Schulhaus Geiselweid | Effi Bannister, David Kümin, Marco Wyss, Samuel Jordi | Unsere farbige Stadt

Unsere farbige Stadt (2025) ist ein partizipatives Kunst-und-Bau-Projekt von Effi Bannister, David Kümin, Marco Wyss und Samuel Jordi für das Schulhaus Geiselweid. Ausgehend von den Lieblingsorten der Schüler:innen entstand eine begehbare Installation sowie ein dauerhaftes Panorama in der Schulbibliothek. Das Projekt verbindet historische und zeitgenössische Bilder Winterthurs und macht die Stadt aus der Perspektive ihrer jüngsten Bewohner:innen sichtbar.
Raum mit Holzdecke und bunter Wandkunst.
Unsere farbige Stadt im Schulhaus Geiselweid
© Marcel Nüesch

Über das Werk

Unsere farbige Stadt entstand im Rahmen der Sanierung des Schulhauses Geiselweid als partizipatives Kunst-und-Bau-Projekt. Ausgangspunkt war das historische Winterthur-Panorama von Louis Calame im Singsaal. Die vier Kunstschaffenden übertrugen dessen zentrale Fragestellung in die Gegenwart und luden alle Schüler:innen ein, ihren persönlichen Lieblingsort in Winterthur zu gestalten.

Aus den grossformatigen Bildern entstand eine begehbare Rauminstallation, die den Singsaal für kurze Zeit in eine farbenfrohe Stadtlandschaft verwandelte. Zwischen historischen Ansichten, den gemalten Lieblingsorten der Kinder und dem Blick aus den Fenstern auf das heutige Winterthur entstand ein Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Als dauerhaftes Element blieb ein Panorama in der Schulbibliothek erhalten. Es setzt sich aus ausgewählten Arbeiten der Schüler:innen zusammen und ist so konzipiert, dass es künftig mit neuen Beiträgen weiterwachsen kann. Unsere farbige Stadt versteht Kunst als gemeinschaftlichen Prozess und macht die Schule zu einem Ort, an dem viele Perspektiven zu einem gemeinsamen Bild der Stadt zusammenwachsen.

Über die Kunstschaffenden

Effi Bannister, David Kümin, Marco Wyss und Samuel Jordi entwickeln künstlerische Projekte, die Menschen aktiv in den Entstehungsprozess einbeziehen. Für das Kunst-und-Bau-Projekt Unsere farbige Stadt schufen sie gemeinsam einen offenen Gestaltungsraum, in dem die Schüler:innen ihre eigenen Erinnerungen, Lieblingsorte und Vorstellungen von Winterthur künstlerisch ausdrücken konnten. 

Die Rolle der Kunstschaffenden bestand dabei nicht darin, Bilder vorzugeben, sondern einen Rahmen für gemeinsames Arbeiten zu schaffen. Aus den zahlreichen Einzelwerken entwickelten sie eine räumliche Installation sowie ein dauerhaftes Panorama, das den Dialog zwischen Architektur, Geschichte und den vielfältigen Perspektiven der Kinder sichtbar macht. Das Projekt verbindet künstlerische Gestaltung mit Partizipation und zeigt, wie gemeinsames Schaffen Identität stiften und einen Ort nachhaltig prägen kann.

Für diesen Inhalt zuständig

Fachstelle Kunstsammlung & Kunst-und-Bau

Karin Frei Rappenecker
Pionierstrasse 7
8400 Winterthur
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