Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO): die Stadt von morgen gut gestalten

Die heutige Bau- und Zonenordnung (BZO) ist seit über 25 Jahren in Kraft. Sie orientiert sich an den Herausforderungen der 1990er-Jahren. Damit wird sie den heutigen Herausforderungen nicht mehr gerecht: Immer mehr Menschen arbeiten, studieren, wohnen in Winterthur. Der Anteil älterer Menschen steigt und auch der Klimawandel fordert Anpassungen bei der Gestaltung der Stadt. Nach dem kommunalen Richtplan soll darum auch die BZO gründlich überarbeitet werden.
Grafik mit Illustrationen von Gebäuden und Bäumen auf orangefarbenem Hintergrund.
© Weissgrund

Warum braucht es eine Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO)?

Als die heutige BZO festgelegt wurde, stand Winterthur noch immer im Zeichen des tiefgreifenden Umbruchs nach dem Ende der Industrieära. Die Stadt stand vor der Aufgabe, dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze und der stagnierenden Bevölkerungszahl zu begegnen. Seither ist die Bevölkerung um fast einen Viertel auf 125'000 Einwohnende und die Zahl der Arbeitsplätze um die Hälfte auf 75'000 gestiegen. Bis 2040 rechnet Winterthur mit einem weiteren Bevölkerungswachstum und zusätzlichen Arbeitsplätzen. Um den Menschen auch im Winterthur von morgen attraktiven Lebensraum zu bieten, soll die Stadt vor allem in sieben Schwerpunkträumen und entlang des «urbanen Rückgrats» wachsen (mehr dazu in der Räumliche Entwicklungsperspektive Winterthur 2040). Die BZO-Revision stellt die Weichen, damit die künftige bauliche Entwicklung qualitätsvoll erfolgen kann.

Winterthurer Planungsgeschichte

Die Planungsgeschichte Winterthurs zeigt die Entwicklung von der historischen Altstadt über die grosse Eingemeindung von 1922 bis zur Transformation ehemaliger Industrieareale.

Die wichtigsten Herausforderungen

Lebens- und Arbeitsraum für mehr Menschen: Winterthur soll vor allem in den bereits bebauten Gebieten und auf freien Flächen innerhalb des Siedlungsgebiets wachsen und seine Quartiere behutsam weiterentwickeln. 

Vielfältige bauliche Entwicklung: Die bauliche Entwicklung konzentriert sich auf sechs Schwerpunkträume, das urbane Rückgrat sowie auf gut versorgte und erschlossene Gebiete wie beispielsweise im Umfeld der Quartierbahnhöfe

Das Bestehende sorgfältig weiterentwickeln: Die Quartiere und die Altstadt sollen ihre prägenden Strukturen und Identität bewahren. Zugleich schafft eine sorgfältige Weiterentwicklung attraktive und vielfältige Räume.

Klimagerecht wachsen: Mehr Grün, Bäume und entsiegelte Böden sorgen für eine kühlere Stadt. Und der Erhalt wertvoller Bausubstanz soll zu den von der Bevölkerung 2021 beschlossenen Klimazielen beitragen. 

Grün- und Freiräume: Die Pärke, Gärten, Wälder und Wiesen, Freizeitanlagen sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen sollen weiterhin zur hohen Lebensqualität in Winterthur beitragen. Die Biodiversität soll auch im Siedlungsraum erhalten und gefördert und wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna sollen miteinander vernetzt werden.

Diese Fragen sind mit der aktuellen BZO-Revision zu klären

Diagramm mit vier thematischen Kategorien und Illustrationen.
© Weissgrund

Was regelt die BZO, was der Richtplan?

Die Bau- und Zonenordnung (BZO) 

  • legt fest, was Eigentümerinnen und Eigentümer auf ihrem Grundstück bauen dürfen
  • definiert, wo Wohnraum, Gewerbe oder öffentliche Nutzungen entstehen, wie hoch und wie dicht gebaut werden darf usw.
  • ist direkt relevant für Baugesuche

Der kommunale Richtplan hingegen 

  • ist primär für Behörden verbindlich
  • definiert die strategischen Leitplanken, wie sich die Stadt räumlich entwickeln soll
  • regelt die Grundzüge von Siedlung, Landschaft, Verkehr, Infrastruktur 

So gehen wir vor

In Gesprächen mit Anpruchsgruppen wie dem Mieter- und dem Hauseigentümerverband sowie Wirtschafts-, Fach- und Umweltverbänden wurden erste Anliegen für die Überarbeitung der BZO abgeholt. Der weitere Dialog wird im nächsten Schritt mit einem Verfahrenskonzept definiert. 

Zeitleiste mit Phasen zwischen 2025 und 2030.
© Weissgrund

Das macht die revidierte Winterthurer BZO aus

Text mit mehreren Aussagen zur Entwicklung und Planung in Winterthur.

Kontakt

Tanja Geuggis

Projektleiterin

Pionierstrasse 7
8403 Winterthur

Adrian Guntli

Projektleiter

Pionierstrasse 7
8403 Winterthur
  • Seite erstellt am
  • Inhalt zuletzt aktualisiert am
Zurück zu «Laufende Verfahren Raumentwicklung»