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Kreativer Schreibwettbewerb

Kreativer Schreibwettbewerb 2020 - "Was wäre, wenn ...."

Mit grosser Freude haben wir eure rund 140 tollen Texte zum Thema „Was wäre, wenn …“ entgegengenommen. Die Qualität der Texte und die originelle Umsetzung des Themas haben uns sehr beeindruckt und die Jury tat sich besonders schwer, die Gewinnerinnen und Gewinner zu küren. Nach einer ersten Bewertungsrunde durch Studierende der PHZH schafften es 41 Texte in die Vorauswahl, woraus unsere Fachjury, bestehend aus den Autorinnen Katja Alves und Viola Rohner, der Gründerin und Geschäftsführerin von kinderthur.ch Marion Eberhard und dem Filmemacher und Autor Yusuf Yesilöz, die schönsten 24 Texte bestimmte. Diese könnt ihr in drei Etappen hier und auf kinderthur.ch lesen. Erste Etappe: 6.4.2021, zweite Etappe: 7.4.2021, dritte Etappe 8.4.2021

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen jungen Autorinnen und Autoren bedanken und euch zu den fantastischen Geschichten gratulieren.

Ende August 2021 wird unser neuer Schreibwettbewerb ausgeschrieben. Alle Infos dazu findet ihr dann hier und auf kinderthur.ch

Hier findest du nun die letzten 8 Texte, die von der Jury ausgewählt worden sind:

