Freiraumstrategie

Die Einwohnerzahl von Winterthur wächst stetig. Damit steigen auch die Ansprüche an öffentliche Freiräume. Auf gleicher Fläche verdichten sich die Bedürfnisse nach Erholung, Bewegung, Begegnung und Naturerleben. Um diesen Entwicklungen und den ökologischen Anforderungen vorausschauend zu begegnen, wurde eine Freiraumstrategie für die Gartenstadt erarbeitet. Sie zeigt auf, wie die öffentlichen Freiräume Winterthurs künftig entwickelt, gestaltet und vernetzt werden sollen.
Abstrakte kartenartige Grafiken auf grünem Hintergrund.
© Stadtgrün Winterthur

Warum eine Freiraumstrategie?

Mehr Lebensqualität für alle – heute und morgen

Park- und Grünanlagen, baumbegleitete Strassenzüge, Plätze und der angrenzende Wald tragen entscheidend zur hohen Lebensqualität in Winterthur bei. All diese Freiräume und Grünstrukturen verbessern auch das Stadtklima, fördern die Biodiversität und bieten Raum für Freizeit, Ruhe, Bewegung und vieles mehr.

Winterthur verfügt über vielfältige Grün- und Freiräume, die unterschiedliche Ansprüche erfüllen sollen – von Erholung bis Biodiversität. Damit diese Freiräume erhalten und weiterentwickelt werden können, braucht es eine gemeinsame Ausrichtung. Die Freiraumstrategie benennt Anforderungen, Ziele und Vorhaben. Sie stützt sich auf Analysen und Bewertungen, berücksichtigt aber auch Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Stadt. Sie formuliert damit ein Zukunftsbild für Winterthurs Freiräume und schafft ein gemeinsames Verständnis für deren nachhaltige Entwicklung.

Die Freiraumstrategie Winterthur baut auf der im Jahr 2021 verabschiedeten Räumlichen Entwicklungsperspektive Winterthur 2040 auf und ersetzt den Leitfaden zur Weiterentwicklung und Positionierung der Gartenstadt Winterthur von 2013. Die Entwicklungsperspektive hat dabei unter anderem das freiräumliche Leitbild der drei Landschaften geprägt. Die Freiraumstrategie vertieft nun diese räumlichen Entwicklungsabsichten. 

Freiraumversorgung im Überblick

Wie gut ist Winterthur mit Freiraum versorgt?

Damit Freiräume auch in Zukunft den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden, wurde ihre Versorgung genau untersucht. Die Analyse betrachtet sowohl die Menge der vorhandenen Freiräume als auch ihre Qualität. 

  • Quantitativ: Es wurden Mindestflächen für Freiräume festgelegt. Anschliessend wurde das heutige Angebot untersucht: wie gross die Flächen sind, was sie leisten und wie gut sie für die Bevölkerung und Arbeitnehmende erreichbar sind. 
  • Qualitativ: Es wurde geprüft, wie gut die Freiräume nutzbarsind und wie angenehm der Aufenthalt dort ist. Dabei wurden verschiedene Nutzungen berücksichtigt: Erholung, Spielen, Bewegung und das Erleben von Natur.

Die fünf Leitziele

Ziele für die künftige Freiraumentwicklung

Die Freiraumstrategie nennt fünf zentrale Ziele. Sie richten sich nach den heutigen und künftigen Herausforderungen und stellen zugleich die besonderen Qualitäten der einzelnen Orte in den Mittelpunkt:

  1. lebenswert und vielfältig – Freiräume für Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Bedürfnissen
  2. ökologisch vernetzt – naturnahe Räume stärken und miteinander verbinden
  3. klimaangepasst – Grünräume als Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel
  4. blau und grün zusammen – Wasser und Vegetation bilden eine Einheit
  5. Winterthur-spezifisch – Freiräume mit lokalem Charakter, mit denen sich die Menschen gut verbunden fühlen.

Freiraumentwicklung gezielt steuern

Von der Vision zu konkreten Massnahmen

Die Ergebnisse der Freiraumanalyse wurden mit den weiteren, vorhandenen städtischen Strategien abgeglichen und in einer Strategiekarte zusammengeführt. Diese gibt einen Gesamtüberblick, orientiert sich an den fünf Leitzielen und zeigt auf, in welchen Bereichen übergeordneter Handlungsbedarf besteht. 

Die Konzeptkarte konkretisiert die strategische Ausrichtung räumlich und benennt zudem ortsspezifische Massnahmen. Dabei stehen drei Handlungsabsichten im Zentrum:

  • Sichern: Wertvolle Freiräume langfristig erhalten und ihre Qualitäten weiter verbessern
  • Transformieren: Bestehende Flächen gezielt aufwerten und an neue Anforderungen anpassen
  • Neu entwickeln: Neue Freiräume schaffen

Die Massnahmen werden Schritt für Schritt umgesetzt. Dabei helfen klare Umsetzungsprinzipien. Sie ergänzen die Leitziele und zeigen, wie Freiraumprojekte konkret gestaltet werden können. So werden die Massnahmen gezielt, wirksam und passend zum Ort umgesetzt. Die Umsetzungsprinzipien sind: Flächen mehrfach nutzen (multicodieren), Grünräume vernetzen, klimaangepasst gestalten, zukunftsfähig bepflanzen, Schwammstadt umsetzen, blau-grün gestalten, beraten, gemeinschaftlich entwickeln sowie informieren und sensibilisieren.

Die Freiraumstrategie dient als Orientierungshilfe. Sie richtet sich an die Stadtverwaltung, aber auch an private und institutionelle Akteure bei Planungen und Projekten. Gleichzeitig soll sie die Bevölkerung und alle Interessierten für die Bedeutung und die zukünftige Entwicklung der Grünräume aufmerksam machen. Die Karten liefern dazu hilfreiche Informationen zu einzelnen Orten, zeigen Handlungsmöglichkeiten auf und machen konkrete Vorschläge für die Umsetzung.

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Stadtgrün Winterthur

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Turbinenstrasse 16
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