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Haushaltprodukte tragen zum «Sommer-Smog» bei

11.07.2013

Auch in Winterthur werden die Ozon-Grenzwerte jeden Sommer überschritten. Die heute unter dem Motto «Weniger Ozon, mehr Sommer!» gestartete Kampagne «luftaus.ch» von Umwelt- und Gesundheitsschutz Winterthur nimmt die ozonbildenden Substanzen im Privathaushalt ins Visier. Anlässlich einer Medienorientierung zeigte Stadträtin Barbara Günthard-Maier auf, wie durch den Verzicht auf Treib- und Lösungsmittel in Putzmitteln, Anstrichprodukten und Sprays die Ozon-Belastung der Winterthurer Sommerluft verringert werden kann.

Auch in Winterthur werden die Ozon-Grenzwerte jeden Sommer überschritten. Die heute unter dem Motto «Weniger Ozon, mehr Sommer!» gestartete Kampagne «luftaus.ch» von Umwelt- und Gesundheitsschutz Winterthur nimmt die ozonbildenden Substanzen im Privathaushalt ins Visier. Anlässlich einer Medienorientierung zeigte Stadträtin Barbara Günthard-Maier auf, wie durch den Verzicht auf Treib- und Lösungsmittel in Putzmitteln, Anstrichprodukten und Sprays die Ozon-Belastung der Winterthurer Sommerluft verringert werden kann.

Ozon reizt die Augen, macht müde und kann zu Entzündungen der Atemwege führen. Besonders betroffen von den Auswirkungen des Reizgases sind Kinder, Personen, die im Freien aktiv sind und die 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung mit erhöhter Ozonempfindlichkeit. Ozon entsteht in der bodennahen Luftschicht, wenn bei starker Sonneneinstrahlung übermässig viele Stickoxide (NOx) und flüchtige Lösungsmittel (VOC) in der Luft sind. Stickoxide stammen hauptsächlich aus dem Verkehr, die Lösungsmittel aus Industrie, Gewerbe und Haushalten.

18 Prozent der VOC stammen aus den Privathaushalten

Der effektivste Beitrag zur Verringerung der Ozon-Belastung ist weiterhin der Verzicht auf das Auto oder das Motorrad. Denn allem technologischen Fortschritt zum Trotz ist laut aktuellstem Emissionskataster der Stadt Winterthur (2012) nach wie vor der motorisierte Verkehr die Hauptquelle von Stickoxiden (70 %). Doch auch bei den VOC können die Winterthurerinnen und Winterthurer einen erheblichen Beitrag gegen den «Sommer-Smog» leisten. 18 Prozent der VOC-Emissionen in der Stadt Winterthur stammen nämlich aus den Privathaushalten. Die heute von Umwelt-und Gesundheitsschutz Winterthur lancierte Kampagne «luftaus.ch» zeigt auf, in welchen Haushaltprodukten VOC vorkommen und welche einfachen Möglichkeiten es gibt, im Privatgebrauch weniger solche Substanzen freizusetzen.

Lösungsmittelfrei putzen, malen und sprayen

Reinigungsmittel sind die Hauptquelle für VOC im Haushalt. Hier gilt: Weniger ist mehr. In der Regel reicht ein nebelfeuchtes Mikrofasertuch für die Reinigung aus, regelmässiges Putzen verhindert hartnäckigen Schmutz. Herkömmliche Reinigungsmittel enthalten neben VOC oft auch andere Stoffe, die für Mensch und Umwelt ungesund sind und sollten deshalb nicht oder nur zurückhaltend eingesetzt werden. Beim Malen von Wänden, Möbeln, Gartenzäunen usw. ist darauf zu achten, dass Anstrichprodukte auf Wasserbasis verwendet werden. Bei der Vergabe eines Malerauftrags sollten VOC-freie Produkte verlangt werden. Viele Sprays, die im Haushalt zur Anwendung kommen - sei es als Kosmetika, Raumbedufter, Möbel-, Schuh- oder Textilpflege - enthalten ebenfalls VOC als Treibmittel. Da das möglicherweise VOC-haltige Produkt durch das Sprayen in die Luft entweicht, sollte generell auf Sprays verzichtet werden. Pumpzerstäuber, die keine Treibmittel brauchen, sind eine gute Alternative.

