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Zentrale Elemente der Sanierungsarbeiten im Stadtgarten sind fertig

20.02.2026
Der neue Spielplatz «Polis» im Stadtgarten ist samt neu gestalteten sowie restaurierten Sitzgelegenheiten seit dieser Woche für die Öffentlichkeit zugänglich. Das historische Wasserbecken ist fertig saniert. Die historischen Parkleuchten sind mit energiesparenden Leuchtmitteln umgerüstet worden. Für die «Buvette» hat ein Gastrounternehmen mittels Ausschreibung den Zuschlag erhalten und das vor wenigen Monaten in Betrieb genommene neue, IV-gerechte Toilettengebäude neben dem Spielplatz hat sich bewährt. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich im Sommer etwas früher als geplant abgeschlossen sein.
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Spielplatz Polis am Stadtgarten / Stadt Winterthur

Der neue Spielplatz «Polis» im Stadtgarten ist samt neu gestalteten sowie restaurierten Sitzgelegenheiten seit dieser Woche für die Öffentlichkeit zugänglich. Das historische Wasserbecken ist fertig saniert. Die historischen Parkleuchten sind mit energiesparenden Leuchtmitteln umgerüstet worden. Für die «Buvette» hat ein Gastrounternehmen mittels Ausschreibung den Zuschlag erhalten und das vor wenigen Monaten in Betrieb genommene neue, IV-gerechte Toilettengebäude neben dem Spielplatz hat sich bewährt. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich im Sommer etwas früher als geplant abgeschlossen sein.

Der grosse, zentral gelegene Spielplatz «Polis», die bekletter- und bespielbare Stadt in der Stadt, ist fertig gebaut und für Kleinkinder wie auch für schulpflichtige Kinder und ihre Begleitpersonen frei zugänglich. Das Projekt «Polis» des Winterthurer Ateliers Schelb und Partner AG hatte den Wettbewerb im Einladungsverfahren gewonnen. Die grosszügige Anlage bietet ein vielfältiges Angebot an Spielmöglichkeiten für die verschiedensten Bedürfnisse und Altersgruppen. Es hat Kletterbereiche, eine grosse Netzstruktur, einen Verkaufsladen, eine Kleinkinderrutsche, eine Doppelrohrrutsche, eine Röhrenrutsche, Kleinkinderschaukeln, Sand- und Wasserspielbereiche, ein Rohrtelefon, Tast- und Rätselspiele sowie ein Liegenetz. Für Begleitpersonen stehen verschiedene Sitzmöglichkeiten zur Verfügung, darunter neu konzipierte «Winti»-Bänke, Sitzsteine sowie restaurierte Sitzbänke. 

Neue Sitzbänke speziell auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Der frisch sanierte Stadtgarten wird zum Pilot-Aufstellort der von Produktedesigner Winfried Schneider neu entwickelten Sitzbankserie mit dem Arbeitstitel «Winti»-Bank. Als ruhiges, handwerklich präzises Element orientiert sich die Sitzbank für den Stadtgarten an den bestehenden Strukturen, Objekten und Skulpturen im Park. Das leichte, filigrane Gestell ist, in Anlehnung an die Farben der historischen Kandelaber, in dunkler Optik gewählt. Hochwertige Details, wie etwa von Hand gedrehte Armstützen oder runde Aussparungen der Holzlatten verleihen der Bank eine besondere handwerkliche Qualität. Sitzhöhe, Sitzwinkel, Sitzfläche, Armlehnen und sogenannten Tasttraversen für Sehbehinderte sind auf verschiedenste ergonomische Nutzer:innenbedürfnisse ausgerichtet, insbesondere auch auf die von Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Die Banklatten aus naturbelassenem Lärchenholz können nach ihrem Nutzungsende gehäckselt und als Holzschnitzel weiter verwendet werden, zum Beispiel in Fallgruben von Kinderspielplätzen. Es ist vorgesehen, die Banklatten künftig aus stadteigenem Winterthurer Lärchenholz zu fertigen. Banklehne und Sitzfläche mit den Latten sind als Ganzes auswechselbar, was den Unterhalt und die Wartung erleichtern: Nach dem Kanban-Prinzip werden Lehnen und Sitzflächen mit defekten Latten durch die in der Werkstatt revidierten Elemente ersetzt. Das komplette Abmontieren und Revidieren ganzer Bänke über den Winter enfällt damit. Es ist vorgesehen, die bisher über 20 verschiedenen Sitzbanktypen in den historischen Parkanlagen sukzessive durch die neue «Winti»-Sitzbankreihe zu ersetzen, sofern sie sich im Stadtgarten bewährt.

