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Sanierung Püntenareal Neuwiesen

Sanierung Püntenareal Neuwiesen

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu der Sanierung des Püntenareals Neuwiesen und den Hintergründen.

Im nördlichen Teilbereich des Püntenareals Neuwiesen befand sich früher die Deponie Äckerwiesen. Im Bereich der ehemaligen Deponie wurde 2021/2022 im Boden eine zu hohe Belastung durch Schadstoffe gemessen. Für die betroffenen Pünten gelten deshalb vorsorgliche Massnahmen.

Als Grundeigentümerin des Areals Neuwiesen setzt die Stadt Winterthur die Massnahmen um – dies in enger Zusammenarbeit mit dem Püntenpächterverein. Zudem strebt die Stadt eine nachhaltige Lösung an und plant das Püntenareal so schnell wie möglich zu sanieren.

Die Püntikerinnen und Püntiker des Areals Neuwiesen werden umfassend über das geplante Vorgehen informiert. Mit den Betroffenen sucht die Stadt einvernehmliche Lösungen.

Informationen zur Bodenbelastung auf dem Püntenareal Neuwiesen

Früher wurde in einem Teilbereich des nördlichen Püntenareals Neuwiesen Kies abgebaut. Die Kiesgrube wurde bis in die 1940er-Jahren als Deponie genutzt und mit Abfall aufgefüllt. Damals waren noch keine umweltverträglichen Wege zur Beseitigung von Abfall bekannt. Heute werden solche «belasteten» Standorte von Bund und Kantonen nach und nach untersucht sowie – wenn nötig – saniert.
In diesem Zusammenhang veranlasste die Stadt Winterthur Ende 2021 und im März 2022 umfassende Untersuchungen. Die Resultate zeigten im Bereich der ehemaligen Deponie erhöhte Schadstoffgehalte im Boden. Die zuständigen kantonalen Behörden (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft [AWEL] und Amt für Landschaft und Natur [ALN]) haben daher im Juni 2022 Massnahmen für betroffene Pünten verfügt. Die Stadt Winterthur setzt diese um. Mit der schnellstmöglichen Sanierung des betroffenen Bereichs strebt die Stadt nun eine nachhaltige Lösung an.

Im Bereich der ehemaligen Deponie ist der Boden vor allem mit Quecksilber und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet. Die Schadstoffe sind massgeblich auf den Abfall (Brandschutt, Schlacke, Giessereisand, Altmetall, Ziegel) zurückzuführen, der früher in der Deponie abgelagert wurde. Sowohl Quecksilber als auch PAK können für den Menschen schädlich sein. Die jeweilige Gefährdung hängt von vielen Faktoren ab und die Wirkung der einzelnen Schadstoffe auf den Menschen ist nicht abschliessend bekannt. Die gesetzlichen Regelungen und Beurteilungswerte von Bund und Kantonen tragen dieser Unsicherheit Rechnung. Für Püntikerinnen und Püntiker auf dem Areal Neuwiesen besteht keine akute Gefahr für die Gesundheit. Um eine Gefährdung auf längere Sicht auszuschliessen, müssen aber Massnahmen ergriffen werden.

Der Kanton Zürich hat im Juni 2022 vorsorgliche Massnahmen verfügt. Die Sofortmassnahmen richten sich nach der Höhe der gemessenen Schadstoffwerte auf den einzelnen Püntenparzellen. Die Massnahmen betreffen den Nahrungspflanzenanbau sowie den Aufenthalt auf den Parzellen und reichen von Empfehlungen über Einschränkungen hin bis zum Verbot. Letzteres führt zur Schliessung einiger weniger Pünten. Ziel ist es, eine mögliche Gefährdung von Mensch und Natur auf längere Sicht auszuschliessen

Zusätzlich zu den Sofortmassnahmen plant die Stadt Winterthur eine umfassende Sanierung des gesamten nördlichen Püntenareals Neuwiesen. Dazu lässt sie auch den restlichen Teil des Areals, der sich nicht direkt über der ehemaligen Deponie befindet, untersuchen. Nicht, weil man hier gesundheitsgefährdende Stoffe vermutet, sondern um das Areal ganzheitlich und abschliessend bearbeiten zu können. Damit kann die Stadt zukünftig eine uneingeschränkte Nutzung des Areals ohne gesundheitliche Risiken garantieren.

