Hoher Besuch aus Vorarlberg
Vergangene Woche erhielt Stadtwerk Winterthur hohen Besuch von einem Vertreter der Vorarlberger Landesregierung und seinen Fachexperten. Die Delegation informierte sich vor Ort über rechtliche, politische und technische Rahmenbedingungen und Herausforderungen des Gasausstiegs.
Die Stadt Winterthur nimmt bei der Gasnetzstilllegung eine Pionierrolle ein. Das stösst im In- und Ausland auf Interesse. Vergangene Woche empfing Stefan Fritschi hohen Besuch aus Österreich. Daniel Allgäuer, Landesrat der Vorarlberger Landesregierung, besuchte in Begleitung seiner Energie- und Klimaschutzexperten Christian Vögel und Adi Gross Stadtwerk Winterthur, um sich über die Verhältnisse in Winterthur zu informieren.
Im Fokus standen das politische und gesellschaftliche Umfeld sowie insbesondere die geschaffenen rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese berücksichtigen einerseits die Bedürfnisse der Kundschaft und ermöglichen andererseits, den Volksauftrag (siehe Infobox) zeitgerecht umzusetzen. Besonderes Interesse galt dabei dem Zusammenspiel von Gasnetzstilllegung und dem Ausbau des städtischen Wärmenetzes, wie es der Energieplan in Winterthur vorsieht.
Der Einblick in die Herausforderungen auf dem Weg zum Gasausstieg erwies sich für die Delegation als wertvoll. Landesrat Daniel Allgäuer sagt dazu: «Wir möchten die Erfahrung von Stadtwerk Winterthur nutzen für zukünftige Entscheidungen des Landes Vorarlberg im Bereich erneuerbare Energieträger insbesondere Raumwärme». Vorarlberg möchte die Energieversorgung bis spätestens 2050 auf erneuerbare Energieträger umstellen.
Hintergrund des GasrückzugsDie Winterthurer Stimmbevölkerung hat sich 2021 für Netto Null Tonnen CO2-Ausstoss bis 2040 ausgesprochen. Seit 2022 verbietet zudem das Energiegesetz des Kantons Zürich den Ersatz von Gasheizungen. Dementsprechend wird die Winterthurer Gasversorgung in Etappen stillgelegt. Im kommunalen Energieplan von 2022 wiederum ist festgelegt, wo und bis wann sich Stadtwerk Winterthur aus der Gasversorgung zurückzieht. |




