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Gutes Geschäftsjahr 2016 für Stadtwerk Winterthur trotz Turbulenzen

29.06.2017

Das vergangene Jahr war für Stadtwerk Winterthur geprägt durch Turbulenzen. Dennoch hat sich die Geschäftstätigkeit positiv entwickelt. Stadtwerk Winterthur schliesst das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich ab. Bei einem Umsatz von 243,1 Millionen Franken resultiert ein Gewinn von 7,6 Millionen Franken. 13,7 Millionen Franken flossen an die Stadtkasse.

Das vergangene Jahr war für Stadtwerk Winterthur geprägt durch Turbulenzen. Dennoch hat sich die Geschäftstätigkeit positiv entwickelt. Stadtwerk Winterthur schliesst das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich ab. Bei einem Umsatz von 243,1 Millionen Franken resultiert ein Gewinn von 7,6 Millionen Franken. 13,7 Millionen Franken flossen an die Stadtkasse.

Stadtwerk Winterthur steht finanziell solide da. Der Gesamtumsatz nahm im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent zu. Verantwortlich hierfür waren v.a. die Bereiche Gashandel und Kehrichtverwertung. Der Gewinn liegt infolge der Rückstellung für die städtische Pensionskasse jedoch unter dem Vorjahresgewinn von 13,9 Millionen Franken. Am meisten zum Gewinn beigetragen hat der Geschäftsbereich Gashandel, aber auch andere Bereiche weisen erfreuliche Ergebnisse auf. Trotz steigender Investitionen in die Infrastruktur und der damit einhergehenden Fremdfinanzierung beträgt die Eigenkapitalquote 70 %.

Aussergewöhnliche Ereignisse

Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt durch mehrere Ereignisse von grosser Resonanz und für Stadtwerk Winterthur von grosser Tragweite. Zum einen führte die vom Winterthurer Parlament beschlossene Abgabe an das Gemeinwesen zur Finanzierung der Öffentlichen Beleuchtung zu Reaktionen in der Bevölkerung.
Zum anderen rief die Ankündigung, eine alte Gasleitung in 10 Jahren stillzulegen, bei den Betroffenen einigen Unmut hervor. Die Leitung hätte Mitte des nächsten Jahrzehnts altershalber ersetzt werden müssen. Das betreffende Versorgungsgebiet ist gemäss städtischem Energieplan jedoch als Gasrückzugsgebiet vorgesehen, sodass weitere Investitionen in die Gasversorgungsinfrastruktur für Stadtwerk Winterthur betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll sind.
Die grösste Tragweite hatten jedoch Ereignisse rund um die Beteiligung von Stadtwerk Winterthur an der Wärme Frauenfeld AG. Dabei ist es zu einer Administrativuntersuchung sowie zu personellen Abgängen gekommen. Zur Rettung der finanziell angeschlagenen Wärme Frauenfeld AG wurde zwischen den Städten Frauenfeld und Winterthur eine Lösung entwickelt. Zu deren Umsetzung bedarf es in beiden Städten noch entsprechender politischer Entscheide. Als Folge der Ereignisse wurde auch das Projekt «Verselbstständigung von Stadtwerk Winterthur» eingestellt.

Erfolgreiche Interimszeit

Im Zuge der Administrativuntersuchung wurde Stadtwerk Winterthur interimistisch Stadträtin Barbara Günthard-Maier unterstellt. Sie ordnete verschiedene Überprüfungen des Betriebs an und schaffte durch Transparenz neues Vertrauen. In den vergangenen Monaten wurden weit über 100 Geschäfte zuhanden der politischen Gremien vorbereitet und zur Beschlussfassung unterbreitet. Ebenso wurden die Stelle des Direktors und weitere Schlüsselstellen neu besetzt.
Zusätzlich hat die Interimsleitung bei Stadtwerk Winterthur einen Kulturwandelprozess initiiert. Eine grössere Nähe zur Stadtverwaltung und mehr Transparenz sollen Vertrauen schaffen. Stadtwerk Winterthur präsentiert sich heute als gefestigter Teil der Stadtverwaltung, in den wieder Ruhe eingekehrt ist. Mit der Neukonstituierung des Stadtrates übergibt Barbara Günthard-Maier am 1. Juli Stadtwerk Winterthur wieder dem Departement Technische Betriebe unter der neuen Leitung von Stadtrat Stefan Fritschi.

Positive Geschäftsentwicklung

Trotz politischer und betrieblicher Turbulenzen verlief das Tagesgeschäft bei Stadtwerk Winterthur im vergangenen Jahr wie gewohnt. Sehr positiv entwickelte sich die KVA, die rund 205 000 Tonnen Kehricht verwertete. Entsprechend hoch waren die umweltfreundlich in der KVA erzeugten Energien Fernwärme und Strom. Inzwischen deckt diese Produktion 20 Prozent des Strom- und rund 15 Prozent des Wärmebedarfs von Winterthur.
Ebenso erfreulich verlief das Jahr 2016 für das Geschäftsfeld Gashandel. Dank kostengünstiger Beschaffung am Grosshandelsmarkt wurde ein deutlicher Gewinn erwirtschaftet.
Einen weiteren Schritt Richtung Energiewende hat Winterthur mit der Aufstockung der Beteiligungen um je 10 Millionen Franken an der Swisspower Renewables AG und der Aventron AG getan. Beide Firmen investieren im europäischen Raum in Produktionsanlagen von erneuerbarer Energie.
Eine Stimmrechtsbeschwerde zum 2015 beschlossenen 70-Millionen-Rahmenkredit für Energie-Contracting-Leistungen wurde durch den Bezirksrat abgewiesen. Dadurch erhielt das Geschäftsfeld Energie-Contracting die finanzielle Sicherheit, um weiter seine Leistungen anbieten zu können. Die Nachfrage nach Contracting-Lösungen ist nach wie vor gross.
Erfreulich entwickelt hat sich auch die Abgabe von Trinkwasser an die Aussengemeinden. Trotz moderater Preisanpassung im Jahr 2016 gilt Winterthur weiterhin als die günstigste unter den zehn grössten Schweizer Wasserversorgungen.

Herausforderung Wirtschaftlichkeit

Eine der grössten Herausforderungen für die Zukunft wird es sein, Wirtschaftlichkeit und Ökologie in Einklang zu bringen. Die derzeit tiefen Ölpreise führen beispielsweise dazu, dass umweltfreundlich betriebene Wärmelösungen zurzeit einen schweren Stand haben. Die Anschlussbereitschaft der Kundschaft an Quartierwärmeverbunde ist aktuell eher zurückhaltend. Aus diesem Grund hat der Stadtrat die Weisung zum geplanten Projekt Aquifer Neuwiesen an das Winterthurer Parlament im vergangenen Winter zurückgezogen, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu überprüfen.
Herausfordernd ist das wirtschaftliche Umfeld auch für das Geschäftsfeld Telekom. Die Preiserosion bei den Breitbandprodukten im Telekommarkt freut zwar die Konsumentinnen und Konsumenten, wirkt sich aber negativ auf die Margen von Stadtwerk Winterthur aus.

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