Der Forscher Dr. Montgommery von Marie, Ada und Corinne, 4. Klasse

Auf der Suche nach Pandora

An einem kühlen Wintermorgen eilte Dr. Montgommery zur Check-in Halle im Flughafen Cornwall. Plötzlich hörte er eine bekannte Stimme: „Hey Monty, alter Freund.“ Dr. Montgommery drehte sich um. „Dr. Swift! Seit wann sind sie in England?“ „Naja, ich wurde versetzt.“ „Seit wann?“ „Seit heute, auf jeden Fall bekam ich heute Morgen einen Brief, in dem stand: Sie werden zum Forscher Senior gemacht. Und dann wollte ich dich besuchen gehen, um es dir mitzuteilen."
„Oh dann muss ich dich enttäuschen, denn ich fliege nach Afrika in die Nähe meines Forschungslabors. Ich bin auf der Suche nach Pandora und muss dringend los“, bedauerte Dr. Montgommery. „Dann bis auf Wiedersehen und herzlichen Glückwunsch!“ Und er rauschte an ihm vorbei zum nächstbesten Hotdog-Stand. Dr. Swift murmelte: „Ich hatte auch nicht vor hier zu bleiben.“ Also ging er in die andere Richtung. Als Dr. Montgommery auf seine Armbanduhr schaute, wurde ihm klar, dass das Flugzeug sich verspätete. Er hörte zwei Stimmen, die lauthals diskutierten. „Also wirklich! 5 Pfund für eine stink normale Zeitung?!“ „Was fällt ihnen ein, so über diese Sonderausgabe zu reden! Hier braucht jeder eben sein Geld, also geben sie endlich die 5 Pfund her, die sie mir schulden!“ Der Zeitungsverkäufer zankte wie üblich mit einem Kunden um die 5 Pfund. „Aber nein, natürlich nicht! So etwas ist mir noch nie passiert!“ Er schmiss die Zeitung auf den Boden. „Ich werde mir Ihren Boss vorknöpfen!“ Der Kunde drehte sich um und ging davon. Dr. Montgommery starrte auf den Boden in die Nähe des Standes, dort wo der Kunde die Zeitung hingeschmissen hatte. Eine Seite war aufgeschlagen.
Da zeigte sich ein grosses Bild von einem Löwen mit der Überschrift: „Panik im Kruger National Park.“ War das Pandora? Da schallte es laut in der Gate-Halle: „Alle Passagiere werden unverzüglich zum Gate 5862-b, Flug nach Afrika gebeten.“
Dr. Montgommery drehte sich um und suchte mit seinen Adleraugen Dr. Swift.
Da! An einem Blumenstand sah er ihn. Er rannte auf ihn zu. „Dr. Swift, sie müssen unbedingt mitkommen!“ „Wa…“ „Erkläre ich ihnen, wenn wir im Flugzeug sind.“ Und so rannten sie zum Gate 5862-b und machten erst Halt, als sie an der Theke standen. Puhh, gut dass Dr. Montgommery ein zweites Ticket dabei hatte (nur für den Notfall). Als sie endlich im Flugzeug sassen, erklärte Dr. Montgommery, was eigentlich los war, und schloss die Erklärung mit dem Satz: „Und ich glaube, ich weiss, wo Pandora ist.“
Dr. Montgommery schlug die Augen auf, denn etwas hatte ihn geweckt. Eine feine säuselnde Stimme neben seinem Ohr. Die Stewardess wollte ihn wecken. Er schaute umher. Alle packten bereits nur Dr. Swift schlief. Er bedankte sich bei der Stewardess, räumte seine Sachen zusammen und weckte Dr. Swift.
Sie stürmten aus dem Flugzeug. Dr. Montgommery stolperte über einen Koffer, rutschte kurz vor dem Taxi aus und fiel auf die Nase. Als sie im Kruger National Park ankamen, war Dr. Montgommery blutverschmiert. Das machte ihm einen umso mehr wütenden Blick, den er ohnehin hatte. Es wurde langsam dunkel. Plötzlich hörte er einen winzigen Laut, der so winzig war, dass, wenn er in guter Stimmung gewesen wäre, er ihn vermutlich überhaupt nicht wahrgenommen hätte.
Er hörte Schritte. Schnell zog er Dr. Swift in ein Gebüsch. Es waren 2 Wachtmeister, die den Park kontrollierten. Als sie um die Ecke verschwunden waren, kamen sie wieder heraus. Plötzlich überkam ihn ein ungutes Gefühl. Und als er an sich herunterschaute, war er bis zu den Knien eingesunken. Dr. Swift hatte weniger Glück, er war schon bis zum Bauch eingesunken.
Plötzlich hörte er noch einmal ein Rascheln und hervor sprang ein prächtiger Löwe. Pandora! Sie raste auf ihn zu und blieb kurz vor ihm stehen. Sie streckte ihm ihre Mähne hin, um ihn rauszuziehen. Dr. Swift war schon bis zum Hals eingesunken. Als Dr. Montgommery wieder wacklig auf seinen Füssen stand, half er kräftig mit. Als sie den panischen Dr. Swift aus dem sandigen Boden herauszogen, schoss ihm ein schlimmer Gedanke durch den Kopf. Was wäre, wenn Pandora ihn nicht herausgezogen hätte?
Was wäre, wenn sie überhaupt nicht im Kruger National Park gewesen wären, und es ein anderer Löwe auf dem Foto gewesen wäre? Er hatte die Antwort. Sie war ganz einfach: Sie wären nicht mehr unter dieser Sonne. Da spürte er eine nasse Schnauze an seinem linken Ohr. Wärme durchflutete ihn. Darauf folgte ein anderer guter Gedanke, einer der ihm schnell klar machte, dass es nicht so gekommen ist. Er drehte sich zu Pandora um, und schaute in ihre warmen Bernstein Augen. Und da sah er eine fast verheilte Wunde an ihrer rechten Schulter. Das war also der Grund, warum Pandora weggegangen ist. Er murmelte leise mehr zu sich selbst als zu Pandora: „Warum hast du mir das nicht erzählt? Ich hätte dir helfen können.“
Nun grinste er Pandora an und sprach noch leiser: „Musst aber auch immer alles alleine machen.“ Und er streichelte ihr über den Kopf.
Die Sonne schien und die beiden Forscher, sassen zusammen auf Dr. Montgommerys Veranda mit einer warmen Tasse englischen Tees. Sie sprachen über ihren Job, lachten und machten ihren Boss nach. Pandora lag neben ihnen mit einem Verband um die Schulter und kaute genüsslich an einem riesigen Steak herum.

So stellt euch vor: Was wäre, wenn du ein Forscher(in) wärst, und du hättest einen Löwen namens

Pandora!

 Gedicht von Semih, 6. Klasse
Was wäre, wenn ich handelte wie ich wollte,
Nicht so, wie ich für die Anderen sollte?

Was wäre, wenn ich es würde wagen,
Wie ich fühle dir zu sagen?

Was wäre, wenn ich mich damit einfach abfind,
Die Liebe nicht zu sehen, nicht zu spüren, einfach blind?

Was wäre, wenn du und ich nicht hier wären,
Würden wir dann in den Himmel zurück -
kehren?

 

