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Wachstum muss gelenkt werden

14.10.2014

Die Resultate und Handlungsempfehlungen aus der Veranstaltungsreihe «Wachstum als Herausforderung» der Stadtentwicklung Winterthur liegen in Form der sechsten Broschüre der Schriftenreihe Grossstadt Winterthur vor. Das Wachstum wird primär positiv wahrgenommen, es muss aber gelenkt und umweltverträglich gestaltet werden, so der Tenor des Publikums. Dazu gehört, dass der Mehrwert durch Verdichtung konsequent abgeschöpft, das bestehende Zukunftsbild weiter konkretisiert und dass der öffentliche Verkehr konsequent priorisiert wird. Weiter soll sich die Stadt dafür einsetzen, dass die spezifischen Zentrumslasten angemessen entschädigt werden.

Die Resultate und Handlungsempfehlungen aus der Veranstaltungsreihe «Wachstum als Herausforderung» der Stadtentwicklung Winterthur liegen in Form der sechsten Broschüre der Schriftenreihe Grossstadt Winterthur vor. Das Wachstum wird primär positiv wahrgenommen, es muss aber gelenkt und umweltverträglich gestaltet werden, so der Tenor des Publikums. Dazu gehört, dass der Mehrwert durch Verdichtung konsequent abgeschöpft, das bestehende Zukunftsbild weiter konkretisiert und dass der öffentliche Verkehr konsequent priorisiert wird. Weiter soll sich die Stadt dafür einsetzen, dass die spezifischen Zentrumslasten angemessen entschädigt werden.

Das starke Wachstum der Stadt Winterthur in den vergangenen Jahren wirft auf verschiedenen Ebenen Fragen auf, löst Ängste aus, bietet aber auch viele Chancen. Um diesem Thema eine öffentliche Plattform zu bieten, widmete die Stadtentwicklung Winterthur die traditionelle Veranstaltungsreihe dem Wachstum. An vier Abenden hielten Expertinnen und Experten zu den Themen Freiraum, Finanzen, Bauen und Verkehr Fachreferate, formulierten Thesen sowie Handlungsempfehlungen und diskutierten sie auf dem Podium mit Fachleuten sowie Politikerinnen, Politikern und dem Publikum. In der nun vorliegenden Broschüre sind der Handlungsbedarf sowie die entsprechenden Handlungsempfehlungen der Stadt aufgearbeitet.

Mehrwert abschöpfen

Die Qualitäten von Winterthur als Gartenstadt sollen weiterhin erhalten werden. Der Blick darf nicht nur auf die Vorgärten gerichtet sein, sondern dem veränderten Freizeitverhalten der Bevölkerung angepasst werden. Als Grundlage für die weitere Entwicklung Winterthurs in diesem Bereich dient der Leitfaden Gartenstadt. Zudem sollen Mehrwerte, die durch Verdichtung entstehen, konsequent abgeschöpft und vor Ort unter anderem in den Freiraum investiert werden.

Abgeltung Zentrumslasten neu verhandeln

Ein spezifischer Einfluss des Bevölkerungswachstums auf finanzwirtschaftliche Kennzahlen lässt sich empirisch nicht nachweisen. Meist wirkt es sich positiv aus. In Winterthur ist dem jedoch nicht so, da die Finanzen stark durch den innerkantonalen Finanzausgleich geprägt sind. Eine Erhöhung der Steuerkraft wird durch sinkende Ausgleichszahlungen in der Regel in fast gleichem Umfang kompensiert. Zudem berücksichtigt der Zentrumslastenausgleich, der die spezifischen Kosten der Stadt als regionales Zentrum ausgleichen soll, weder das Bevölkerungswachstum noch die damit verbundenen steigenden Ausgaben in den Bereichen Schule und Soziales, die nicht durch zusätzliche Steuereinnahmen gedeckt werden können. Winterthur muss deshalb weiter darauf hinarbeiten, dass diese überdurchschnittlich hohen Zentrumslasten angemessen abgegolten werden.

Wachstum soll aktiv gesteuert werden

Das Wachstum wird sich fortsetzten, wenn auch etwas abgeschwächt. Solange die Wirtschaft prosperiert und Winterthur attraktiv bleibt, wird sich daran nichts ändern. In der Stadt Winterthur werden die Baulandreserven erst gegen Mitte der 2030er-Jahre zu Ende gehen. Die Bevölkerungszahl wird dann in etwa 125 000 Personen betragen. Die Stadt kann das quantitative Wachstum nur beschränkt steuern, da sich die bebaubaren Flächen mehrheitlich in Privatbesitz befinden. Eher Einfluss nehmen kann sie beim qualitativen Wachstum. Hier ist es Aufgabe der Stadt, entsprechende Strategien weiter zu entwickeln und Regeln zu formulieren. Sie muss eine klare Haltung kommunizieren, entlang welcher Achsen das grösste Entwicklungspotential liegt und welche funktionalen Räume es zu stärken bzw. zu entlasten gilt. Als Vorgabe bei diesen Überlegungen dient das bestehende Zukunftsbild der bipolaren Stadt, das es zu konkretisieren gilt.

Priorisierung des öffentlichen Verkehrs

Mit dem gesteigerten Mobilitätbedürfnis der Bevölkerung spitzen sich auch die Verkehrsprobleme zu. Mit dem städtischen Gesamtverkehrskonzept sollen der ÖV-, Fuss- und Veloverkehr vergrössert und punktuell Verkehrsberuhigungen und Aufwertungen geschaffen werden. Zudem sollen die Bahnhöfe auf Stadtgebiet besser ins städtische ÖV-Netz eingebunden werden. Um die Stadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten, wird weiter beim Bund darauf hingewirkt, dass die Kapazitäten der A1 möglichst rasch ausgebaut werden.

Broschüre «Grossstadt Winterthur - Wachstum als Herausforderung»

Die Schriftenreihe Grossstadt Winterthur beschäftigt sich mit der Zukunft der Stadt Winterthur. Die vorliegende Broschüre ist die sechste in dieser Serie. Weiter sind erschienen: «Stadtentwicklung wohin?», «Städtisches Gesamtverkehrskonzept sGVK», «Wie gelingt eine soziale Stadtentwicklung?», «Integrationspolitik der Stadt Winterthur» und «Leitfaden zur Weiterentwicklung und Positionierung der Gartenstadt Winterthur».

Die Broschüre zum Thema Wachstum steht auf der Webseite der Stadtentwicklung www.stadtentwicklung.winterthur.ch zu Verfügung. Zudem kann sie kostenlos bestellt werden, Tel. 052 267 62 72 oder stadtentwicklung@win.ch .

Weitere Informationen.

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