Kopfbereich

Direkter Zugriff

Willkommen in Winterthur.

Hauptnavigation

Bitte Rücksicht nehmen: Frösche und Kröten sind unterwegs

11.02.2026
Mit den wärmer werdenden Nächten beginnen die Amphibien ihre jährliche Wanderung zu den Laichgewässern. Zum Schutz der Tiere errichtet die Stadt gemeinsam mit den freiwilligen «Wintirangern» Zäune an den am häufigsten überquerten Strassen. Freiwillige Helfer:innen tragen mit grossem Engagement Tausende von Tieren sicher über die Fahrbahn. Dennoch gibt es Amphibien, die Strassen an einem ungeschützten Ort überqueren und darum auf die Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmenden angewiesen sind.
Bild Legende:

Mit den wärmer werdenden Nächten beginnen die Amphibien ihre jährliche Wanderung zu den Laichgewässern. Zum Schutz der Tiere errichtet die Stadt gemeinsam mit den freiwilligen «Wintirangern» Zäune an den am häufigsten überquerten Strassen. Freiwillige Helfer:innen tragen mit grossem Engagement Tausende von Tieren sicher über die Fahrbahn. Dennoch gibt es Amphibien, die Strassen an einem ungeschützten Ort überqueren und darum auf die Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmenden angewiesen sind.

Im Vorfrühling, in regnerischen Nächten mit Temperaturen wenige Grade über Null, erwachen die Amphibien aus ihrer Winterruhe und machen sich auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Dort paaren sich die Amphibien und legen ihre Eier in ein Gewässer. In Winterthur sind am häufigsten Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche anzutreffen. Die Tiere sind meist in grossen Amphibienzügen unterwegs und legen mehrere hundert Meter bis zu einigen Kilometern zurück. Menschliche Infrastrukturen zerschneiden heute diese Wanderstrecken. Werden beim Überqueren von Wegen und Strassen viele Tiere überfahren, kann dies den Fortbestand dieser Populationen gefährden. Alle in der Schweiz heimischen Amphibienarten sind geschützt.

Achtung Amphibien! Bitte langsam fahren

Zum Schutz der Amphibien wird empfohlen, auf Strassen in der Nähe von Wäldern und Gewässern sowie auf den mit Warnschildern signalisierten Abschnitten besonders langsam zu fahren. Vor allem in regnerischen Nächten ist auf querende Amphibien zu achten. Falls es Tiere auf der Strasse hat, ist das «Zwischen-die-Räder-Nehmen» nur bei Geschwindigkeiten von unter dreissig Stundenkilometern für die Tiere ungefährlich. Bei Geschwindigkeiten darüber werden die inneren Organe durch den entstehenden Druck so stark verletzt, dass die Tiere keine Überlebenschance haben.

Amphibientunnel und freiwilliges Engagement

In Winterthur gibt es unterschiedliche Massnahmen zum Schutz der Amphibien: Fixe Amphibienleitsysteme wie zum Beispiel in Sennhof ermöglichen den Amphibien, aber auch anderen Kleintieren, das sichere Unterqueren der Strasse das ganze Jahr über. Dies ist insbesondere von Vorteil für die Rückwanderung der erwachsenen Tiere und für die Wanderungen der Jungfrösche, die bis in den Herbst dauern können.

An anderen Standorten werden durch Stadtgrün Winterthur, die freiwilligen «Wintiranger» und durch den Kanton mobile Zäune aufgestellt und teilweise Kessel eingegraben. Freiwillige Amphibienretter:innen und engagierte Mitglieder der Naturschutzvereine organisieren das tägliche Kontrollieren der Kessel und tragen die Amphibien über die Strassen. Als dritte Massnahme werden an Stellen, wo weniger Tiere die Fahrbahn queren, Hinweisschilder aufgestellt.

Wer sich für die Amphibien engagieren möchten, findet die Standorte, die auf der Suche nach Unterstützung sind, auf der Infofauna-Website «Amphibienzugstellen in der Schweiz». Stadtgrün Winterthur dankt allen freiwilligen Helfer:innen!

Fusszeile