Trotz Streikandrohung: Der Stadtrat zeigt weiterhin Gesprächsbereitschaft
Eine Delegation des Stadtrats und von Stadtbus unter Einbezug der Leiterin des Personalamts versuchte in den letzten Tagen in Verhandlungen mit dem Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) zu treten. Dabei wurde dem VPOD ein weiterer Verhandlungstermin am 24. März angeboten. Der VPOD stellt gleichzeitig Forderungen, die bis nächsten Mittwoch erfüllt sein müssen – ansonsten ein Streik ausgerufen wird. Der Stadtrat nimmt das mit Bedauern zur Kenntnis und ruft die Belegschaft zu weiteren Verhandlungen auf.
Nach dem Warnstreik bei Stadtbus von letzter Woche haben sich eine Stadtratsdelegation (Stadtrat Stefan Fritschi, Stadtpräsident Michael Künzle, Stadtrat Kaspar Bopp) und eine Delegation von Stadtbus unter Einbezug der Leiterin Personalamt mit der Gewerkschaft VPOD (vertreten durch Micha Amstad und vier Stadtbusmitarbeitende) zu insgesamt zwei Gesprächen getroffen. Die zentralen Forderungen, welche die Gewerkschaftsvertretung im Vorfeld eingebracht hatte, betreffen Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit, die aktuelle Ersatzdienstregelung sowie den Umgang mit Minuszeiten.
Die städtischen Arbeitgebervertreterinnen und -vertreter präsentierten an der Sitzung vom Dienstag ein konkretes Angebot zur Lösungsfindung. Dieses sah eine Absichtserklärung und einen realistischen Fahrplan vor (Medienmitteilung von gestern). Im Bereich der Ersatzdienste hatte Stadtbus bereits an der letzten Verhandlungsrunde zu einer Forderung einen konkreten Vorschlag gemacht.
Die Personalversammlung des VPOD hat gestern Abend nun beschlossen, dem Stadtrat eine Frist bis kommenden Mittwoch zu setzen, um ein substanzielles Angebot im Rahmen der ursprünglich gestellten Forderungen vorzulegen. Ansonsten wird ein unbefristeter Streik ausgerufen. Der Stadtrat nimmt diesen Entscheid zur Kenntnis. Er ist weiterhin offen für Verhandlungen über die Anstellungsbedingungen bei Stadtbus Winterthur. Dem Stadtrat ist wichtig festzuhalten, dass er die Anliegen der Mitarbeitenden sehr ernst nimmt.