Gibt es kein Ersatzprodukt, so sollte die Anwendung VOC-haltiger Mittel an kühlen, regnerischen Tagen stattfinden.

«luftaus.ch» unterwegs in den Winterthurer Freibädern

Um die Winterthurer Bevölkerung für die Ozonproblematik zu sensibilisieren und konkrete Tipps zu geben, was man gegen den «Sommer-Smog» tun kann, geht «luftaus.ch» auf «Ozon-Tour». Zwischen dem 15. und 28. Juli können sich grosse und kleine Gäste der Winterthurer Freibäder an einem Informationsstand auf unterhaltsame Weise mit dem Thema Ozon und seinen Auswirkungen vertraut machen. Erkennungszeichen der «Ozon-Tour» wird das bunte Ergebnis der heutigen Aktion zur Lancierung der Kampagne sein: Lernende des Malerunternehmer-Verbandes Winterthur und Umgebung malten mit lösungsmittelfreien Farben den Kampagnen-Slogan «Weniger Ozon, mehr Sommer!» auf Baustellwände am Neumarkt und kreierten damit das Bild für einen möglichst luftschadstoffarmen Winterthurer Sommer.

Weiterführende Informationen

  • www.luftaus.ch
  • ­Ökolabels für Heimwerkerinnen und Heimwerker: «Blauer Engel», «Oecoplan» und die Umwelt-Etikette (www.stiftungfarbe.org )
  • ­Beratungsangebot des Malerunternehmer-Verbandes Winterthur und Umgebung zum Thema «Malen & VOC»: www.winmaler.ch
  • ­Ozon-Tour-Daten: www.luftaus.ch

Bewährte Kampagne und Informationsplattform aus dem Thurgau

Die Kampagne «luftaus.ch» informiert die Bevölkerung zu den Luftschadstoffen Feinstaub und Ozon. Im Rahmen der Kampagne wird aufgezeigt, was jeder und jede einzelne konkret gegen die Schadstoffbelastung der Luft tun kann. Herzstück der Kampagne ist die Website luftaus.ch mit ausführlichen Informationen zum Thema und einem Ozon/Feinstaub-Ticker, auf dem die tagesaktuellen Werte in der Region zu sehen sind.

Gestartet wurde «luftaus.ch» 2009 vom Kanton Thurgau. Heute ist das Projekt eine gemeinsame Kampagne der Stadt Winterthur und des Kantons Thurgau. Nachdem sie im vergangenen Winter den Feinstaub zum Thema hatte, findet die Kampagne luftaus.ch mit der Ozonthematik nun zum zweiten Mal in Winterthur statt. Bei der Verfolgung eines gemeinsamen Ziels - wie in diesem Fall die Luftreinhaltung - bewährte Instrumente anderer Gemeinwesen zu übernehmen und Synergien zu nutzen, entspricht dem effizienten und effektiven Ressourceneinsatz, dem die Stadt Winterthur verpflichtet ist.

Was tun, wenn die Ozonwerte zu hoch sind?

Auch bei überschrittenen Ozonwerten kann man sich im Freien aufhalten. Bei empfindlich reagierenden Personen können aber Schleimhautreizungen in Augen, Nase und Hals auftreten. Bei körperlicher Anstrengung kann bei diesen Personen auch die Lungenfunktion reduziert werden. Sportanlässe, Ausdauersport und sonstige starke körperliche Anstrengungen im Freien sollten möglichst bei tieferen Ozonwerten stattfinden, d.h. meist vormittags. Es empfiehlt sich, im Wald Sport zu treiben, wo es kühler und damit körperliche Anstrengung weniger belastend ist.

Weitere Informationen.

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