Marcel Gähler
Über die Werke



Über den Künstler
Marcel Gähler absolvierte in Zürich, seinem Geburtsort, eine kaufmännische Banklehre, bevor er sich 1990/91 an der Schule für Gestaltung den Vorkurs besuchte und dort anschliessend eine Ausbildung als Zeichenlehrer absolvierte. Seit 2001 lebt er in Winterthur. Ein Jahr später bezog er sein erstes Atelier in einer der leerstehenden Hallen im Sulzer-Areal. Später verlegte er sein Atelier in das Haus, wo er noch heute mit seiner Familie wohnt. Seit 1999 durfte Gähler mehrere wichtige Auszeichnungen wie Kunst- und Werkbeiträge des Kantons Zürich, den Förderpreis der Stadt Winterthur, den Carl Heinrich-Ernst-Kunstpreis, den Anerkennungsbeitrag der UBS Kulturstiftung usw. entgegennehmen. Gähler gehört zu den wenigen Winterthurer Kunstschaffenden mit internationaler Galerievertretung. Aktuell befindet er sich im Programm der Galerie Römerapotheke in Zürich, der Galerie Krethlow in Bern und der Galerie Aeroplastics in Brüssel. Auch in namhaften Institutionen wie 2010 im Museum Gertsch in Burgdorf, 2014 im Kunstmuseum Bern (@PROGR – Schaufenster zur Gegenwart) und 2016 im Robbi Museum in Sils-Maria stellte Gähler bereits aus. Von den Publikationen ist vor allem das 2012 im Verlag Patrick Frey Zürich erschienene Künstlerbuch «Nie ist die Nacht so dunkel wie in der Kindheit» hervorzuheben. Neben 41 Zeichnungen, die in Originalgrösse abgebildet sind, enthält das Buch einen literarischen Text des Winterthurer Schriftstellers Peter Stamm.
Ausgangspunkt für Gählers zeichnerisches wie auch malerisches Werk sind fotografische Vorlagen; zuerst gefundene, dann eigene. 2008 erklärte der Künstler in einem Interview mit Stefanie Kaspar vom Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft: «Die ersten Fotos, die ich gemalt habe, waren Unterwasserportraits von mir und meiner Frau.» Das war kurz vor der Jahrtausendwende. Danach schuf Gähler während knapp zehn Jahren nur noch menschenleere, düstere Bilder von verlassenen, im nächtlichen Dunkel versinken Gegenden. 2008 kehrte die Figur zurück in seine Bilder. Damals begann er, abfotografierte Ferienfotos zeichnerisch umzusetzen. (lac)
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