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Wisent (Bison bonasus)

Bild Legende:

Der Wisent ist das schwerste und grösste Landsäugetier und zudem der letzte Vertreter der wildlebenden Rinderarten auf dem europäischen Kontinent. Der Wildpark Bruderhaus beteiligt sich am Erhaltungszuchtprogramm dieser Art.

  • Im Wildpark Bruderhaus seit 1977
  • Grösse: Widerristhöhe 1.70 bis 190 cm / Kopfrumpflänge 270 - 300 cm
  • Gewicht: 300 - 900 kg
  • Geburt Jungtiere: Mai - August, verinzelt auch im Herbst und Winter
  • Lebenserwartung: bis 24 Jahre (in Gefangenschaft)
  • Nahrung: Gräser, Kräuter, Zweige, Blätter, Knospen, Rinde, Stauden, Eicheln, Bucheckern, Beeren (30 - 60 kg/Tag)
  • Lebensweise/Lebensraum: Die Weibchen leben mit ihren bis ca. 3-jährigen Jungen in Herden von 12 bis 20 Tieren zusammen. Eine Herde wird von einem älteren, erfahrenen Weibchen angeführt. Treffen Herden aufeinander, vermischen sie sich und nach der Trennung ist ein Teil der jeweiligen Gruppenangehörigen ausgetauscht. Ältere Bullen leben meist als Einzelgänger, junge Männchen schliessen sich zu kleinen Gruppen zusammen. Die Bullen gesellen sich nur zur Brunftzeit von August bis Oktober zur Herde mit den Weibchen. Wisente sind sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv. Um die Mittagszeit ruhen sie oft, tagsüber durchwandern sie ihren Lebensraum auf der Suche nach Nahrung.
    Als Lebensraum bevorzugen Wisente ausgedehnte Laub- und Mischwälder mit unterschiedlich dichten Vegetationsstrukturen. In lichten Wäldern wächst die Krautschicht, ihre Hauptnahrung, besonders gut. Reviergrösse: 4600 - 5600 Hektaren.
  • Verbreitung: Wisente lebten früher in allen Zonen Europas und Asiens mit einem gemässigtem Klima. Jagd, Wilderei und Lebensraumverlust führten anfangs des 20. Jahrhunderts zur Ausrottung des Wisent in freier Wildbahn. 1919 oder 1921 wurde der letzte frei lebende Wisent in Bialowieza (Polen) gewildert, der Bergwisent im Kaukasus starb zwischen 1925 und 1927 aus. Nur 54 Tiere (29 männliche, 25 weibliche) blieben in europäischen Zoos zur Erhaltung der Art übrig. Dank Erhaltungszucht, koordiniert durch ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), liegt der Bestand heute (Stand 2017) wieder bei etwa 7200 Tieren, die je etwa zur Hälfte in Zoos und in verschiedenen Schutzgebieten leben. Der Wildpark Bruderhaus beteiligt sich an der Erhaltungszucht dieser imposanten Wildrindart. Und in den Jahren 2000/2002 konnten im Rahmen von WWF-Projekten sechs Tiere in Wiederansiedlungsgebiete in Orel und Bryansk nach Russland reisen.

Weitere Informationen.

Zuständige Stelle

Wildpark Bruderhaus Telefon +41 52 267 30 00

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