Was ist Klimaanpassung?
Die Schweiz ist überdurchschnittlich stark vom Klimawandel betroffen. Sie wird trockener, heisser und schneeärmer. Zudem wird Starkniederschlag häufiger. Die Klimaszenarien des Bundes (Bundesamt für Umwelt, BAFU) zeigen, dass der Klimaschutz allein den Klimawandel nicht mehr aufhalten kann.
Das Klima hat sich in den vergangenen Jahrzehnten bereits merklich verändert, und auch in Zukunft wird es weitere Veränderungen geben, selbst wenn Klimaschutzmassnahmen konsequent eingehalten werden. Es ist wichtig, diesen Veränderungen zu begegnen und sich anzupassen, um eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen.
Städte sind als sogenannte Hitzeinseln besonders vom Klimawandel betroffen. Grund dafür sind der hohe Versiegelungsgrad, der grosse Anteil an strahlungsabsorbierenden und -speichernden Oberflächen sowie die schlechte Durchlüftung. Deshalb ist es gerade in Städten wie Winterthur wichtig, Massnahmen zu treffen, um sich an das veränderte Klima anzupassen.
Die Klimaanalysekarten auf dem Stadtplan zeigen, in welchen Stadtgebieten die Hitzebelastung besonders ausgeprägt ist.
Wie kann Klimaanpassung aussehen?
Die Anpassung an den Klimawandel kann verschiedene Formen annehmen. In vielen Bereichen kann die Lebensqualität verbessert werden, wenn in der Planung der Klimawandel mitgedacht wird. Einige Beispiele:
- Begrünung: Grünräume, Dach- und Fassadenbegrünungen unterstützen die Temperaturregulierung, insbesondere in städtischen Gebieten.
- Siedlungsplanung: Strategischer Einsatz von Materialien und Gestaltungselementen, um die Auswirkungen von Hitzewellen und Starkregen zu mindern.
- Landwirtschaft/Gärtnerei/Forstwirtschaft: Einsatz von Pflanzen, die widerstandsfähiger sind gegenüber Dürre und hohen Temperaturen.
- Wasser: Hochwasserschutz, naturnahe Regenwasserbewirtschaftung, Versickerungsmöglichkeiten...
- Gesundheitsvorsorge: Verbesserung von Gesundheitseinrichtungen und Sensibilisierung der Bevölkerung, um durch den Klimawandel verstärkte gesundheitliche Probleme einzuschränken.




