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Aus «SIRMa» wird «Wega»

19.04.2018

Die Zentralschulpflege hat das sonderpädagogische Konzept «SIRMa» einer kritischen Evaluation unterzogen. Seit der Einführung von «SIRMa» ist die Zahl der Sonderschülerinnen und Sonderschüler nicht gesunken, sondern stark angestiegen. Nun wird das Konzept angepasst. Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf möglichst in der Regelschule gefördert werden können. Die Zentralschulpflege hat dazu das Projekt «Wega» ausgelöst.

Die Zentralschulpflege hat das sonderpädagogische Konzept «SIRMa» einer kritischen Evaluation unterzogen. Seit der Einführung von «SIRMa» ist die Zahl der Sonderschülerinnen und Sonderschüler nicht gesunken, sondern stark angestiegen. Nun wird das Konzept angepasst. Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf möglichst in der Regelschule gefördert werden können. Die Zentralschulpflege hat dazu das Projekt «Wega» ausgelöst.

«SIRMa» steht für die Stärkung der Integrationskraft der Regelschule durch Ressourcenmanagement. Trotz der Einführung dieses Konzeptes ist aber der Anteil der Sonderschülerinnen und Sonderschüler in der Stadt Winterthur von 2013 bis 2017 stark angestiegen, von 4,5 auf 5,5 Prozent. Der gewünschte Effekt blieb aus. Um diese Entwicklung zu analysieren und zu stoppen hat die Zentralschulpflege (ZSP) unter der Führung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) das sonderpädagogische Konzept «SIRMa» evaluiert und Konsequenzen gezogen. Im Projekt «Wega» wird nun das Konzept in wesentlichen Punkten angepasst. Dabei legt die Zentralschulpflege grossen Wert auf eine enge Kooperation mit allen Beteiligten.

Im Zentrum stehen Kinder, die trotz besonderem Bildungsbedarf nach Möglichkeit in den Regelklassen gefördert werden sollen. Um dies zu erreichen, müssen sowohl die Schulen wie auch die Schulleitungen gestärkt werden. Diese tragen die Verantwortung für eine gelingende Integration und sollen über die entsprechenden Mittel und Kompetenzen verfügen. Die Schulen und die Schulleitungen sollen durch das Departement Schule und Sport vermehrt gezielte Beratung und Unterstützung für ihre Aufgaben erhalten. Ein weiterer Punkt betrifft das heutige Finanzierungssystem der Sonderschulung. Dieses führt zu falschen Anreizen, indem der Bedarf an Fördermassnahmen automatisch mehr Ressourcen auslöst. Darum sollen die Schulen neu über ein Planungsbudget für alle Massnahmen verfügen sowie budgetierte Mittel zur Stärkung der Integration von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf erhalten. Die ZSP wird zudem in Zukunft nicht nur die finanziellen Mittel direkt den Schulen zuweisen, sie nimmt auch die Verantwortung für die externen Sonderschulungen wieder zu sich zurück. Diese ging im Rahmen von «SIRMa» an die Kreisschulpflege über.

Das Projekt zur Reorganisation der Sonderschulung heisst nach dem Stern Wega und hat ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten zum Ziel. Das Projekt wird durch eine Steuergruppe begleitet, die aus Vertretungen der Zentral- und Kreisschulpflegen, der Schulleitungen und des Departements Schule und Sport besteht. Es ist das Ziel der Zentralschulpflege, noch vor Ende der laufenden Legislaturperiode die Grundsatzentscheide zur neuen Organisation der Sonderschulung zu fällen. Die Umsetzung erfolgt bis 2022.

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