Winterthurer Planungsgeschichte

Die Winterthurer Planungsgeschichte zeigt einen faszinierenden Einblick in die städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt in den vergangenen hundert Jahren.

Betrachtet man die historischen Karten, wird sichtbar, welche Bedeutung die Eingemeindung der ehemaligen Vororte 1922 für unsere Stadt hatte. Mit der Eingliederung der Gemeinden Töss, Wülflingen, Veltheim, Oberwinterthur und Seen sowie dem «Nutzungszonenplan» von 1926 wurden die raumplanerischen Grundlagen geschaffen, in denen sich die Stadt bis zum heutigen Tag entwickeln konnte. 

Mit dem Nutzungszonenplan legte Albert Bodmer 1926 einen Besiedlungsplan für Gross-Winterthur vor, ausgerichtet auf eine Bevölkerungszahl von 150'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Eine für die damalige Zeit unglaubliche Zahl. Die «Grundzüge des allgemeinen Bebauungsplanes von Winterthur» aus dem Jahre 1926 zeigen detailliert die Überlegungen hinter dem «Bodmerplan».

Danach geschah sehr lange wenig beziehungsweise nur «Stückwerk». Die Stadt besass zwar für einzelne Gebiete und Quartiere Regelungen fürs Bauen, nicht jedoch eine gesamtstädtische Bau- und Zonenordnung (BZO). Als eine der letzten Zürcher Gemeinden führte sie 1969 ihre erste BZO ein, ganz «im Geiste des Wachstums». Weitere Meilensteine in der Geschichte der Zonenplanung sind die Jahre 1987 («Im Zeichen des Erhalts») und 2000 («Aufbruch und neue Herausforderungen»). Jede dieser Epochen ist geprägt durch ihren «Zeitgeist» und die grossen Herausforderungen, denen sich die Stadt jeweils stellen musste. Der Blick zurück schärft den Blick nach vorne.

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