Was wäre, wenn alle Strassen zu Flüssen werden? von Malu, 5.Klasse  

Was wäre, wenn es über viele Tage und Nächte fest geregnet hätte und da wachte ich eines Morgens auf, liefe zum Fenster, sähe raus und würde fürchterlich erschrecken, denn ich sähe keine Strasse wie sonst, sondern einen Fluss! Oh nein, was war denn da passiert und was sollte ich jetzt tun?
Hunderte Fragen kreisten mir durch den Kopf. Was passiert jetzt mit allen Fahrzeugen und wie soll ich jetzt in die Schule gehen? Und noch viele andere Fragen. Ich ging in die Küche und fragte meine Mutter: Wieso ist das da draussen passiert und was sollen wir jetzt machen?”  Erstmal müssen wir Ruhe bewahren und passiert ist es, weil es tagelang geregnet hat”, antwortete meine Mutter. Ausserdem gehst du bitte noch nicht alleine raus, es ist sehr gefährlich. Der Fluss würde dich sofort mitreissen. Wir haben Glück, denn wir haben ein Schlauchboot und damit bringe ich dich nachher in die Schule”, ergänzte meine Mutter. Als ich und meine Mutter in unser Schlauchboot stiegen und losruderten, kamen uns mehrere Boote entgegen oder überholten uns. Plötzlich kam uns ein schwimmendes Fahrrad entgegen und noch ein paar andere Dinge, die weggespült wurden. Als wir in der Schule angelangt waren und ich zum Pausenplatz und zum Haupteingang hochging, sah ich, dass auch schon ein paar andere Schüler auf dem Pausenplatz waren. Manche von ihnen waren total nass. Sie sind zur Schule geschwommen. Ein bisschen später kam unsere Lehrerin dazu und sagte, dass alle deren Kleider nass sind, zuerst die Turnkleider anziehen sollen damit nicht das ganze Schulhaus voller Wasser ist. Im Unterricht erklärte unsere Lehrerin, dass es unter diesen Umständen nicht gehe, jeden Tag zur Schule zu schwimmen oder zu rudern und darum ist der normale Unterricht nicht möglich und das führt dazu, dass wir Homeschooling machen müssen. Ich und meine Klassenkameraden sahen uns erschrocken an. Aber natürlich verstanden wir, dass es nicht anders ging. Unsere Lehrerin erklärte uns alles für die Schule zu Hause und auf welcher Internetseite die Hausaufgaben waren. Danach sprachen wir darüber, wie gefährlich die Lage war: Zum Beispiel, wenn sich noch Personen in Autos, Lastwagen oder anderen Fahrzeugen befinden und nicht rauskommen oder dass eine so feste Strömung herrscht, dass die Menschen weggespült werden! Oder dass, wenn es einmal stark regnet, alle Felder, Wiesen, Wälder und alle anderen einigermassen geraden Flächen, die noch nicht überschwemmt sind, überschwemmt werden. Wenn Wälder und Wiesen überschwemmt werden, haben viele Wildtiere ein grosses Problem. Sie könnten nicht mehr am Boden sein, ohne dass sie nass werden und was ist erst mit den Bodenbrütern und den Tieren, die ihr Zuhause am Boden haben wie zum Beispiel Füchse, Dachse, Hasen, Käfer und andere Insekten? Danach sammelten wir hier in der Klasse Ideen was sich alles verändern wird und muss. Es kamen viele Dinge zusammen wie zum Beispiel: Man muss alle Häuser, die nicht eine Mauer haben oder höher als die Strassen gebaut sind irgendwann abdichten. Industrien werden kaum nachkommen mit Schiffe bauen und erfinden und was wäre im Winter, wenn die meisten Flüsse, die keine grosse Strömung haben zufrieren werden? Wenn das passiert, kann man nicht mehr zur Schule, zur Arbeit oder irgendwo anders hin, ausser man erfindet etwas Neues, mit dem man dann über das Eis gehen kann, auch wenn das Eis sehr dünn ist.
Oder man muss zum Beispiel für alle Strassen Schiffe organisieren (natürlich der Grösse der Strasse angepasst) und dann müsste man immer wieder umsteigen, um irgendwohin zum Beispiel zur Schule zu kommen, also wie ein Bus auf dem Wasser. Eine Klassenkameradin fragte auch, was jetzt mit allen Fahrzeugen passiert und auch mit den Flugzeugen, denn die können ja nicht mehr landen und starten, wenn die Starte- und Landebahnen voller Wasser sind und wo sollen die dann hin? Die ganze Zeit in der Luft bleiben geht ja nicht. Man könnte anfangen, die Verkehrsmittel in Fabriken zu verarbeiten, aber das würde viele Jahre lange dauern. Was würde mit den Haustieren passieren? Wie sollte man mit Hunden spazieren gehen und was machen Katzen, die eigentlich raus dürfen, aber dann plötzlich nicht mehr. Und da die meisten Katzen wasserscheu sind, werden sie auch nicht schwimmen. Vielleicht würden ein paar mutige Katzen schwimmen lernen, denn eigentlich können sie das, aber es werden lange nicht alle versuchen. Und bei den Hunden gibt es zwar Rassen, die echte Wasserlieblinge sind wie zum Beispiel: Golden Retriever, deutscher Schäferhund, Labrador Retriever usw. Aber das sind ja lange nicht alle und die, die Wasser mögen, wollen auch nicht immer schwimmen, vor allem im Winter nicht. Man sieht, es gäbe sehr viele Probleme in dieser Situation. Vielleicht würde man in vielen Jahren irgendeine einigermassen gute Lösung finden, aber wahrscheinlich nicht.
Der einzige Ort, an dem es kaum Probleme geben würde, ist Venedig.

