Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche entdecken die Welt, sammeln Erfahrungen und werden Schritt für Schritt selbstständiger. Prävention hilft ihnen dabei, Risiken zu erkennen, eigene Grenzen zu kennen, selbstbewusst Entscheidungen zu treffen und sich Unterstützung zu holen, wenn etwas nicht stimmt.

Sicherheit im Alltag

Gefahren erkennen und sicher handeln

Kinder und Jugendliche begegnen im Alltag vielen neuen Situationen – zu Hause, in der Schule, in der Freizeit oder unterwegs. Mit zunehmendem Alter treffen sie immer mehr Entscheidungen selbstständig und übernehmen mehr Verantwortung.

Umso wichtiger ist es, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu wissen, wie man in unterschiedlichen Situationen richtig handelt. Eine gute Vorbereitung, klare Regeln und offene Gespräche helfen dabei, Risiken zu verringern und das Sicherheitsbewusstsein zu stärken.

Sicherheit im Alltag bedeutet nicht, jede Gefahr zu vermeiden. Vielmehr geht es darum, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, verantwortungsbewusst zu handeln, eigene und die Grenzen anderer zu erkennen und sich bei Unsicherheiten Hilfe zu holen.

Verhalten im Internet

Bewusst, verantwortungsvoll und sicher online

Das Internet gehört zum Alltag vieler Kinder und Jugendlicher. Es bietet zahlreiche Möglichkeiten, bringt aber auch Risiken mit sich. Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien hilft dabei, sich selbst und andere zu schützen.

Mit persönlichen Daten sollte sorgfältig umgegangen werden. Sie sollten nur bewusst und mit Bedacht weitergegeben werden. Auch bei Nachrichten und Kontaktanfragen von unbekannten Personen ist Vorsicht geboten. Nicht alles, was im Internet zu finden ist, ist wahr, vertrauenswürdig oder harmlos.

Wenn Kinder und Jugendliche online etwas erleben, das ihnen Angst macht, sie verunsichert oder ihnen unangenehm ist, sollten sie darüber sprechen und sich Unterstützung holen. Eine vertraute Person kann helfen, die Situation einzuordnen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Mobbing und Ausgrenzung

Hinsehen, handeln und Unterstützung finden

Mobbing und Ausgrenzung können Kinder und Jugendliche stark belasten. Sie können in der Schule, in der Freizeit, in Gruppen oder im Internet vorkommen. Betroffene werden beispielsweise wiederholt beleidigt, ausgeschlossen, bedroht oder absichtlich verletzt.

Niemand muss mit Mobbing oder Ausgrenzung alleine umgehen. Wer selbst betroffen ist oder eine solche Situation beobachtet, kann sich an eine Vertrauensperson wenden – zum Beispiel an Eltern, Lehrpersonen oder andere Bezugspersonen.

Darüber zu sprechen, ist ein wichtiger erster Schritt. Unterstützung kann helfen, die Situation einzuordnen, geeignete Schritte zu finden und gemeinsam eine Verbesserung herbeizuführen.

Sicherheit im Strassenverkehr

Sicher unterwegs - heute und morgen

Kinder und Jugendliche sind täglich im Strassenverkehr unterwegs – zu Fuss, mit dem Velo, mit Elektro-Trendfahrzeugen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder als Mitfahrende im Auto. Dabei lernen sie Schritt für Schritt, sich sicher zu bewegen und mögliche Gefahren richtig einzuschätzen.

Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und einfache Regeln helfen dabei, sicher unterwegs zu sein. Dazu gehören beispielsweise das vorsichtige Überqueren von Strassen, das Beachten von Verkehrszeichen, das Tragen eines passenden Helms und ein bewusster Umgang mit Ablenkungen wie dem Handy.

Eltern, Bezugspersonen und das persönliche Umfeld können Kinder und Jugendliche dabei unterstützen. Durch Gespräche, gemeinsames Üben und ein gutes Vorbild im Alltag gewinnen sie Sicherheit und lernen, zunehmend selbstständig am Strassenverkehr teilzunehmen.

Alkohol, Drogen und Gruppendruck

Eigene Grenzen kennen und bewusst entscheiden

Als Jugendliche oder Jugendlicher erlebt man neue Situationen und sammelt eigene Erfahrungen. Dabei kann es vorkommen, dass Alkohol, Drogen oder der Einfluss anderer eine Rolle spielen. Auch Mutproben oder Gruppendruck können dazu führen, dass Jugendliche zu Graffiti, Sachbeschädigungen oder anderen strafbaren Handlungen überredet werden.

Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und sich nicht zu etwas überreden zu lassen, bei dem man sich unwohl fühlt. «Nein» zu sagen ist völlig in Ordnung und zeigt Stärke.

