Rahmenplan Stadtklima

Städte sind als Hitzeinseln besonders vom Klimawandel betroffen. Die sich häufenden Hitzesommer der vergangenen Jahre haben eindringlich vor Augen geführt, was der Klimawandel auch für Winterthur bedeutet. Winterthur kann nicht weiterbauen wie bisher, sondern muss Massnahmen zur Hitzeminderung ergreifen.
Illustration einer Karte mit verschiedenen Symbolen und Kreisen, beschriftet mit 'Winterthur 2040'.
© Weissgrund

Rahmenplan Stadtklima

Der «Rahmenplan Stadtklima» von 2021 zeigt auf, wie Winterthur die Lebensqualität trotz steigender Hitzebelastung sichern kann. Das städtebauliche Klimaanpassungskonzept ist auf die «Räumliche Entwicklungsperspektive 2040» und den Kommunalen Richtplan abgestimmt. Es geht Hand in Hand mit dem Klimaschutz, der das Ziel Netto Null bis 2040 verfolgt.

Ein 19-Punkte-Programm (Umsetzungsagenda) verpflichtet die Stadt zum Handeln. Bei laufenden Planungen ist eine klimagerechte und hitzemindernde Gestaltung von stadteigenen Bauten und Anlagen anzustreben. 

Der neue kommunale Richtplan macht die Grundsätze und Massnahmen aus dem Rahmenplan Stadtklima behördenverbindlich. Er legt die Stossrichtung für die Revision der Bau- und Zonenordnung fest. Auch private Bauvorhaben sollen klimaangepasst und ökologisch gestaltet werden.

Der Stadtrat legt mit dem Rahmenplan Stadtklima umfassende und konkrete Massnahmen zu baulichen, gestalterischen und räumlichen Aspekten zur Hitzeminderung vor. Stadtrat und Stadtverwaltung übernehmen mit dem Rahmenplan Stadtklima eine Vorbildrolle für die Anpassung an den Klimawandel.

Illustration eines zukünftigen Stadtplans mit Gebäuden und Grünflächen.
Visualisierung möglicher Klimaanpassungsmassnahmen am Beispiel der Stadtstruktur «Grüne Wohnstadt»
© Stadt Winterthur

Klimaanalyse-Karten auf dem Stadtplan

Seit 2022 sind auf dem Online-Stadtplan hochauflösende Klimaanalysekarten (Auflösung 5 x 5 m) verfügbar. Sie helfen dabei, Gebiete mit starker Hitzebelastung zu erkennen, Grün- und Freiflächen zu identifizieren, die besonders viel zur Kaltluftlieferung beitragen, und den nächtlichen Kaltluftaustausch zu verstehen. 

Die Karten ermöglichen zudem Rückschlüsse auf stadtklimatische Auswirkungen von Bauvorhaben:

  • Wie hoch ist die Wärmebelastung? 
  • Wo entsteht Kaltluft? 
  • Wie stark kann sich die Stadt infolge des nächtlichen Kaltluftaustausches abkühlen? 
  • Wie gross ist der Kaltluftvolumenstrom? 
  • Welche Strömungsgeschwindigkeit haben die Flur- und Strukturwinde? 

Kontakt

Nicolas Perrez

Projektleiter

Pionierstrasse 7
8403 Winterthur
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