 Zum Glück ist das alles nur ausgedacht!

 

Was wäre, wenn es keinen Krieg gäbe? von Ghezal, 6. Klasse

“Kinder, vergesst die Hausaufgaben nicht!”, sagte die Lehrerin. Sarah war schon sehr müde. Aber zum Glück hatten sie zwei Wochen Ferien. Sie saß im gelben Schulbus. Heute war sie schwarz angezogen, obwohl sie viele farbige Kopftücher und Kleider hatte. Trotzdem liebte sie schwarz. Im Bus saß sie müde da und dachte daran, wie es in anderen Ländern ruhig und schön war. Kein Krieg ist so schön. Aber leider kann der Krieg hier nicht aufhören. Viele Leute sterben oder verlieren alles Wichtige, was sie haben. In anderen Ländern ist das Leben nicht so schwierig. Plötzlich fiel ihr etwas Unglaubliches ein. „Wie toll!”, schrie sie so laut, dass alle im Bus sie komisch anschauten. „Was wäre, wenn es keinen Krieg gäbe?”, sagte Sarah diesmal etwas leiser und sie entschuldigte sich bei den anderen. Ist doch eine gute Idee. Für einen Moment wollte Sarah in eine neue Welt eintauchen, in der es keinen Krieg gäbe.
Noch 5 min bis sie zu Hause ankam. Diese 5 min würde sie nützen, um in eine neue Welt einzutauchen. Ohne Krieg wäre die ganze Welt ruhig, sauber und zufrieden. Es gäbe nicht so viele arme Menschen. Nicht alle würden verhungern oder verdursten. Die armen Menschen würden nicht auf Straßen schlafen. Natürlich haben sie nur wenig Essen und Trinken. Vielleicht auch gar nichts, nur etwas Wasser. Leute sterben wegen Krieg oder weil sie arm sind. Hätte es keinen Krieg, dann wären alle bei sich zu Hause und nicht in anderen Ländern, wo sie keine Sprache verstehen, niemanden kennen und kein zu Hause haben. Manche Familien versuchen mit Schiffen zu flüchten, doch auch da sterben sie oder werden erwischt und wieder zurückgeschickt.
„Wieso gibt es überhaupt Krieg?”, fragte sich Sarah. Ihre Tante und ihre Cousine sind geflüchtet. Sarah liebt ihre Cousine sehr, doch leider ist sie nicht mehr da. Sie vermisste ihre Tante und ihre Cousine sehr. „Wie sehen sie jetzt aus?”, fragte sich Sarah.
Mit einem Ruck blieb der Bus stehen und sie wurde aus ihren Träumen gerissen. Draußen war es sehr heiß und sonnig. Sarahs Kleider waren staubig und sie wurde rot, weil sie schwitzte. Zu Hause angekommen war sie sehr müde. Sie begrüßte ihre Eltern und wusch sich ihre staubigen Hände. Während sie sich umzog, dachte sie immer noch daran, wie es ohne Krieg wäre. „Das Essen ist fertig, Sarah!”, rief die Mutter. Am Esstisch träumte Sarah immer noch. Sie war sehr neugierig und wollte unbedingt wissen, wie es ohne Krieg wäre. Sarahs Teller war voll geblieben mit Reis. Während Sarah mit dem Löffel spielte, fragte ihre Mutter: „Wieso isst du denn nichts?” „Was denkst du, wie Zeinab jetzt aussieht?”, fragte Sarah neugierig. “Wieso fragst du das nach so vielen Jahren? Wie ist es dir in den Sinn gekommen?”, fragte die Mutter erstaunt. „Ach, ist nicht so wichtig”, antwortete Sarah.
Etwas später begann sie ihrer Mutter beim Aufräumen zu helfen. Es dauerte etwa 15 Minuten bis sie fertig waren. Danach ging Sarah in ihr Zimmer und setzte sich vor dem Bett hin. Vor ihr war ein kleines Fenster, aus dem man einen Baum sehen konnte. Während sie den Baum anschaute und weiterdachte, fiel ihr etwas ein.
„Was könnte man gegen Krieg tun?”, fragte sich Sarah neugierig. Schließlich hatte sie eine Idee, was man gegen Krieg machen könnte.

