Klimaanpassung der Stadt Winterthur

Damit Winterthur auch in Zukunft lebenswert bleibt, passt sich die Stadt aktiv an die Klimaveränderungen an. Verschiedene Departemente und Bereiche setzen bereits zahlreiche Massnahmen um, um Menschen, Natur und Infrastruktur zu schützen.

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Grundlagen

Die Anpassung an die Klimaveränderung hat hohe Priorität in der Stadt Winterthur. Die Umsetzung basiert auf folgenden Grundlagen:

Rahmenplan Stadtklima

Der Rahmenplan Stadtklima ist ein städtebauliches Konzept zur Anpassung an die Klimaveränderung. Es zeigt auf, mit welchen Massnahmen die Lebensqualität in Winterthur trotz steigender Hitzebelastung gesichert werden kann. 

Kommunaler Richtplan

Der kommunale Richtplan ist ein behördenverbindliches Steuerungsinstrument. Er behandelt alle wichtigen Aspekte für die räumliche Entwicklung der Stadt. Darunter fällt auch die Anpassung an das veränderte Klima.

Grundsatzpapier Klimaanpassung

Das Grundsatzpapier «Anpassung der Stadt Winterthur an den Klimawandel» wurde departementsübergreifend erarbeitet und Anfangs Juli 2020 verabschiedet. Es listet die wichtigsten Zielvorstellungen zur Anpassung an die Klimaveränderung in Winterthur. Das Grundsatzpapier dient als Grundlage für die städtebauliche Entwicklung und das Handeln der Stadt.

Massnahmen

Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans

Hitzewellen werden häufiger und intensiver. Die Stadt Winterthur soll diese zukünftig besser bewältigen können. Insbesondere sollen besonders vulnerable Gruppen besser vor den Auswirkungen von Hitze geschützt werden. 

Aktuell läuft ein Projekt zur Erstellung eines Hitzeaktionsplans für die Stadt Winterthur. Es werden Massnahmen zur vorsorglichen Minderung von Hitzebelastung sowie zur Ereignisbewältigung im Falle einer Hitzewelle erarbeitet. 

Drei ältere Frauen sitzen lachend an einem Tisch in einem Restaurant. Sie trinken gekühlte Getränke unter einem Sonnnschirm.
Senior:innen sind besonders stark durch Hitze gefährdet.
© Stefan Kubli

Das Projekt «Hitzeaktionsplan» wird unterstützt durch das Förderprogramm Adapt+ des Bundes.

Schwammstadt Winterthur

Die Stadt Winterthur möchte zur «Schwammstadt» werden. Es soll ein natürlicher Wasserkreislauf im Siedlungsraum entstehen. Winterthur soll das Regenwasser genauso gut nutzen, wie die Natur selbst. 

Durch die Etablierung einer Schwammstadt kann Trinkwasser geschont, das Stadtklima gekühlt und der Umgang mit Wetterextremen vereinfacht werden. 

Umsetzung der Gegenvorschläge zu den «Stadtklima-Initiativen»

Am 9. Juni 2024 wurden die Gegenvorschläge zur «Gute-Luft-Initiative» und zur «Zukunfts-Initiative» von der Winterthurer Stimmbevölkerung angenommen. Sie verpflichten die Stadt Winterthur zur Umwandlung von Strassenraum in Grünraum, um die Stadt hitzerobuster zu machen. Ausserdem sollen Fuss-, Velo- und öffentlicher Verkehr mehr Raum bekommen. 

Weitere Beispiele

Begrünung am Schulhaus Wallrüti in Winterthur.
Beispiel für Klimaanpassung bei städtischen Bauten: Kühlende Begrünung am Schulhaus Wallrüti.
© Christof Seiler

Stadteigene Bauten und Anlagen

Wir achten bei eigenen Projekten auf Hitzeminderung und Versickerung, z.B. durch Entsiegelung und Begrünung.

Projekt 1000 Bäume

Stadtgrün Winterthur pflanzte zwischen 2021 und 2023 zusätzlich 1000 Bäume.

Stadtthermometer

2023 haben über 50 Winterthurer:innen mit Messgeräten im Garten oder auf dem Balkon gemessen. Sie trugen damit zur Forschung im Bereich Klimaanpassung bei. 

Asphaltknackerinnen

Winterthur unterstützt private Entsiegelungsprojekte. In Zusammenarbeit mit den «Asphaltknackerinnen» bietet die Stadt eine gratis Beratung und finanziert einen Teil der Entsorgungskosten. 

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Umwelt- und Gesundheitsschutz

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