Hitze

Hitzewellen treten im Sommer wegen der Klimaveränderung immer häufiger und intensiver auf. Das belastet den Körper und kann die Gesundheit beeinträchtigen. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie sich schützen können und welche Massnahmen die Stadt Winterthur verfolgt.

Die Hitzebelastung in der Schweiz nimmt zu. Besonders in Städten wie Winterthur ist dies spürbar. Durch die dichte Bebauung und versiegelte Flächen können sich Städte stärker aufheizen. In der Nacht liegen die Temperaturen dort teilweise bis zu sechs Grad Celsius höher als im ländlichen Umland.

Hohe Temperaturen am Tag und eine fehlende Abkühlung in der Nacht belasten den Körper und können die Gesundheit gefährden. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bezeichnet Hitze als das grösste klimabedingte Gesundheitsrisiko in der Schweiz.

Handlungsempfehlungen bei Hitze

Körperliche Anstrengungen meiden

  • Körperliche Aktivität beschränken
  • Schattige Orte aufsuchen
  • Unvermeidbare körperliche Aktivitäten, wo möglich, auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen

Hitze fernhalten

  • Tagsüber Fenster schliessen und Sonne fernhalten (Vorhänge zuziehen, Fensterläden schliessen). Nachts und früh morgens lüften
  • Leichte luftige Kleidung tragen
  • Körper kühlen: duschen, kalte Tücher auf Stirn und Nacken, kühle Fuss- und Handbäder (Achtung, nicht zu kalt)

Viel trinken – leicht essen

  • Regelmässig Trinken (mind 1.5 Liter pro Tag, auch ohne Durstgefühl)
  • Alkohol und Süssgetränke meiden
  • Kleine, leichtere und dafür häufigere Mahlzeiten wählen
  • Auf ausreichende Versorgung mit Salz achten

Umgang mit Hitzestress

Bei grosser Hitze kann der Körper die eigene Temperatur nicht mehr gut regulieren. Es können hitzebedingte Erkrankungen wie Erschöpfung, Hitzeschlag oder Sonnenstich entstehen. 

Mögliche hitzebedingte Symptome

  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Erhöhter Puls
  • Starkes Schwitzen
  • Kopfschmerzen
  • Schwäche und Müdigkeit
  • Übelkeit oder Schwindel
  • Verwirrtheit , Bewusstseinsstörungen, Desorientierung

Wie handeln?

  • Einen kühlen oder schattigen Ort aufsuchen
  • sich hinlegen
  • Körper abkühlen, z.B. mit feuchten Tüchern
  • Wasser oder elektrolythaltige Getränke zu sich nehmen

Hilfe holen

Bessert sich der Zustand nicht, melden Sie sich sofort bei Ihrer Hausarztpraxis, beim Aerztefon unter 0800 33 66 55 oder beim Sanitätsnotruf 144.

Risikopersonen schützen

Diese Personen sind bei Hitze besonders gefährdet:

  • Senior:innen > 75 Jahre
  • Pflegebedürftige Menschen 
  • Menschen mit Beeinträchtigung
  • Menschen mit einer Vorerkrankung (z. B. mit einer chronischen Krankheit)
  • Schwangere und Säuglinge
  • Kinder
  • Sportler:innen bei intensiver Aktivität im Freien
  • Hitzeexponierte Arbeitnehmende
  • Obdachlose Menschen
  • Sozioökonomisch benachteiligte Gruppen
  • Sozial isolierte und alleinlebende Menschen

Während einer Hitzewelle muss besonders auf diese Risikogruppen geachtet werden. 

Was macht die Stadt Winterthur?

Die Stadt Winterthur wappnet sich systematisch gegen die zunehmende Hitze und weitere Folgen des Klimawandels. Die Anpassung an den Klimawandel ist eine Querschnittsaufgabe. Verschiedene städtische Bereiche sind darin eingebunden. 

Die Massnahmen sind vielfältig. Sie reichen von Bevölkerungsschutz über Begrünung, Entsiegelung und Regenwasserwirtschaft bis zur Siedlungsplanung.

Die bestehenden Massnahmen werden zukünftig ergänzt durch einen Hitzeaktionsplan. Dieser wird aktuell erarbeitet. Dieser soll die Stadt besser gegen Hitze-Ereignisse wappnen und Risikogruppen schützen. Das Projekt wird unterstützt durch das Förderprogramm Adapt+ des Bundes.

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