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Baugesuch für die Sanierung Ruine Alt Wülflingen

02.03.2017

Nachdem die vom Zerfall bedrohte Ruine Alt Wülflingen in den letzten Jahren mehrfach notfallmässig saniert werden musste, steht ab diesem Mai eine letzte planmässige Etappe an. Voraussichtlich im Sommer 2018 wird die Ruine der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stehen.

Nachdem die vom Zerfall bedrohte Ruine Alt Wülflingen in den letzten Jahren mehrfach notfallmässig saniert werden musste, steht ab diesem Mai eine letzte planmässige Etappe an. Voraussichtlich im Sommer 2018 wird die Ruine der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stehen.

Die Ruine Alt Wülflingen ist ein Wahrzeichen von Wülflingen und ein beliebtes Ausflugsziel. Der markante Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert ist in einem schlechten baulichen Zustand. Die äussere Mauerschale weist Risse und markante Ausbauchungen aus und droht einzustürzen. Die kantonale Gesetzgebung verlangt von den Gemeinden ihre Sachwerte so zu unterhalten, dass die Substanz erhalten bleibt, die Gebrauchsfähigkeit und Funktionstüchtigkeit gewährleistet sind und keine Personen-, Sach- oder Bauschäden auftreten.

Nach der Feststellung der Mängel im Jahr 2013 wurden ein Notdach errichtet und Gurten angebraucht, um ein Fortschreiten der Schäden zu stoppen. Parallel dazu wurde der bauliche Zustand detailliert untersucht, und es ist ein Sanierungsprojekt erarbeitet worden. Als erste definitive Sanierungsmassnahme wurde im Sommer 2016 mithilfe eines Helikopters das definitive Dach auf der Ruine angebracht. Damit wurden die Mauern vor dem weiteren Eindringen von Wasser geschützt.

Das nun vorliegende Sanierungsprojekt sieht vor, den Mauerkern mittels Injektion von speziellem Mörtel zu verfestigen. Die Steine der äusseren Mauerschale werden mit gebohrten Ankern gesichert und im Bereich der Ausbauchungen neu aufgemauert. Die Ecken werden übers Kreuz mit Ankern gesichert. Da es sich bei der Ruine um ein wertvolles Kulturgut handelt, erfolgt der Eingriff in die Bausubstanz so gering wie möglich. Es werden zudem Materialien verwendet, die der ursprünglichen Bausubstanz möglichst ähnlich sind.

Jetzt im März wird der Turm eingerüstet, und die ausgebauchten Stellen werden mittels Armierungsnetzen gesichert. Dann erfolgt vom Gerüst aus eine abschliessende Untersuchung der schadhaften Stellen. Am 3. März 2017 wird das Baugesuch für das Sanierungsprojekt publiziert. Sobald die Baubewilligung vorliegt – voraussichtlich im Mai 2017 – beginnt die eigentliche Sanierung mit Bohrungen, Injektionen und – wo nötig – mit dem Ersetzen von Steinen und mit neuen Aufmauerungen. Das Material wird mit einer Forstseilbahn zur Ruine transportiert, einzelne schwere Lasten werden mittels Hubschrauber eingeflogen. Läuft alles nach Plan, können die Sanierungsarbeiten im Juli 2018 abgeschlossen und der Turm wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die gesamten Sanierungskosten sind auf 2,4 Millionen Franken veranschlagt. Der Stadtrat hat die Kosten als gebundene Ausgaben bewilligt und freigegeben. Da es sich bei der Ruine um ein Kulturgut von überregionaler Bedeutung handelt, wurde dem Kanton ein Beitragsgesuch eingereicht.

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