Mehlschwalben Fördern

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Mehlschwalben beim Sammeln von Nistmaterial ©Stefan Wassmer

Wo Nistmaterial oder geeignete Fassaden zum Nestbau fehlen, helfen Fördermassnahmen wie Kunstnester, Neststützen oder lehmige Bodenstellen. Zentral für den Fortbestand lokaler Bestände ist aber die Akzeptanz von Hausbewohnern und -besitzern, da immer noch Nester illegal entfernt werden oder bei Renovationen verschwinden. Wichtig sind zudem naturnahe Lebensräume, wo Insekten auch bei schlechtem Wetter verfügbar sind.

Weitere Informationen.

Zuständige Stelle

Ökologie & Freiraumplanung Telefon +41 52 267 30 00

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