Jede Situation ist eine andere und belastete Böden weisen ganz unterschiedliche Befunde auf. Vergleichbar sind sie selten. Dies gilt es zu berücksichtigen. Die Stadt Winterthur hat bereits verschiedene belastete Standorte saniert – darunter auch Püntenareale. Sanierungsprojekte geht sie jeweils mit grösster Sorgfalt, unter Beiziehen von erfahrenen Spezialisten und in enger Abstimmung mit dem Kanton an.

Informationen für betroffene Püntikerinnen und Püntiker

Betroffen ist nur ein Teilbereich des nördlichen Areals Neuwiesen. Befindet sich Ihre Pünt in diesem Bereich, so gelten für Sie die kantonal verordneten Massnahmen. Diese umfassen einerseits Empfehlungen und Einschränkungen bezüglich Nahrungspflanzen und andererseits Einschränkungen bezüglich dem Aufenthalt von Kindern. Einige wenige Pünten müssen geschlossen werden. Die Massnahmen richten sich jeweils nach der Höhe der gemessenen Schadstoffgehalte im Boden.
Welche Massnahmen für Ihre Pünt gelten, entnehmen Sie den Übersichtsplänen und dem Merkblatt.

Die Schadstoffbelastungen sind über das Areal sehr unterschiedlich verteilt – ein Fakt, der erfahrungsgemäss typisch ist für Familiengärten. Die Nutzungseinschränkungen und -empfehlungen für die einzelnen Pünten richten sich jeweils nach der Höhe der gemessenen Schadstoffgehalte im Boden. Die Massnahmen basieren auf den aktuellen Richtlinien und gesetzlichen Bestimmungen von Bund und Kanton.

Für Ihre Gesundheit besteht keine akute Gefahr. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind uns keine Meldungen über gesundheitliche Probleme bekannt. Um eine Gefährdung auch auf längere Sicht auszuschliessen, müssen aber Massnahmen ergriffen werden. Denn: Grundsätzlich können Schadstoffe aus dem Gartenboden in den menschlichen Körper gelangen, indem man belastetes Gemüse isst oder Erde oral aufnimmt. Die jeweilige Gefährdung hängt von vielen Faktoren ab und die Wirkung der einzelnen Schadstoffe auf den Menschen ist nicht abschliessend bekannt. Die Nutzungseinschränkungen für das Püntenareal Neuwiesen wurden vorsorglich getroffen und berücksichtigen insbesondere den Schutz der empfindlichsten Personen (Kinder).

Es geht hier vor allem um die Gefährdung durch eine orale Aufnahme von Bodenmaterial. Bei Kleinkindern besteht die Gefahr, dass sie etwa beim Spielen Erde direkt über den Mund aufnehmen. Bei den besonderen Richtlinien für Kinder unter 6 Jahren wird zudem ihr sensibler physiologischer Zustand sowie das geringere Körpergewicht im Vergleich zur aufgenommenen Schadstoffmenge berücksichtigt.  Die Massnahmen entsprechen den Vorgaben des Bundes.

Uns ist bewusst, dass die Situation für Sie unangenehm ist. Wird Ihre Pünt geschlossen, haben Sie Anspruch auf den Erlass Ihrer Pacht. Die Stadt hilft Ihnen zusammen mit dem Püntenpächterverein bei der Suche nach einem Ausweichstandort.
Ist Ihre Pünt von weniger schwerwiegenden Massnahmen betroffen und haben Sie trotzdem Bedenken, Ihre Pünt weiterhin zu nutzen, kommt Ihnen die Stadt ebenfalls entgegen. Melden Sie sich in diesem Fall beim Püntenpächterverein. Möchten Sie darüber hinaus Schadenersatz fordern, melden Sie auch dies beim Püntenpächterverein an. Ihre Forderung wird von der Stadt sorgfältig geprüft.

Haben Sie konkrete Fragen zu Ihrer Pünt und den Massnahmen, wenden Sie sich an den Püntenpächterverein:
Kurt Schäffler, Zentralpräsident Püntenpächterverein
Tel. +41 79 370 82 37 / E-Mail: schaefflerkurt@gmail.com

Haben Sie weitere Fragen zum Thema, steht Ihnen der Bereich Immobilien der Stadt Winterthur zur Verfügung:
Philipp Onori, Abteilungsleiter Bewirtschaftung 3, Bereich Immobilien Stadt Winterthur
Tel. +41 52 267 5715 / E-Mail: philipp.onori@win.ch

Weitere Informationen.

Zuständige Stelle

Immobilien Telefon +41 52 267 57 19

Bei Fragen zu betroffenen Pünten

Kurt Schäffler
Zentralpräsident Püntenpächterverein
+41 79 370 82 37
schaefflerkurt@gmail.com

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