Über Erlebnisse, Fragen oder Sorgen mit vertrauten Personen zu sprechen, kann helfen, Situationen besser zu verstehen und eigene Entscheidungen zu treffen. Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld gibt Orientierung, stärkt das Vertrauen und fördert das Selbstbewusstsein.

Kenne deine Grenzen

«Nein» zu sagen ist völlig in Ordnung. Wer die eigenen Grenzen kennt und für sich einsteht, zeigt Stärke.

Gewalt, Missbrauch und Grenzverletzung

Grenzen erkennen, respektieren und Hilfe holen

Kinder und Jugendliche erleben im Alltag viele unterschiedliche Begegnungen und Situationen. Dabei ist es wichtig, ein Bewusstsein für persönliche Grenzen, Respekt und einen wertschätzenden Umgang miteinander zu entwickeln.

Jeder Mensch hat persönliche Grenzen, die respektiert werden müssen. Kinder und Jugendliche sollen lernen, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen, unangenehme Situationen ernst zu nehmen und sich Hilfe zu holen, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt.

Eltern, Grosseltern und andere vertraute Personen können unterstützen, indem sie aufmerksam zuhören, Sorgen ernst nehmen und eine offene Gesprächskultur fördern. Kinder und Jugendliche sollen wissen, dass sie sich jederzeit Hilfe holen dürfen und mit belastenden Situationen nicht alleine bleiben müssen.

Waffenprävention

Gefahren erkennen und Abstand halten

Waffen und andere gefährliche Gegenstände haben im Alltag von Kindern und Jugendlichen keinen Platz. Dazu gehören beispielsweise Messer, Schreckschusswaffen oder täuschend echte Spielzeugwaffen. Sie können andere Menschen einschüchtern, gefährliche Situationen auslösen und schwerwiegende Folgen haben.

Wer mit einer Waffe bedroht wird oder mitbekommt, dass jemand eine Waffe mit sich trägt, sollte sich nicht selbst in Gefahr bringen. Verlasse die Situation, suche eine erwachsene Vertrauensperson und informiere – wenn nötig – die Polizei.

Hilfe zu holen ist kein Petzen. Es kann dich und andere schützen.

Auch Eltern und Bezugspersonen können einen wichtigen Beitrag leisten. Gespräche über die Risiken von Waffen und darüber, wie Konflikte ohne Gewalt gelöst werden können, helfen Kindern und Jugendlichen, Verantwortung zu übernehmen und gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen.

Informationen für Eltern und Bezugspersonen

Zuhören, Vertrauen schaffen und Sicherheit geben

Eltern, Grosseltern und andere vertraute Personen sind wichtige Begleiter für Kinder und Jugendliche. Eine vertrauensvolle Beziehung und offene Gespräche schaffen die Grundlage dafür, dass junge Menschen sich bei Fragen, Sorgen oder Problemen an jemanden wenden können.

Es ist wichtig, Kindern und Jugendlichen zuzuhören, ihre Anliegen ernst zu nehmen und ihnen Sicherheit im Alltag zu geben. Gespräche über Themen wie Internet, persönliche Grenzen, Freundschaften oder schwierige Situationen helfen dabei, Fragen und Unsicherheiten frühzeitig anzusprechen.

Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume, um selbstständig zu werden. Gleichzeitig gibt eine verlässliche Begleitung Orientierung und unterstützt sie dabei, Gefahren besser einzuschätzen, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen und sich bei Bedarf Hilfe zu holen.

Auch Eltern und Bezugspersonen dürfen Unterstützung in Anspruch nehmen, wenn sie unsicher sind oder Fragen haben. Austausch und Beratung können helfen, Situationen besser einzuordnen und gemeinsam gute Lösungen zu finden.

Notfälle und wichtige Kontakte

Hilfe holen, wenn es darauf ankommt

Manchmal geraten Kinder und Jugendliche in Situationen, in denen sie nicht mehr weiterwissen oder sich überfordert fühlen. In solchen Momenten ist es wichtig zu wissen: Sie sind nicht alleine und dürfen sich jederzeit Hilfe holen.

Je nach Situation kann es hilfreich sein, Unterstützung oder Beratung in Anspruch zu nehmen. Verschiedene Anlaufstellen bieten ein offenes Ohr, Orientierung und konkrete Hilfe. Auch Eltern, Grosseltern und andere Bezugspersonen können sich beraten lassen, wenn Fragen entstehen oder sie Unterstützung im Umgang mit einer schwierigen Situation suchen.

Wenn Kinder und Jugendliche wissen, an wen sie sich wenden können, gibt das Sicherheit. Bei Fragen, Sorgen oder schwierigen Situationen fällt es leichter, rechtzeitig Hilfe zu holen.

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