Mobiles Grün
In der Stadt Winterthur gibt es viele Orte, an denen Pflanzen und dauerhafte Begrünung ein Bedürfnis wären. Eine Gestaltung mit Bäumen, Sträuchern oder Rabatten ist in Folge komplexer Planungsprozesse im öffentlichen Raum oft nur mittelfristig oder aufgrund der baulichen Situation im Untergrund gar nicht möglich. Hier kann der Pflanztrog «MobiGrün» Abhilfe schaffen.
Versiegelte Flächen wie Strassen oder Plätze ohne Schatteneinfall erhitzen die Stadt an heissen Sommertagen zusätzlich. Abhilfe gegen diese Hitze-Inseln schaffen Bepflanzungen. Erhebungen haben ergeben, dass mit Begrünungen die gefühlte Temperatur deutlich gesenkt werden kann. Doch nicht immer ist eine bodengebundene Begrünung im öffentlichen Raum möglich. Gründe dafür können komplexe und lang dauernde Planungsprozesse sein. In anderen Fällen lassen unterirdische Infrastrukturen und Bauten oder eine wiederkehrende temporäre Nutzung der Oberfläche keine dauerhafte Bepflanzung zu.
Hier können die für Stadtgrün Winterthur von Produktdesigner Winfried Schneider entwickelten fünfeckigen Behälter von rund zweieinhalb Metern Durchmesser zum Einsatz kommen. Die grossen Tröge beherbergen nicht nur Stauden, Sträucher und kleine Bäume, sondern bieten gleichzeitig auch Sitzgelegenheiten. Gefertigt werden die Tröge durch eine lokale Zimmerei und Schlosserei. Verwendet wird dafür vorwiegend Winterthurer Holz. Die mobilen Tröge sind so konzipiert, dass sie einzeln oder auch in Gruppen aufgestellt werden können. Bepflanzt werden sie durch Stadtgrün Winterthur.
Mobiles Grün im Stadtgebiet
An diesen Orten in der Stadt Winterthur stehen bereits «MobiGrün»:
- An der Sulzerallee in Neuhegi, eingangs Idapark bei der Bushaltestelle Schulhaus Neuhegi (2 Elemente)
- In der Begegnungszone der Weberstrasse (3 Elemente)
- An der Kreuzung Hegistrasse / Baumschulstrasse (1 Element)
- Beim Güterschuppen Bahnhof Töss (2 Elemente)
- Beim Schulhaus Büelwiesen in Seen (2 Elemente)
- An der Neustadtgasse in der Altstadt (2 Elemente)
- An der Freiestrasse in Töss (5 Elemente)
- Zur Kesselschmiede (2 Elemente)
- An der Dammstrasse in Töss (2 Elemente)
- Am Rennweg im Neuwiesenquartier (2 Elemente)
- Profil Grüze (4 Elemente)
- Bei der Kantonsschule Rychenberg (4 Elemente)
- Beim Kindergarten Eigenheim am Eigenheimweg (2 Elemente)
Geplante Standorte in der Altstadt
Eine dauerhafte Begrünung der Altstadt ist aufgrund verschiedener Herausforderungen, bedingt durch unter- und oberirdische Infrastrukturen, Erschliessungen, Feuerwehrzufahrten, verpachteten Flächen, Märkten, Festanlässen, Lage in der archäologischen Schutzzone, dem Denkmal- und Ortsbildschutz und vielem mehr, nur mit einer intensiven und langen Planungszeit umsetzbar. Als Übergangslösung plant Stadtgrün Winterthur den Einsatz der bewährten «MobiGrün» an elf ausgewählten Standorten in der Altstadt. Diese werden im Rahmen des eingereichten Baugesuches ab 5. März 2026 mit Infotafeln sichtbar. Interessierte können die entsprechenden Planunterlagen im Zeitraum vom 6. bis 26. März 2026 beim Amt für Baubewilligung einsehen.
Bepflanzung von Mobilem Grün an der Kantonsschule Rychenberg
Im Rahmen eines Klimaaktionstages an der Kantonsschule Rychenberg haben Schüler:innen in Zusammenarbeit mit Stadtgrün Winterthur und der Klimaschutzorganisation «My Blue Planet» verschiedene Stauden und Gehölze in die mobilen Grün-Elemente auf dem Schulareal gepflanzt. In einem kurzen Videobeitrag zeigen die Schüler:innen, was für Sorten sie gepflanzt haben, welche Eigenschaften diese Pflanzen aufweisen und was für einen Nutzen diese den Menschen und Tieren bringen.




