Thierry Perriard | verschiedene Werke aus der Serie «Geschützte Giftplanzen»

*1978, Malerei, Druckgrafik, sporadisch Skulptur/Installation
Grafik einer Pflanze mit kleinem weissen Blüten über farbigem Hintergrund.
Thierry Perriard, "Convallaria majalis - Maiglöckchen", 2023, Japanischer Holzschnitt

Angekaufte Werke

«Convallaria majalis - Maiglöckchen», 2023
«Nymphaea alba L. - Weisse Seerose», 2025
«Cyclamen purpurascens Mill. - Europäisches Alpenveilchen», 2025

jeweils aus der Serie «Geschützte Giftplanzen», Japanischer Holzschnitt, 70 x 58cm

Ankauf

Gruppenausstellung «Out in the wild», Galerie Weiertal

Statement des Künstlers zu den Werken

"Das Verhältnis zwischen Mensch und Natur interessiert mich, in den hier gezeigten Arbeiten besonders die gegenseitige Bedrohung. Am Beispiel des Maiglöckchens wird uns dies bewusst: Der natürliche Schutz, die Toxizität des Maiglöckchens reicht offenbar nicht aus, um die Bedrohung durch den Menschen abzuwehren, sodass das Maiglöckchen unter Naturschutz gestellt werden musste um es vom Verschwinden zu retten.Ich arbeite vorwiegend in den Medien Malerei und Hochdruck.

An der Malerei, meist in Öl, fasziniert mich ihre Unmittelbarkeit und der Fakt, dass mit jeder Geste eine Entscheidung getroffen wird. Im Gegensatz zum Holzschnitt, der je nach Zeitpunkt innerhalb des Prozesses, eine ausführend-handwerkliche Arbeitsweise fordert, verlangt die Malerei stetige Reflexion. Sie nimmt mich stärker in Beschlag und fordert mich mehr heraus. Diese Reibung schätze ich, denn sie zwingt mich dazu, stets wachsam zu sein um das Bild in die gewollte Richtung zu lenken. Das Wissen um diese ist ein intuitiver Akt, der durch Distanznahme ständig hinterfragt wird.

Als Ausgangslage meiner Drucke und Malereien dienen häufig Skizzen in Kohle oder Aquarell, die vorwiegend draussen, «sur le motif», entstehen. Die dominierenden Sujets in meiner Arbeit sind Wälder, unbeachtete Naturstücke und unscheinbare grüne Flecken.Inhaltlich dreht sich mein Werk um Vergänglichkeit, um das Verhältnis vom Menschen zur Natur und seinen Blick darauf.

Ich wünsche mir, dass durch meine Arbeiten die Betrachter einen anderen, im besten Fall geschärften, Blick auf ihre Umgebung erhalten und so ihre Umgebung differenzierter wahrnehmen."

Für diesen Inhalt zuständig

Fachstelle Kunstsammlung & Kunst-und-Bau

Karin Frei Rappenecker
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