Man sollte akzeptieren, dass das Leben ein Geschenk von Gott ist. Niemand wird für immer dableiben und weiterleben. Deshalb sollte man das Leben gut nutzen und schön leben. Es ist wichtig, alle Menschen zu lieben ohne an Sprache, Herkunft und Religion zu denken, nur dran zu denken, dass wir alle Menschen sind und wir alle gleich sind. Man sollte nie an Hautfarbe denken. Es ist egal, ob eine Person hell oder dunkel ist, egal ob Mann oder Frau. Wir alle sind Menschen und wir sind alle gleich. Respektvoll bleiben ist auch sehr wichtig.
Jetzt hatte sich Sarah dazu entschieden, dass sie als erste anfängt. „Ich muss mit allen respektvoll umgehen und sie lieben. Mit meinen Eltern, meinen Freunden, meinen Lehrpersonen und allen anderen Menschen muss ich respektvoll umgehen und mein Leben gut nutzen", sagte Sarah stolz. So können wir alle schön leben ohne Krieg. Dann kann die ganze Welt schön, ruhig, sauber und mit Freude leben. 

                                                 

Was wäre, wenn Hühner klettern könnten? von Jerun, 3.Klasse

Was wäre, wenn Hühner klettern könnten? Dann gäbe es sicher Hühner-Kletterparks. Dort können Hühner steile Felswände hinaufklettern und runter bungeejumpen. Die Hühner flattern, schnattern und haben sehr viel Spass. Es gibt auch einen Hühnerkiosk dort kann man die besten Körner der Welt kaufen. Beim Kiosk gibt es auch Hühnereiscreme, diese ist so beliebt, dass sie immer ausverkauft ist. Im Kletterpark können die Hühner versuchen einen Weltrekord aufzustellen. Dabei wird gemessen wie hoch die Hühner klettern können.
In der letzten Woche hat Hubi einen Rekord aufgestellt. Er konnte 22.41 Meter hoch klettern. Er wohnt in Helsinki. In Finnland gibt es viele Hühner, die leben frei. Dort leben die Hühner im Walde, klettern und flattern herum wie die Wilden. In Helsinki gibt es auch eine Hühnervelobahn. Mit ihr können alle Hühner von Ort zu Ort fahren. Dort sitzt man auf einem Velo und man kann auf einem Bildschirm eingeben, wo es dich hinfahren soll. Es gibt auch Hühnermärkte, zum Beispiel der Supermarkt. Dort werden alle Esswaren verkauft, die die Hühner brauchen. Im Kleidermarkt können Hühner die coolsten und die besten Kleider ganz aus farbigen Federn kaufen. Die Kleider können sich sogar verstellen.
Heute ist wieder ein neuer Tag im Hühnerkletterpark. Heute versuchen Fanni, Kale und Lauri den Weltrekord von Hubi zu brechen. Zuerst versucht es Fanni. Die ersten Meter schafft er ohne Probleme. Doch dann rutscht er ab und zappelt mit den Beinen. Er kann sich wieder fangen. Mit den Beinen kraxelt er Zentimeter für Zentimeter die steile Wand hoch. Es tropft ihm der Schweiss von der Stirn. Doch schliesslich verlässt ihn die Kraft und er segelt langsam zu Boden. Er hat fast 19 Meter geschafft und ist auf der Top-Ten. Jetzt versucht Lauri, den Rekord von Hubi zu brechen. Die ersten Meter klettert sie schneller als Fanni. Ihre Hände rutschen ab. Jetzt hängt sie kopfüber an der Wand. Sie atmet dreimal tief durch und kommt wieder in die normale Position. Dann schafft sie viele Meter ohne Probleme. Zuletzt hat sie keine Kraft mehr und fliegt sanft herunter. Sie hat 21,5 Meter geschafft und damit fast den Rekord gebrochen. Jetzt versucht Kale den Rekord zu brechen. Er klettert vorsichtig die ersten Meter. Plötzlich rutscht er ab und hängt nur noch mit den Armen an der Wand. Bald schafft er es zum Glück wieder, Halt zu finden mit einem Fuss und klettert weiter. Jetzt klettert er ganz langsam weiter und rutscht ab und lässt sich abseilen. Als er wieder auf dem Boden ankommt, fragt er, wie hoch er gekommen ist. Er hat 24.31 Meter geschafft. Er kann es nicht glauben. Er hat den Weltrekord geknackt.
Er feiert seinen Sieg noch lange und damit ist die Geschichte zu Ende.

