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50 Jahre Schulpsychologischer Dienst in Winterthur

14.11.2016

Energien und Ressourcen freisetzen bei Kindern, Eltern und Schule ist die Wirkung, welche die Schulpsychologie anstrebt.

Energien und Ressourcen freisetzen bei Kindern, Eltern und Schule ist die Wirkung, welche die Schulpsychologie anstrebt. Seit rund 50 Jahren in Winterthur offiziell als «Schulpsychologischer Dienst». Mit einem Minisymposium, Inputreferaten, mit Podium und historischem Rückblick wurde das Jubiläum vergangene Woche gefeiert.

Bereits 1942 wurde in Winterthur eine private «Erziehungsberatungsstelle» eröffnet, die als Vorläuferin der Schulpsychologie gilt. Das Ziel war damals schon, verdeckte Konflikte aufzudecken und Energien, die in Auseinandersetzungen zwischen Schule, Kindern und Eltern verpuffen, besser zu nutzen. 1966 wurde dann durch den damaligen «Schulamtsvorsteher» Franz Schiegg offiziell die Abteilung «Schulpsychologischer Dienst und Erziehungsberatungsstelle» gegründet. Erster Stelleninhaber war Fritz von Wartburg, der den Dienst über 25 Jahre leitete. 

Am vergangenen Freitag haben rund 150 Personen aus dem Umfeld der Schulpsychologie, Schulleitende, Mitglieder von Kreisschulpflegen sowie dem Gemeinderat mit einem Minisymposium und einer kurzen Jubiläumsfeier sowohl den Blick zurück in diese Geschichte, wie auch nach vorne zu den künftigen Herausforderungen gerichtet. Ann Peyer, Professorin an der Pädagogischen Hochschule Zürich, zeigte auf, wie wichtig es in der aktuellen Situation ist, die eigene Sprache bewusst zu gestalten und auf die unterschiedlichen Gegenüber auszurichten. Eine Sprache zu sprechen, die auch wirklich verstanden werde, sei gerade im Konfliktfall immer wichtiger, betonte Peyer. 

Thomas Rüegg, Stadtrat von Rapperswil-Jona, verantwortlich für die Schule und selbst ehemaliger Schulpsychologe, ging auf die wandelnden Strategien bezüglich Integration und Separation von Kinder in der Volkschule ein. Die Arbeit der Schulpsychologie dürfe nicht als «Erfüllungsgehilfin» der Lehrpersonen wahrgenommen werden. Und Jürg Forster, Leiter des SPD der Stadt Zürich, hielt mit konkreten Beispielen aus der Geschichte bis heute den ständigen Wandel der Schulpsychologie vor Augen. 

Zusammen mit den beiden Co-Leiterinnen des Schulpsychologischen Dienstes Winterthur, Pamela Muñoz und Heidi Wegmüller, richteten die Referierenden anschliessend ihren Blick nach vorne und auf anstehende Herausforderungen an die Schulpsychologie. Dabei wurde deutlich, dass in der Schulpsychologie, die sich traditionell eher auf Abklärungen beschränkt hat, immer mehr auch Beratung und nachhaltiges Arbeiten gefragt ist. Auch die Frage, wer den eigentlich «die Norm» definiere wurde diskutiert. Dabei betonten Muñoz und Wegmüller ihren Willen, die Kooperation mit dem schulischen Umfeld noch zu verstärken. Auf die Frage, wie sich die zunehmende Zahl von Flüchtlingskindern auf die Arbeit der Schulpsychologie auswirke betonten beide, dass gerade bei Flüchtlingskindern zuerst eine gewisse Anpassungszeit verstreichen müsse, bevor irgendwelche Massnahmen geprüft würden. Man wolle ressourcenorientiert arbeiten, hielt Wegmüller fest. Und Muñoz betonte, dass gerade bei den Flüchtlingsfällen die Schulpsychologie auch für Lehrpersonen unterstützend und beratend tätig sein könne und wolle. Hier gelte es in erster Linie, die vorhandenen Ressourcen bei den Kindern optimal zu nutzen sowie Energien bei allen Beteiligten freizusetzen.

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