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Verzicht auf geplante Beteiligung am Windpark Ocean Breeze

04.02.2013

Die Stadt Winterthur wird sich nicht am Windpark Ocean Breeze in der Nordsee beteiligen. Im Jahr 2010 hatte die Winterthurer Stimmbevölkerung für die Beteiligung am Windpark einen Kredit von 4,5 Millionen Franken bewilligt. Seither haben sich jedoch die Rahmenbedingungen für die Investition verändert, wichtige und grosse Investoren haben sich aus dem Projekt zurückgezogen.

Die Stadt Winterthur wird sich nicht am Windpark Ocean Breeze in der Nordsee beteiligen. Im Jahr 2010 hatte die Winterthurer Stimmbevölkerung für die Beteiligung am Windpark einen Kredit von 4,5 Millionen Franken bewilligt. Seither haben sich jedoch die Rahmenbedingungen für die Investition verändert, wichtige und grosse Investoren haben sich aus dem Projekt zurückgezogen. Der Stadtrat hat deshalb beschlossen, diesen Kredit nicht in Anspruch zu nehmen und damit die städtische Investitionsrechnung um 4,5 Millionen Franken zu entlasten.

Im Jahr 2010 bot sich für Stadtwerk Winterthur die Gelegenheit, im Verbund mit Schweizer und deutschen Stadtwerken in den geplanten Off-shore-Windpark Ocean Breeze in Norddeutschland zu investieren. Dafür bewilligte die Winterthurer Stimmbevölkerung einen Kredit über 4,5 Millionen Franken. Die Bewilligung war mit einem Vorbehalt verbunden: Das Vertragswerk musste von allen interessierten Partnern, insbesondere aber vom Stadtrat genehmigt werden.

Das Projekt verfügte damals über einen starken Kapitalgeber, einen grossen Hauptinvestor in Form des Stadtwerk-Verbundes Südweststrom sowie über EU-Sonderfördergelder - somit gute Voraussetzungen für Stadtwerk Winterthur, um Zugang zu erneuerbarem Strom zu erlangen. Aufgrund der seither erfolgten Entwicklung ist die in Aussicht gestellte Wirtschaft-lichkeit auf längere Sicht stark in Frage gestellt. Technische und wetterbedingte Unwäg-barkeiten haben den Bau des Windparks verzögert. Heute steht und produziert erst rund ein Drittel der Windanlagen. Der Endausbau wird voraussichtlich erst Anfang 2014 erreicht sein. Unter anderem haben finanzielle Schwierigkeiten der Projektgesellschaft dazu geführt, dass sich der Hauptinvestor zurückgezogen hat. Auch andere Energieversorgungsunternehmen sind im Verlaufe der letzten Monate aus dem Projekt ausgestiegen. Für Stadtwerk Winterthur als Kleininvestor in diesem Zwei-Milliarden-Projekt ist eine Beteiligung unter den aktuellen Voraussetzungen nicht mehr realistisch. Gestützt auf die Vorbehaltsklausel im seinerzeitigen Volksentscheid hat der Stadtrat darum entschieden, von einer Beteiligung an Ocean Breeze definitiv abzusehen. Stadtwerk Winterthur wird den bewilligten Kredit somit nicht beanspruchen und damit die städtische Investitionsrechnung entlasten.

Der Kraftwerks- und Beteiligungsmarkt für erneuerbare Energien ist noch im Aufbau befindlich. Fast täglich kommen zwar neue Projekte auf den Markt, aber viele erreichen die Realisierungsphase nicht oder erweisen sich als unwirtschaftlich, was eine vorausschauende Projektauswahl für alle investierenden Parteien stark erschwert.

Mit dem kürzlich von der Winterthurer Stimmbevölkerung bewilligten Rahmenkredit über 90 Millionen Franken für erneuerbaren Strom hat Stadtwerk Winterthur die Kompetenz erhalten, um sich sowohl direkt als auch indirekt via Beteiligungsgesellschaften an Kraftwerken zu beteiligen. Um allfällige Risiken zu minimieren, beabsichtigt Stadtwerk Winterthur unter anderem, Investitionen verstärkt in Verbund mit Partnern zu tätigen. Dabei werden im In- und Ausland vor allem Projekte geprüft, die bereits weit fortgeschritten oder sogar in Betrieb sind. Ein Schritt in diese Richtung wurde mit dem Beitritt zur Beteiligungsgesellschaft «Swisspower Renewables» gemacht. Zudem konnte festgelegt werden, dass eine grosse Tranche des Rahmenkredits für Direktinvestitionen in inländische Projekte und insbesondere in die Fotovoltaik im Raum Winterthur eingesetzt werden soll.

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