Was wäre, wenn ich wieder Teil einer Familie wäre? von Carolin, 6. Klasse 

Die Sonne brannte schmerzend auf mein rotbraunes Fell. Schon seit Stunden war ich an diese gigantische Stange gefesselt und kam nicht weg. Hier auf der Raststätte der Autobahn Richtung Barcelona beachtete mich keiner, denn es war fast alltäglich, sterbende Hunde auf der Strasse zu treffen. 
"Es gibt keine Hoffnung, es gibt keine Hoffnung, es wartet nur der Tod”, rief es in mir die ganze Zeit. Fünf Stunden verbrachte ich schon unter der Sonne und immer noch keine Hilfe. Alle Menschen, die an mir vorbei gingen, machten einen grossen Bogen und versuchten mir nicht in die Augen zu sehen. Währenddessen wechselte mein Denken von positiv zu negativ, doch ein Teil von mir glaubte immer noch sehnsüchtig an Hoffnung. Mit der Zeit wurde es dunkler und die Menschen weniger. Meine Kehle war inzwischen staubtrocken und mein Magen schien lauter zu grummeln als die wenigen Autos, die noch vorbeifuhren. Hunden wie mir wollte keiner helfen.
Plötzlich wie aus dem Nichts schossen zwei Scheinwerfer eines Autos auf mich zu. Adrenalin schoss durch meinen Körper und ich drückte mich noch fester an die Stange. Ein bulliger Mann, der im dunklen schlecht zu erkennen war, stieg aus dem Auto und kam mit schweren Schritten auf mich zu, wobei ich noch mehr Angst bekam, nach hinten rutschte, den Kopf an der Stange anschlug und ohnmächtig wurde. Der Ort, an dem ich aufwachte, war warm aber nicht unangenehm heiss. Das Gras unter mir war vertrocknet, aber nicht grausam stachelig. Wo war ich? Dies war mir plötzlich sonnenklar, als ich die Augen aufschlug und die vielen Hunde um mich herum inmitten einer riesigen Wiese, die in Stacheldraht eingezäunt war, sah. So war das also. Ich war im Tierheim gelandet. Tagelang lag ich sterbend auf der Wiese, doch die Tierärzte schauten gut zu mir und bald war ich auch schon so fit, Freunde suchen zu können. Leider war die Suche nicht so leicht wie ich es mir gedacht habe, da viele Hunde aggressiv oder traumatisiert waren. Doch schliesslich fand ich einen ausgezeichneten Freund. Er hiess Frodo, war strubbelig und schwarz und machte sich die Mühe, mir den Hof mit der Wiese zu zeigen. Achtundzwanzig Tage verbrachte ich in diesem Luxus. Jedoch war mir Eines nicht bewusst, denn wo viel Gutes war, lauerte auch immer das Böse. Dies erfuhr ich auf unsanfte Tour, als eines Tages Frodo nirgendwo mehr zu finden war. Am Tag zuvor hatte er mir noch den Namen Froilán gegeben, doch jetzt war er einfach weg.
Augenblicklich packte mich eine starke Hand von hinten und zog mich aus meiner engen, kleinen Zelle. Ich strampelte um mich und versuchte ihn zu beissen, doch dies war alles nutzlos, denn ich war in seiner Gewalt. Etwas war mir wohl bei Frodos Vortrag über diesen Ort entgangen, denn wenn die Hunde zu lange hierblieben, wurden sie getötet. Frodo war also tot. Dieser Gedanke jagte mir Tränen in die Augen. Beinahe hätte ich gar nicht gemerkt, dass mich der Muskelprotz in einen Transporter warf und die Tür hinter mir verschloss. Mir war klar, was das hiess: Ich war so gut wie tot. 
Vor ein paar Zeilen hatte ich Mal erzählt: Überall wo viel Gutes ist, lauert auch das Böse. Aber es könnte auch umgekehrt sein. Und genauso war es bei mir. Der Transporter hatte noch andere Hunde mit dabei. Mein Freund Frodo allerdings leider nicht. Wir flogen nach Deutschland, wo wir dann unseren Besitzern übergeben wurden. Mein Name wechselte zu Lupo und meine Familie waren liebevolle und gütige Menschen. 

So war es also, wieder Teil einer Familie zu sein. 

 

Was wäre, wenn Kinder Politiker wären? von Charlotte, 5. Klasse

Hallo, mein Name ist Isabella und ich bin 11 Jahre alt. Ich lebe in der Schweiz. Es ist das Jahr 2120. Seit einem Jahr bin ich nun mit anderen Kindern zusammen Politikerin und muss wichtige Entscheidungen für unser Land treffen. 

