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Stadtrat gegen Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»

13.05.2026
Im Einklang mit dem Schweizerischen Städteverband (SSV) empfiehlt der Winterthurer Stadtrat, die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» abzulehnen. Die Initiative gefährdet aus Sicht des Stadtrats den hiesigen Wirtschaftsstandort, verschärft den Fachkräftemangel und stellt die bewährten bilateralen Beziehungen mit der Europäischen Union in Frage.

Im Einklang mit dem Schweizerischen Städteverband (SSV) empfiehlt der Winterthurer Stadtrat, die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» abzulehnen. Die Initiative gefährdet aus Sicht des Stadtrats den hiesigen Wirtschaftsstandort, verschärft den Fachkräftemangel und stellt die bewährten bilateralen Beziehungen mit der Europäischen Union in Frage.

Die Schweizer Städte sind die zentralen Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Auch Winterthur ist als sechstgrösste Stadt der Schweiz ein bedeutender Bildungs-, Forschungs- und Wirtschaftsstandort. Die öffentliche Hand, zahlreiche lokale Unternehmen, Bildungsinstitutionen sowie Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialbereich sind auf qualifizierte Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland angewiesen. Bereits heute ist der Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen deutlich spürbar – sowohl in städtischen wie auch in privatwirtschaftlichen Institutionen.

Die Annahme der Initiative würde den Zugang zu dringend benötigten Fachkräften zusätzlich erschweren. Besonders betroffen wären unter anderem das Gesundheitswesen, die Pflege, die Bildung, die Forschung sowie technologieorientierte Unternehmen oder auch das Bauwesen. Für den Stadtrat ist klar: Ein starkes und innovatives Winterthur braucht wie alle Schweizer Städte offene und verlässliche Rahmenbedingungen.

Der Stadtrat teilt zudem die Einschätzung des SSV (vgl. Medienmitteilung vom 11.5.2026), dass die Initiative den bilateralen Weg mit Europa gefährdet. Langfristig stabile Beziehungen zu den europäischen Nachbarn sind aber in der aktuellen weltpolitischen Lage wichtiger denn je. Die Personenfreizügigkeit und die bilateralen Verträge sind für die exportorientierte Wirtschaft sowie für Forschung und Innovation von zentraler Bedeutung. Eine Kündigung dieser Abkommen hätte sehr negative Folgen für Unternehmen, Hochschulen und öffentliche Institutionen – auch auf dem Platz Winterthur.

Die Stadt Winterthur anerkennt gleichzeitig, dass Bevölkerungswachstum Herausforderungen mit sich bringt – etwa beim Wohnraum, bei der Mobilität oder bei der Infrastruktur. Diese Aufgaben lassen sich jedoch nicht mit starren Bevölkerungsobergrenzen lösen. Gefragt sind vielmehr gezielte Investitionen, eine vorausschauende Raumplanung und eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Winterthur hat in den vergangenen Jahren wiederholt bewiesen, dass die Stadt Wachstum aktiv gestalten kann und dies auch in Zukunft tun wird. Der Stadtrat empfiehlt deshalb, die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» am 14. Juni 2026 abzulehnen.

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