Neben den neuen Sitzbänken wurden auch die historischen Bänke als Zeitzeugen restauriert. Die Löcher und Bruchstücke in den Steinsockeln wurden aufgefüllt, alles vorsichtig gesandstrahlt, geputzt und auf eine neue Sitzhöhe gerichtet. Sitzfläche und Rückenlehne aus naturbelassenem Lärchenholz wurden durch eine weiterentwickelte und wartungsfreundlichere Konstruktion ersetzt. Die drei historischen Bänke, prominent platziert zwischen Blumengarten, Wasserbecken und Museum Oskar Reinhart ergänzen das Sitzplatzangebot.

Sommergastronomie am Baumplatz

Den Zuschlag zur Führung der «Buvette» am neuen Baumplatz hat im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsverfahren die LAB 17 GmbH, betrieben durch Katrin Tiefenauer und Emmanuel Laryea mit ihrem Konzept «NiDO» erhalten. Das gastronomische Angebot ist bewusst klein gehalten, hochwertig, regional und auf die Bedürfnisse eines vielfältigen Publikums abgestimmt. Es soll ein abwechslungsreiches Angebot an Speisen sowie an verschiedenen Getränken zur Auswahl stehen. An Wochenenden ist zusätzlich eine kleine Brunch-Karte vorgesehen. Die Öffnungszeiten sind zwischen 8 Uhr und 22 Uhr erlaubt. An Wochenenden ist die Betriebszeit abends bis 23 Uhr zulässig. Ein ausgewiesener Bereich am Baumplatz ist für Aussentische mit Stühlen vorgesehen. Die Eröffnung ist auf Anfang Mai geplant.

Historisches Wasserbecken frisch saniert

Das historische Wasserbecken wurde abgedichtet, an die gebräuchlichen Sicherheitsregeln angepasst und beleuchtet. Es steht allen Altersgruppen von Stadtgartenbesuchenden in heissen Sommermonaten zum Plantschen auf eigene Verantwortung zur Verfügung. Die Einbauten für die Wassertechnik, wie Werkleitungen und Schächte, sowie auch die Abdichtung des Betons wurden erneuert und vollumfänglich saniert. Das Wasserbecken ist Teil des Wasserwiederverwendungskreislaufs: Regenwasser und das Trinkwasser aus den beiden Brunnen werden im Reservoir gespeichert und über die Umwälzanlage mit dem Wasserbecken ständig ausgetauscht. Aufgrund organischen Eintrags und höheren Umgebungstemperaturen kann das Wasser aufgrund von beispielsweise der Bildung von Grünalgen seine Farbe verändern. Da es sich um zirkulierendes Brauchwasser handelt, wird dieser Vorgang durch äussere Faktoren beeinflusst.

Neue, zusätzliche Toiletten

Das vor wenigen Monaten in Betrieb genommene, neue Toilettengebäude neben dem Spielplatz hat sich bewährt. Es steht für alle rund um die Uhr kostenlos zur Verfügung. Das IV-gerechte WC mit einer Innenkabine ganz aus Chromstahl, selbsterklärenden Apparaten und automatischer Toilettenspülung bietet neben einem Wickeltisch auch sicherheitstechnische Neuerungen. Zusätzlich wird im Souterrain des Barockhäuschens anstelle der aus Sicherheitsgründen geschlossenen WC-Anlage eine Toilettenkabine ohne Vorraum eingebaut. Mit den zusätzlichen Sanitäranlagen im Stadtgarten sollen die hygienischen Verhältnisse im Umfeld der Anlage verbessert werden.

Noch anstehende Arbeiten

Aktuell laufen die Vorbereitungsarbeiten für den Spielplatz «Observatorium», ebenfalls vom Winterthurer Atelier Schelb und Partner AG entworfen, zwischen Schulhaus Altstadt und Stadtgarten gelegen. Läuft alles wettermässig nach Plan, sollte dieser Spielplatz Mitte April eröffnet werden können.

Parallel dazu werden alle Werkleitungen im Boden des Stadtgartens erneuert und die Kulturfläche erstellt. Begonnen wird Ende Februar mit den umfangreichen Sanierungsarbeiten am Barockhäuschen. Saniert werden müssen das Dach, die Fassade, die Fenster, die Heizung, die elektrischen Anlagen und der Kanalisationsanschluss. Zudem wird das Barockhäuschen ans Fernwärmenetz angeschlossen und die beiden Säle werden restauriert.

Bei günstigen Witterungsverhältnissen werden zusätzliche Bäume, Sträucher und Stauden gepflanzt. Ein grosser Abfallunterflurcontainer wird auf der Höhe der jetzigen Baustellenzufahrt von der Museumsstrasse her noch in den Boden eingelassen und diverse Kleinmassnahmen wie Signalisationen und Einfriedungen müssen noch getätigt werden. Die Fertigstellung aller Sanierungsarbeiten sollte planmässig im Sommer erfolgen. Die frisch angesäten Rasenflächen werden aber bis in den Herbst hinein eingezäunt bleiben.

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