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum ein Kind in meinem Alter überhaupt schon Politikerin sein darf.
Vor einem Jahr brach weltweit eine schwere Seuche aus und alle Erwachsenen wurden krank. Komischerweise erkrankten nur Erwachsene daran und Kinder nicht. Weil niemand von ihnen mehr gesund war und wichtige Entscheidungen treffen konnte, übernahmen wir Kinder die Aufgaben der Erwachsenen und so wurde ich zur Politikerin.
Als ich angefangen habe als Politikerin zu arbeiten, fiel mir auf, dass die Erwachsenen gar nicht auf die Umwelt und uns Kinder Rücksicht genommen haben. Sie haben nur an sich und ihr Geld gedacht. Unser Planet stand kurz vor dem Zusammenbruch und wir Kinder hatten grosse Sorgen, dass wir bald nicht mehr hier leben konnten. Da mussten wir etwas machen, bevor die Erwachsenen wieder gesund sind und uns daran hindern können.
Als erstes haben wir das Geld abgeschafft, denn anscheinend ist Geld der Grund, warum viele Erwachsene Blödsinn machen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was dann passiert ist. Man ist in ein Geschäft gegangen und hat sich die Sachen einfach genommen, die man gerne haben wollte. Das war toll!
Autos und Flugzeuge brauchten wir nicht mehr, da die Erwachsenen ja nicht mehr fahren konnten, weil sie krank waren. Stattdessen fuhren wir jetzt immer mit dem Fahrrad oder mit dem Zug. Denn einen Zug fahren ist heutzutage gar nicht mehr schwer, weil die Züge alle von einem Roboter gesteuert werden. Gut war, dass wir die vielen Strassen nicht mehr brauchten und sie zum Spielen genutzt werden konnten. Auf der Autobahn fuhren nun Trottis, Skateboards und Fahrräder.
Wir entschieden auch, dass es keine Verbote mehr gibt. Alle Kinder durften machen, was sie wollten. Das war cool und wir hatten eine Menge Spass. Es gab aber auch Kinder, die damit nicht gut zurechtgekommen sind. Beispielsweise gab es Kinder, die mitten auf der Strasse eingeschlafen sind, weil sie die ganze Nacht Fernsehen geguckt haben oder am Gamen waren. Andere haben die ganze Zeit ununterbrochen Süssigkeiten gegessen und wurden kugelrund und hatten die ganze Zeit Bauchschmerzen. Manche Kinder haben aber auch versucht zu kochen, z.B. Tomatensosse. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, was bei diesem Versuch passiert ist, denn die ganze Tomatensosse ist in der Küche herumgespritzt und alles war rot.
Bei Geburtstagen gab es ein neues Gesetz, das vorschrieb, dass man die ganze Nacht feiern muss, auch wenn alle am nächsten Tag todmüde waren.
Jetzt nach einem Jahr muss ich aber sagen, dass es ziemlich anstrengend ist, ohne die Hilfe der Erwachsenen zu leben. Ständig muss man als Politikerin Entscheidungen treffen und die Freiheit hat uns nichts gebracht. Weil wir alles machen mussten, was vorher die Erwachsenen gemacht haben, konnten wir nicht mehr spielen und uns mit Freunden treffen. Auf die Dauer ist das ziemlich anstrengend.

Ich als Politikerin finde, dass es manchmal ziemlich schwierig ist, Entscheidungen zu treffen, die dann auch wirklich für alle gut sind.
Ich bin froh, wenn die Erwachsenen wieder gesund sind und wir wieder in die Schule gehen können und das machen können, was Kinder so machen.
Ich mache mir aber Sorgen, dass die Erwachsenen unsere Erde weiter zerstören und unsere neuen Gesetze nicht beachten.
Die anderen Politikerkinder und ich haben schon eine Idee, wie wir es schaffen können, dass das nicht passiert.
Wir haben einfach ein Gesetz gemacht, dass die Erwachsenen zuerst die Kinder fragen müssen, wenn sie neue Regeln machen wollen. Deshalb bleibt es erstmal so, wie wir es eingeführt haben.

  

Was wäre, wenn plötzlich kein Wasser mehr aus der Leitung käme? von Hanna, 5. Klasse

