Legislaturziel: Wir verfolgen die Klimaziele und stärken die Klimaresilienz

Winterthur treibt Klimaschutz und Klimaanpassung voran. Die Treibhausgasemissionen sollen weiter reduziert werden. Im Rahmen des Klimaplans setzt die Stadt Schwerpunkte in den Bereichen Mobilität und Ersatz fossiler Heizungen. Sie stärkt ihre Klimaresilienz und setzt Massnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas um.
Weisse Wellenlinien auf grünem Hintergrund.

Fossile Heizungen in städtischen Gebäuden ersetzen

Fossile Heizungen in städtischen Gebäuden sollen schrittweise durch klimafreundliche Heizsysteme ersetzt werden. Damit leistet die Stadtverwaltung einen wichtigen Beitrag zum Ziel Stadtverwaltung klimaneutral bis 2035, für das sich die Stimmberechtigten 2021 ausgesprochen haben.

Die Umsetzung des Konzepts für den Heizungsersatz ist bereits 2025 gestartet. Um die beschlossenen Klimaziele zu erreichen, muss der Heizungsersatz im vorgesehenen Tempo weitergeführt werden.

Ergänzend zur weiteren Konkretisierung, Planung und Umsetzung des Heizungsersatzes sollen Optimierungsmöglichkeiten geprüft werden. Im Fokus stehen dabei interne Abstimmungs- und Planungsprozesse, personelle Ressourcen, Finanzierungsoptionen oder die Abwägung zwischen verschiedenen Zielsetzungen.

Meilensteine bis Ende 2029

  • Fortlaufende Realisierung der gemäss Paket 1 bis 2030 vorgesehenen Heizungsersatz-Projekte 
  • Jährliche Berichterstattung im Rahmen EKK-Bericht
  • Prüfung von Optimierungsmöglichkeiten bei der Umsetzung von Heizungsersatz-Projekten

Hitzeaktionsplan erarbeiten und umsetzen

Die zunehmende Hitzebelastung stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Insbesondere ältere Menschen, Kinder, Schwangere oder Personen mit chronischen Erkrankungen sind davon betroffen.

Die städtischen Aktivitäten konzentrierten sich bisher vorwiegend auf langfristige und strukturelle Massnahmen zur Klimaanpassung (z. B. Rahmenplan Stadtklima). Was fehlt, ist ein integrierter, verwaltungsübergreifend abgestützter Hitzeaktionsplan mit Fokus auf gesundheitlichen Hitzeschutz und kurzfristige Massnahmen bei Hitzeereignissen.

Angestrebt wird die Erarbeitung eines praxistauglichen Hitzeaktionsplans zum Schutz der Bevölkerung. Der Hitzeaktionsplan umfasst präventive und ereignisbezogene Massnahmen (z. B.  Einrichtung kühlender Orte, Anpassung von Arbeitszeiten usw.). Er definiert Verantwortlichkeiten und Prozesse für den Ereignisfall. 

Meilensteine bis Ende 2029

  • Erarbeitung priorisierter Massnahmen, Zuständigkeiten und abgestimmtes Vorgehen 
  • Umsetzung und Evaluation von Pilotprojekten zum Hitzeschutz für vulnerable Gruppen 
  • Vollständiger und abgestimmter Hitzeaktionsplan 
  • Verabschiedung durch den Stadtrat und anschliessende Umsetzung zentraler Massnahmen

Stadtbaumbestand klimaresilient weiterentwickeln

Bäume leisten einen wichtigen Beitrag zur Hitzeminderung, erhöhen die Aufenthaltsqualität und fördern die Biodiversität. Der Baumbestand im Siedlungsgebiet wird daher systematisch
erneuert, erweitert und an veränderte klimatische und biotische
Bedingungen angepasst.

Im Fokus steht die Entwicklung und Pflege einer nachhaltigen und ausgewogenen Alters- und Artenstruktur mit hoher Anpassungsfähigkeit an veränderte Bedingungen und die besonderen
Standortansprüche im Siedlungsraum.

Die Entwicklung des Baumbestands wird datenbasiert gesteuert: Ein regelmässiges Monitoring sowie die ständige Auswertung des städtischen Baumbestands ermöglichen es, Veränderungen
frühzeitig zu erkennen und gezielte Massnahmen zur Pflege, Pflanzung und Erneuerung umzusetzen.

Meilensteine bis Ende 2029

  • Systematische Aufnahme der öffentlichen Bäume im Siedlungsraum ins Baumkataster
  • Neu- und Ersatzpflanzungen von Bäumen. Erhöhung des öffentlichen Baumbestandes im Baumkataster auf 20 000 Bäume.
  • Neupflanzungen gemäss Artenempfehlungsliste: Mindestens 70 % der neu gepflanzten Bäume sind von ökologisch besonders wertvollen, klimaresilienten Arten.

Stadtklima-Massnahmen im Strassenraum vorantreiben

Strassenfläche, die bisher dem motorisierten Verkehr zur Verfügung stand, soll zu Grünfläche umgewandelt werden oder dem ÖV, Velo- und Fussverkehr zugeteilt werden. Das fordern die Gegenvorschläge zu den Stadtklima-Initiativen, welche die Stimmberechtigten 2024 angenommen haben.

Ein wesentlicher Teil dieser Flächen kann im Rahmen bereits geplanter Strassenprojekte realisiert werden. Weitere Möglichkeiten bestehen bei der Entsiegelung von Kleinflächen und der Entwicklung von Stadtklima-Quartieren. Für eine wirksame Umsetzung ist eine Gesamtübersicht über geplante und mögliche Massnahmen erforderlich. Darauf aufbauend wird ein Instrument zur Priorisierung und Koordination der Projekte entwickelt. Im Zuge der Überarbeitung des Generellen Entwässerungsplans wird zudem das Strassenentwässerungskonzept weiterentwickelt, um geeignete Flächen für Versickerung, Zurückhalten von Regenwasser und Verdunstung zu identifizieren.

Das Umsetzungskonzept bildet die Grundlage für die Planung und Realisierung konkreter Projekte.

Meilensteine bis Ende 2029

  • Umsetzungskonzept durch den Stadtrat verabschiedet
  • Umsetzung erster Stadtklima-Projekte
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