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Altersstrategie 2026: Winterthur soll noch altersfreundlicher werden

02.04.2026
Die Winterthurer Bevölkerung wird immer älter. Mit der Altersstrategie 2026 zeigt die Stadtverwaltung auf, welche Massnahmen sie ergreift, um die Altersfreundlichkeit Winterthurs zu erhalten und zu stärken. Dazu zählen unter anderem besser zugängliche Informationen oder die Aufwertung von Strassenräumen, Plätzen und Parks, wo sich Senior:innen besonders häufig aufhalten.

Die Winterthurer Bevölkerung wird immer älter. Mit der Altersstrategie 2026 zeigt die Stadtverwaltung auf, welche Massnahmen sie ergreift, um die Altersfreundlichkeit Winterthurs zu erhalten und zu stärken. Dazu zählen unter anderem besser zugängliche Informationen oder die Aufwertung von Strassenräumen, Plätzen und Parks, wo sich Senior:innen besonders häufig aufhalten.

Im Jahr 2040 wird jede fünfte Person in Winterthur älter als 65 Jahre sein – das sind rund 28'000 Menschen. Damit Winterthur eine altersfreundliche Stadt ist und bleibt, hat die Fachstelle Alter und Gesundheit eine Altersstrategie erarbeitet. Darin werden die gegenwärtige Situation sowie Herausforderungen der älteren Bevölkerung analysiert und Massnahmen definiert. Die Altersstrategie sensibilisiert alle städtischen Stellen für die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung und stellt sicher, dass sich alle an denselben Zielvorstellungen und Handlungsprinzipien orientieren.

Breite Mitwirkung von Winterthurer Senior:innen

Die Altersstrategie 2026 stützt sich auf die Erkenntnisse eines breiten Mitwirkungsprozesses. Im Frühling 2024 haben vier öffentliche Mitwirkungsanlässe an verschiedenen Standorten in der Stadt Winterthur stattgefunden. Über 300 Senior:innen aus allen Quartieren haben dort ihre Ideen, Anliegen und Visionen für Winterthur eingebracht. Zusätzlich fand ein Workshop für Fachleute statt, an dem über 50 Personen aus der Stadtverwaltung und von Organisationen aus dem Altersbereich teilnahmen. Die Erkenntnisse aus den Mitwirkungsanlässe und dem Fachpersonen-Workshop sind in die Erarbeitung der Altersstrategie eingeflossen.

Den meisten Winterthurer Senior:innen geht es gut

Die Mitwirkungsanlässe haben gezeigt: Vielen Senior:innen in Winterthur geht es gut. Die grosse Mehrheit der 65-Jährigen und Älteren lebt selbstbestimmt in Kleinhaushalten, ist finanziell gut abgesichert und pflegt regelmässige Kontakte zu Familienmitgliedern oder Freund:innen. Und: Viele ältere Menschen engagieren sich freiwillig.

Die Stadt Winterthur verfügt bereits heute über eine gut ausgebaute und wirksame Alterspolitik sowie über eine hohe Altersfreundlichkeit. Dies zeigt sich unter anderem an der Vielfalt bestehender Treffpunkte und Quartierangebote, an den wirksamen Ergänzungsleistungen zur Existenzsicherung im Alter, an den verschiedenen Wohnangeboten für ältere Menschen sowie an einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrs- und Fusswegnetz.

Handlungsbedarf besteht bei der Information

Trotz der bereits guten Altersfreundlichkeit besteht in einzelnen Bereichen Handlungsbedarf. So besteht zwar ein breites Angebot, aber das Wissen darüber fehlt häufig. Bestehende Angebote sollen deshalb sichtbarer gemacht werden, zum Beispiel durch zusätzliche Kommunikationskanäle. Geplant ist zudem, Informationen künftig auf Italienisch zu publizieren. Um den Zugang zu Ergänzungsleistungen zur AHV zur erleichtern, sollen die Informationen dazu künftig in einfacher Sprache bereitgestellt werden.

Auch der öffentliche Raum und die Mobilität stehen im Fokus weiterer Verbesserungen. Orte und Wegachsen mit besonderer Bedeutung für ältere Menschen sollen identifiziert und gezielt aufgewertet werden. Ergänzend dazu sind Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit vorgesehen, etwa zusätzliche Parkverbots- und Langsamfahrzonen für E-Trottinette.

Handlungsfelder und Massnahmen der neuen Altersstrategie

Information und Beratung
  • Informationen für Senior:innen über analoge Kanäle breiter streuen
  • Website www.altersforum.ch bekannter machen
  • Broschüre «Älter werden in Winterthur» überarbeiten und neu auflegen
  • Informationen für Senior:innen auf Italienisch publizieren
Soziale Teilhabe und Engagement
  • Bestehende Angebote bekannter machen
  • Kontakt zu Quartier- und Ortsvereinen etablieren
  • Bibliotheken noch stärker als Anlaufstellen und Treffpunkte für Senior:innen etablieren
  • Alzheimer-Gipfeltreffen als Pilotprojekt in Winterthur einführen
Finanzielle Sicherung
  • Merkblätter zum Bezug von Zusatzleistungen in einfacher Sprache verfügbar machen
  • Regelmässige Informationsveranstaltungen zum Thema Zusatzleistungen durchführen
  • Nutzung der neuen Hilfe- und Betreuungsleistungen zu Hause (ZLV-Änderung per 1.1.2025) evaluieren
Wohnen
  • Regelmässigen Austausch der Fachstelle Alter und Gesundheit mit der/dem Wohnstrategie-Verantwortlichen etablieren
  • Akteur:innen des Wohnungsmarkts für die Bedürfnisse von älteren Menschen sensibilisieren
  • Regelmässigen Austausch mit der Gaiwo etablieren
  • Bekanntheit der städtischen Wohnberatung erhöhen und Wohnberatung als zentrale Anlaufstelle für das Wohnen im Alter positionieren
Öffentlicher Raum und Mobilität
  • Orte und Wegachsen mit besonderer Bedeutung für ältere Menschen identifizieren und Verbesserungspotenzial aufzeigen
  • Konzept zur Verbesserung der Freiraumqualität an Orten und Wegachsen mit besonderer Bedeutung für ältere Menschen erarbeiten
  • Einrichten weiterer Parkverbotszonen und Langsamfahrzonen für E-Trottinette
  • Regelmässige Information und Sensibilisierung der älteren Bevölkerung zur sicheren Mobilität im Alter

Die Altersstrategie kann unter stadt.winterthur.ch/altersstrategie heruntergeladen werden.

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