Es war ein sehr warmer Sommermorgen und Klara bereitete gerade das Frühstück vor, als sie im Radio hörte: „Hier spricht der Bürgermeister. Wir wissen zwar auch nicht, wie es passiert ist, aber es gibt momentan kein Süsswasser mehr.“ Das ist sicher nur ein Witz, dachte sie und öffnete den Wasserhahn. Aber es kam wirklich kein Wasser. Sie versuchte es noch einmal und noch einmal, aber vergebens. Es kam kein Wasser mehr!
Mit grossen Schritten rannte sie die Treppe hoch zu ihren Eltern, um es ihnen zu erzählen. Selbst ihr Vater glaubte es nicht und probierte es aus: „Komisch“, meinte er. Da sagte ihre Mutter: „Bevor wir hier so viel Zeit mit Reden verbringen, lasst uns besser in den Supermarkt fahren und Wasser kaufen.“ Sie besorgten so viele Getränke, dass sie für den Rest der Woche genug hatten. Als sie aus dem Supermarkt kamen, stand eine lange Schlange am Eingang. „Glück gehabt“, meinte ihr Vater.
Gemeinsam mit ihrer besten Freundin und Nachbarin Linda lief Klara ganz aufgeregt in die Schule, denn sie wollten wissen, ob bei den anderen Kindern auch kein Wasser mehr aus der Leitung kam. Dass es kein Süsswasser mehr gab, war das grosse Thema in der Schule. Jemand aus ihrer Klasse erzählte, dass sogar ihr Gartenteich ausgetrocknet ist.
Ding, dang, dong. Endlich erklang die Pausen-Glocke. In der Pause überlegten sie, was wohl passieren würde, wenn es jetzt für immer kein Süsswasser mehr gäbe. „Irgendwann wäre alles Wasser verkauft und dann würden wir alle verdursten“, überlegte Klara laut. „Und alle Tiere würden auch sterben“, meinte Linda ganz erschrocken. „Was würden wir eigentlich essen, wenn alle Pflanzen vertrocknen?“, fragte Klara. Bestürzt sahen sie sich an und waren sich einig, dass es nicht so weit kommen durfte.
Nach der Schule rannten sie beide schnell nach Hause und verabredeten sich für den Nachmittag. Gerade als Klara die Haustüre aufmachte, stiess sie mit ihrem Vater zusammen, der vom Einkaufen kam. „Papa, warum hast du eigentlich mehr Wasser gekauft, wir haben doch noch genug.“
„Ich habe in der Stadt ein Geschäft entdeckt, das nur Wasser verkauft. Dort habe ich noch etwas besorgt, bevor es keines mehr gibt.“ Da kam Klara eine Idee und sie rannte hoch in ihr Zimmer, um Linda eine Nachricht zu schreiben:

 Hi Linda, mein Vater hat in der Stadt ein Geschäft entdeckt, das nur Wasser verkauft. Es kommt mir komisch vor. Lass uns heute Nachmittag dorthin fahren.
LG Klara.

Nach dem Mittagessen stürmte Klara zu ihrem Treffpunkt. „Da bist du ja endlich“, empfing Linda sie. „Das Geschäft kommt dir verdächtig vor, weil es nur Wasser verkauft? , fragte Linda. „Ja, das Geschäft verkauft nur Wasser und dies überteuert.“ „Ach, übrigens, der Badesee hat immer noch Wasser, obwohl die anderen Seen ausgetrocknet sind. Das ist doch sehr merkwürdig, oder?“
Mit den Fahrrädern fuhren sie zu dem Geschäft. Klara kaufte eine Wasserflasche, während Linda sich ganz genau umschaute. Im Geschäft waren sehr viele Leute, die alle Wasser kaufen wollten und die Preise waren wirklich überteuert. Heimlich machte Linda ein paar Fotos mit ihrem Handy. Als sie wieder zu ihren Fahrrädern gehen wollten, die hinter dem Haus standen, hörten sie plötzlich Stimmen. Schnell zog Klara Linda hinter die Hausecke und stumm lauschten sie den beiden Männern. Ein Mann ging zurück in das Geschäft, der andere ging an ihnen vorbei. Zum Glück bemerkte er die Mädchen nicht. Rasch holten sie ihre Fahrräder und fuhren nach Hause.
Im Versteck angekommen, fragte Linda Klara atemlos: „Hast du das auch gehört?“ Ja, heute um Mitternacht wollen sie den kleinen Badesee auch noch leer pumpen, genauso wie sie es schon bei den anderen Seen gemacht haben. Und die Wasserleitungen haben sie auch angezapft.“ Die Mädchen beschlossen, dass sie sich in der Nacht bei dem Badesee auf die Lauer legen, um zu beobachten, was passiert.
Gesagt, getan. Beim 12. Glockenschlag hörten sie ein näherkommendes Fahrzeug. Es war ein grosser Tanklaster, aus dem fünf Leute ausstiegen. Die Herzen der Mädchen klopften wie wild, aber dennoch hielten sie ihre Kamera auf die Leute gerichtet. Die begannen mit riesigen Schläuchen den See leerzupumpen. Nach einer Stunde war der Spuk vorbei und der See leer. Die Männer stiegen wieder in den Laster und fuhren weg. Erschöpft sagte Linda: „Wir müssen morgen unbedingt zur Polizei.“
Am nächsten Morgen bei der Polizei erzählten sie, was sie herausgefunden hatten und zeigten das Video. Beim Anschauen vom Video erkannten sie die beiden Männer wieder, die sich gestern beim Geschäft unterhielten. Die Polizei war ihnen sehr dankbar dafür, was sie getan hatten. Als Klara und Linda später von einer Reporterin der Lokalzeitung interviewt wurden, sagte Linda noch einmal ausdrücklich: „Wasser ist sehr, sehr wichtig. Wir können nicht ohne Wasser leben und deswegen sollte man sparsam damit umgehen.“

Die Siegertexte 2019

Hier findest du die Siegertexte 2019. Vielleicht verkürzen sie dir die Wartezeit bis zur Prämierung.

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