Sicherheitsbericht 2025
Winterthur bleibt auch 2025 die sicherste Grossstadt der Schweiz: Straftaten gehen zurück, Verkehrsunfälle nehmen ab. Die zentralen Sicherheitsthemen bleiben die Herausforderungen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt, Konflikte im öffentlichen Raum und Verkehrssicherheit.
Die Anzahl Straftaten gemäss Strafgesetzbuch ist nach drei Jahren des Anstiegs erstmals wieder leicht rückläufig und bei der Anzahl Gewaltstraftaten pro 1000 Einwohner:innen weist Winterthur den tiefsten Wert der zehn grössten Städte der Schweiz aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert jedoch leicht angestiegen (2024: 7.0, 2025: 7.2). Dies ist in erster Linie auf eine Zunahme bei einfachen Köperverletzungen zurückzuführen. Eine Verbesserung ist bei der Verkehrssicherheit feststellbar. Die Anzahl Verkehrsunfälle auf Stadtgebiet ist erneut zurückgegangen. Ähnlich hoch wie in den letzten Jahren blieb jedoch die Zahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden.
Ein herausforderndes Thema bleibt die häusliche Gewalt. Die Fälle familiärer Differenzen und häuslicher Gewalt sind um rund zwanzig Prozent angestiegen. Dies führt auch zu mehr Fällen im Bedrohungs- und Risikomanagement, wo durch frühzeitiges Hinschauen schwere Gewalttaten verhindert werden sollen. Die Anzahl schwerer Sexualdelikte ist 2025 gesunken, schwankt aber deutlich von Jahr zu Jahr. Rückläufig ist auch die Jugendkriminalität, insbesondere im Bereich Gewaltdelikte.
Der öffentliche Raum muss vielen Ansprüchen gerecht werden: Menschen wollen dort arbeiten und etwas anbieten, andere wollen sich treffen, konsumieren und gemeinsam feiern, wieder andere sich erholen oder ihre Meinung kundtun. Die Stadt versucht, den unterschiedlichen Bedürfnissen den nötigen Platz zu gewähren und gleichzeitig für eine Einhaltung der Regeln zu sorgen: Von der Demonstration über Veranstaltungen und Gastronomie und bis zur Szenebildung von Suchtkranken. Im Suchtbereich setzt sie dazu auf die 4-Säulen-Politik. Im Stadtgarten und am Merkurplatz sind Konsum und Handel präsent. Die Situation ist aber stabil und wird eng beobachtet. Weitere Herausforderungen im öffentlichen Raum sind Lärm, Littering und Vandalismus. Insbesondere Littering und Graffiti bleiben dauerhafte Themen. Beide verursachen hohe Reinigungskosten und beeinträchtigen das Stadtbild und damit das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.
Der deutliche Rückgang bei der Anzahl Verkehrsunfälle in der Stadt wird leider überschattet von zwei tödlich verunfallten Personen. Insgesamt ist die Anzahl schwerverletzter Verunfallter (2024: 24, 2025: 15) zurückgegangen. Weiterhin am häufigsten betroffen von schweren Verletzungen sind ungeschützte Verkehrsteilnehmende wie Fussgänger:innen, Velofahrer:innen oder Motorradfahrer:innen. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit richtet die Stadt ein grosses Augenmerk auf die Behebung von Schwachstellen und Unfallschwerpunkten und das Schaffen von Velorouten. Weitere Massnahmen sind die Umsetzung von Tempo-30- und Begegnungszonen, Kontrollen und Präventionsmassnahmen.
Nebst Kampagnen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden 2025 auch Präventionskampagnen im Bereich Häusliche Gewalt, Internetsicherheit oder Einbruchschutz lanciert.
Die Mitarbeitenden-Situation bei der Stadtpolizei hat sich weiter entspannt und die Nettofluktuation konnte gesenkt werden. Dennoch konnten auch 2025 nicht alle bewilligten Stellen besetzt werden. Die Stadtpolizei bildet darum in den nächsten Jahren eine erhöhte Anzahl Aspirant:innen aus und investiert viel in die Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität.
Die Stadt setzt auf eine gesamtheitliche Sicherheitspolitik. In enger Zusammenarbeit engagieren sich die Departemente und Abteilungen der Stadtverwaltung dafür, dass Winterthur objektiv und subjektiv sicher bleibt und eine hohe Lebensqualität bietet.
| Typ | Titel |
|---|---|
| 20260625 Sicherheitsbericht 2025.pdf |




