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Prüfung des Telekom-Geschäftsmodells

06.07.2018

Der Stadtrat hat verschiedene Telekom-Geschäftsmodelle geprüft und sich für die Fortführung des bisherigen Modells bei Stadtwerk Winterthur entschieden. Verschiedene positive Entwicklungen im letzten Jahr haben die wirtschaftliche Situation des Geschäftsfelds verbessert.

Der Stadtrat hat verschiedene Telekom-Geschäftsmodelle geprüft und sich für die Fortführung des bisherigen Modells bei Stadtwerk Winterthur entschieden. Verschiedene positive Entwicklungen im letzten Jahr haben die wirtschaftliche Situation des Geschäftsfelds verbessert.

Die Wirtschaftlichkeit des Geschäftsfelds Telekom von Stadtwerk Winterthur ist in den letzten Jahren zunehmend unter Druck geraten. Das Grossprojekt «Ausbau des flächendeckenden Glasfasernetzes» wird bald abgeschlossen sein. Der Stadtrat hat die beiden Umstände zum Anlass genommen, das Telekom-Geschäftsmodell zu überdenken. Dabei wurden insbesondere folgende Varianten eingehend geprüft: Verkauf des Glasfasernetzes, Stadtwerk Winterthur als Serviceprovider mit eigenem Endkunden-Produkt und die Weiterführung des bisherigen Modells mit Stadtwerk Winterthur lediglich als Netzbetreiber.

Entscheid für das bisherige Modell

Nach intensiver Analyse und Auseinandersetzung hat sich der Stadtrat entschieden, das Glasfasergeschäft mit dem bisherigen Geschäftsmodell von Stadtwerk Winterthur als reinem Netzbetreiber weiterzuführen. Heute vermietet Stadtwerk Winterthur die Glasfaser an zehn Serviceprovider. Diese wiederum bieten den Winterthurerinnen und Winterthurern Internet-, TV- und Telefonie-Abonnemente an. Das bisherige Geschäftsmodell bietet die beste Basis, um das Geschäftsfeld Telekom mittel- und langfristig wirtschaftlich zu betreiben.

Weder der Verkauf des Glasfasernetzes noch der Einstieg in den Telekommarkt als Serviceprovider sind geeignete Optionen. Gegen den Verkauf des Netzes sprechen unter anderem die Eigentumsverhältnisse, da die Stadt lediglich die Hälfte des Winterthurer Glasfasernetzes besitzt.

Gegen einen Verkauf spricht auch, dass ein Teil des Glasfasernetzes für Anwendungen der Stadtverwaltung und für den sensiblen Datentransport genutzt wird. So werden zum Beispiel sicherheitsrelevante Funktionen für das Stromnetz über das Glasfasernetz gesteuert und überwacht. Solche Anwendungen sollten weiterhin in der Hand der Stadt bleiben. Die Glasfaserkommunikationsverbindungen sind auch für das intelligente Stromnetz oder für Smart-City-Projekte zentral.

Der Stadtrat beurteilt im Weiteren einen Auftritt von Stadtwerk Winterthur als Serviceprovider als nicht zielführend; die Erweiterung des Geschäftsmodells birgt zu grosse Risiken bei zu geringen Chancen. Es gibt genügend private Unternehmen, die als Serviceprovider der Bevölkerung Internet-, TV- und Telefonie-Dienstleistungen anbieten.

Geschäftsfeld Telekom leicht im Aufwärtstrend

Verschiedene interne und externe Faktoren haben zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit des Geschäftsfeldes Telekom beigetragen. Die Organisation der Abteilung ist optimiert und Dienstleistungsaufgaben für Glasfasernetze in Lindau und Wallisellen sind übernommen worden.

Das Gemeinschaftsunternehmen lokaler Energieversorger, die «Swiss Fibre Net AG», hat im März die Partnerschaft mit Sunrise vertieft: Sunrise hat sich langfristige Netznutzungsrechte gesichert. Seit März dieses Jahres ist «Salt» über die «Swiss Fibre Net AG» auf dem Winterthurer Glasfasernetz verfügbar und kann der Kundschaft Internet-, TV- und Telefonie-Abonnements anbieten. Diese beiden Serviceprovider tragen zur vermehrten Auslastung und damit zur Wirtschaftlichkeit des Winterthurer Glasfasernetzes bei.

Glasfaser-Infrastruktur

Stadtwerk Winterthur betreibt zwei unabhängige Glasfaser-Infrastrukturen in Winterthur: An das flächendeckende «Winterthurer Glasfasernetz» sind 95 Prozent aller Wohn- oder Gewerbeeinheiten direkt angeschlossen (sog. Fiber to the home [FTTH]). Stadtwerk Winterthur bietet keine eigenen Produkte an, sondern vermietet die Glasfaser an Serviceprovider.

Seit 2001 verwendet Stadtwerk Winterthur Glasfasern, um Infrastrukturen der Stromversorgung, z.B. von Trafostationen und Unterwerken, zu vernetzen. 2005 hat Stadtwerk Winterthur begonnen, mit dem «Citynet» verschiedene Kundenstandorte untereinander zu vernetzen. Das «Citynet» ist für Geschäftskundinnen und -kunden mit hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit und Datensicherheit geeignet.

«Swiss Fibre Net AG»

Die «Swiss Fibre Net AG» ist das Gemeinschaftsunternehmen lokaler und regionaler Energieversorger in der Schweiz. Die Firma vertritt die lokalen und regionalen Energieversorger gegenüber den national tätigen Serviceprovidern und ist deren Ansprechstelle. Stadtwerk Winterthur ist Partner der «Swiss Fibre Net AG», jedoch nicht finanziell daran beteiligt.

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