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Medienkonsum im Wandel - auch bei den Winterthurer Bibliotheken

05.02.2013

Nach jahrzehntelangem Aufwärtstrend der Mediennutzung sehen sich die Winterthurer Bibliotheken 2012 mit einem Rückgang in der traditionellen Bibliotheksnutzung konfrontiert. Dem steht ein Aufwärtstrend bei der Nutzung elektronischer Information gegenüber.

Nach jahrzehntelangem Aufwärtstrend der Mediennutzung sehen sich die Winterthurer Bibliotheken 2012 mit einem Rückgang in der traditionellen Bibliotheksnutzung konfrontiert. Dem steht ein Aufwärtstrend bei der Nutzung elektronischer Information gegenüber.

Dem gesamtgesellschaftlichen Wandel im Medienkonsum folgt auch die klassische Bibliotheksnutzung. Was andernorts bereits seit einigen Jahren spürbar ist, zeigt sich nun ebenfalls in Winterthur: Die traditionelle Ausleihe von Medien - insbesondere von Nonbooks - ist hinter dem Ergebnis des Vorjahrs zurückgeblieben. Statt 1,455 Millionen Ausleihen verzeichnet die aktuelle Statistik 1,424 Millionen. Das entspricht einer Reduktion um 3 %. Das Ausleihe-Wachstum, das sich zuvor stark verlangsamt hatte, ist 2012 gebrochen. Ebenfalls rückläufig waren die Neuanmeldungen (-10 %), die Zahl der aktiven Kundschaft (-5,5 %) und somit auch die Fluktuation bei der Stammkundschaft (-5 %). Die Zahl der Öffnungstage lag mit 297 Tagen acht Tage tiefer als im Vorjahr.

Dagegen erhöhte sich die Besuchsfrequenz dank der neuen Bibliotheken in Seen und an der Museumstrasse um 2 %, die Zugriffe auf die Website der Winterthurer Bibliotheken um 8% und die Downloads von elektronischen Datenbanken um 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt drücken die Zahlen den Wandel im Medienverhalten der Bevölkerung aus: Während immer weniger Scheiben- und Printmedien konsumiert werden, steigt die Zeit, die die Menschen mit Online-Medien verbringen. Und je mehr Web-Dienste auf mobilen Endgeräten genutzt werden können, umso ausschliesslicher werden diese genutzt.

Dies veranlasste die Winterthurer Bibliotheken, 2012 eine Applikation des Bibliothekskatalogs für mobile Endgeräte aufzuschalten und die elektronische Authentifizierung zu fördern, damit kostenpflichtige Datenbanken durch Kundinnen und -kunden auch ausserhalb der Bibliotheken abgefragt werden können. Der Trend zu weniger Ausleihen und zu mehr Downloads wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen.

Die Wende zeichnete sich schon länger ab. Die Bibliotheken übernehmen verstärkt eine neue Funktion als Kompetenzzentrum für Bibliothekspädagogik, Medienberatung und Content-Vermittlung. Immer mehr Wissen wird online verfügbar gemacht, der Überblick über gesichertes Wissen aber schwindet. Hier ist die Bibliothek als Pfadfinderin im Informationsdschungel in einer neuen Alltagsrolle gefragt. Bibliotheksmitarbeitende bieten Fachwissen und Unterstützung an und helfen dabei, Informationen zu beschaffen und zu bewerten.

An Führungen und Veranstaltungen zeigt sich dieses Selbstverständnis. Auch 2012 hatten Vorträge, Workshops und Aktionen zu alltagsrelevanten Themen ein besonderes Gewicht. Insgesamt nahmen über 20 000 Personen an 361 Klassenbesuchen, 429 Führungen und 307 Veranstaltungen wie zum Beispiel Velo-Unterhalt, Mode oder Sich-selbständig-Machen teil.

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