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Zwischennutzung des ehemaligen Busdepots Deutweg als Asylunterkunft

11.03.2016

Der Kanton Zürich beabsichtigt, das Durchgangszentrum für Asylsuchende in der Zivilschutzanlage Mattenbach Ende Mai zu schliessen. Auf diesen Zeitpunkt hin muss anstelle des Kantons die Stadt Winterthur 100 Plätze für Asylsuchende zur Verfügung stellen.

Der Kanton Zürich beabsichtigt, das Durchgangszentrum für Asylsuchende in der Zivilschutzanlage Mattenbach Ende Mai zu schliessen. Auf diesen Zeitpunkt hin muss anstelle des Kantons die Stadt Winterthur 100 Plätze für Asylsuchende zur Verfügung stellen. Diese Plätze werden im alten Busdepot Deutweg geschaffen. In den Hallen mit Tageslicht werden dieselben Holzhäuschen wie in der Kirche Rosenberg aufgestellt, so dass die Unterkunft für Familien und Einzelpersonen geeignet ist. Die Zwischennutzung als Asylunterkunft ist befristet bis zum Baubeginn der neuen genossenschaftlichen Wohnsiedlung auf dem Areal.

Auf dem Areal des Busdepots Deutweg wird in den nächsten Jahren ein städtebaulich, ökologisch und sozial wegweisendes Projekt realisiert. Die beteiligten Wohnbau-Genossenschaften beziehen denkmalgeschützte Bereiche mit ein und schaffen ein attraktives Zentrum für die Quartierbevölkerung. Während diese Planungen fortschreiten, wird in Teilbereichen des Areals Flüchtlingen Unterkunft gewährt. Die Asylsuchenden werden der Stadt Winterthur vom Kanton zugewiesen; es dürften Familien und Einzelpersonen sein, die ab Juni in die Halle einziehen. Viele von ihnen werden voraussichtlich in der Schweiz bleiben können und in Winterthur einen neuen Lebensabschnitt beginnen.

Mit einigen baulichen Anpassungen kann die Asylunterkunft im Busdepot realisiert werden, der Denkmalschutz wird gewahrt. Aus Brandschutzgründen ist eine (rückbaubare) Trennwand nötig. Die Wände werden gereinigt und gestrichen, die Böden abgedeckt. In der alten Spritzerei, einer schmalen Zwischenhalle, werden Dusch- und WC-Container aufgestellt. Auf dem nördlichen und südlichen Vorplatz werden Küchen-Container platziert.

Im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylsuchenden entstehen der Stadt Winterthur Kosten für die baulichen Investitionen, die in der Regel über kantonale Beiträge refinanziert werden können. Zudem ist mit Aufwendungen für die Betreuung, die Fallführung in der Sozialhilfe Asyl und für die Schulung der Kinder zu rechnen. Da die Erfüllung der Aufnahmequote gesetzlich vorgegeben ist, gelten diese Aufwendungen als gebundene Kosten.

Schwierige Prognose zur Flüchtlingssituation

Die Asylunterkunft im Busdepot wird vorerst für 100 Personen in Betrieb genommen. Da eine Prognose zum weiteren Verlauf der Flüchtlingssituation schwierig ist, schafft die Stadt Winterthur bereits jetzt die Voraussetzungen, um im Notfall kurzfristig zusätzliche Plätze für Flüchtlinge bereitstellen zu können. Sollte es die geopolitische Situation erfordern, dass der Kanton die Asyl-Aufnahmequote für die Gemeinden erneut erhöhen muss, so könnte die Asylunterkunft im Busdepot in mehreren Etappen auf maximal 300 Plätze erweitert werden.

Zusammenleben im Quartier

Für den Betrieb der Unterkunft und die Betreuung der Asylsuchenden ist die Abteilung Asyl der Stadt Winterthur verantwortlich, eine 24-Stunden-Betreuung wird sichergestellt. Eng involviert ist auch die Stadtpolizei Winterthur für die Sicherheit im Quartier. Die Koordination von Anliegen und Angeboten aus der Umgebung erfolgt durch die bereits bestehende Begleitgruppe, die von der Quartierentwicklung geführt wird. Dank dem überaus erfreulichen Engagement von Freiwilligen wurden im Quartier Mattenbach bereits einige Projekte für Asylsuchende und Flüchtlinge gestartet.

Informationsveranstaltung für Anwohnende

Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers findet eine Informationsveranstaltung statt am Donnerstag, 21. April um 19.30 Uhr in der Alten Kaserne, Saal im Erdgeschoss, Technikumstrasse 8, 8400 Winterthur.

Die Verantwortlichen der Stadt Winterthur informieren und stehen der Bevölkerung Red und Antwort.

Nachmittag der offenen Tür

Öffentliche Besichtigung der Asylunterkunft Busdepot Deutweg, vor Eröffnung am Samstag, 28. Mai 2016 von 13.30 bis 15.30 Uhr im Busdepot, Tösstalstrasse 86

Informationsflyer für die Anwohnenden und weitere Informationen rund um Flüchtlinge und Asyl:  www.stadt.winterthur.ch/asyl

Weitere Informationen.

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