Rahmenkredit von 100 Millionen für Ausbau Wärmenetze
Der Stadtrat will den Ausbau der Wärmenetze vorantreiben. Der aktuelle Rahmenkredit, aus dem sich u. a. dieser Ausbau finanziert, ist jedoch nahezu ausgeschöpft. Gemäss Masterplan «Wärmenetze» sind für die Vorhaben der nächsten zehn Jahre 100 Millionen Franken notwendig. Die Investition finanziert sich über die Einnahmen des Wärmeverkaufs und nicht über Steuergelder. Der Stadtrat überweist dem Winterthurer Stadtparlament eine entsprechende Kreditvorlage. Die Stimmbevölkerung wird 2027 darüber abstimmen.
Der aktuelle Rahmenkredit für den Ausbau der Wärmenetze ist nahezu ausgeschöpft. Der Stadtrat leitet deshalb die nächste Phase ein und überweist dem Stadtparlament eine Vorlage für einen Rahmenkredit von 100 Millionen Franken. Die Summe richtet sich nach den im Masterplan «Wärmenetze» beschriebenen Vorhaben der nächsten zehn Jahre. Der 2024 beschlossene Masterplan gibt vor, welche Gebiete mit welcher Priorität durch städtische Wärmenetze erschlossen werden sollen. Diese Vorhaben werden als Energie-Contracting-Leistung realisiert. Deshalb ist der Rahmenkredit für die Finanzierung des Ausbaus der städtischen Wärmenetze sowie von Anlagen-Contracting-Projekten bestimmt (siehe unten).
Schnellere Entscheidungswege mit Rahmenkredit
Mit dem Rahmenkredit spricht die Stimmbevölkerung einen Betrag von 100 Millionen für Energie-Contracting-Projekte. Die Kredite für die Vorhaben müssen anschliessend noch einzeln bewilligt werden. Damit der Ausbau der Wärmenetze schneller voranschreiten kann, soll mit dem Rahmenkredit die Finanzkompetenz dafür delegiert werden: Stadtwerk Winterthur soll Ausgaben bis zu 900'000 Franken selbst beschliessen, Projekte bis 6 Millionen Franken der Stadtrat und solche ab 6 Millionen Franken das Stadtparlament. Die Investitionen werden mittel- und langfristig über die Einnahmen des Wärmeverkaufs finanziert und nicht über Steuergelder.
In Übereinstimmung mit dem Legislaturbericht des Stadtrats ist die Vorlage für den Rahmenkredit der konsequente nächste Schritt zur Modernisierung und zum Umbau der Wärmeversorgung. «Den Rahmenkredit von 100 Millionen brauchen wir, um unser Tempo beim Ausbau des städtischen Wärmenetzes zu halten», ist Stadtrat Stefan Fritschi überzeugt. Erneuerbare Gebäudewärme ist einer der wirksamsten Hebel, um den CO2-Ausstoss im Gebäudebereich zu senken.
Energie-Contracting-LeistungenDie Dienstleistungen von Stadtwerk Winterthur im Energie-Contracting umfassen Quartierwärmeverbünde (QWV) sowie Anlagen- und Betriebs-Contracting. Der Schwerpunkt gilt den QWV, die heute 30 Kilometer Wärmenetze sowie sieben Heizzentralen und Umformerstationen umfassen. Sie versorgen rund 250 Kundenobjekte mit Wärme. Beim Anlagen-Contracting handelt es sich um Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb von grossen Wärme- oder Kälteversorgungsanlagen. Das Betriebs-Contracting unterscheidet sich dadurch, dass die Finanzierung bei der Kundschaft liegt. In den letzten fünfundzwanzig Jahren sind Rahmenkredite über 130 Millionen Franken für QWV und Anlagen-Contracting bewilligt worden. Der letzte Rahmenkredit über 70 Millionen Franken ist nahezu aufgebraucht. AusblickWie in der Motion «Wärmeversorgung aus einer Hand» (Parl.-Nr. 2022.26) gefordert, soll der Eigenwirtschaftsbetrieb (EWB) Energie-Contracting mit dem EWB Fernwärme zusammengelegt werden. Der Rahmenkredit für die Energie-Contracting-Leistungen würde bei der Zusammenlegung auf die finanzrechtliche Einheit «Wärmeversorgung» übertragen und weiter zur Finanzierung von Wärmenetzen und -anlagen genutzt. |




