Gefahren im Internet
Welche Gefahren lauern im Internet?
Das Internet ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Es ermöglicht uns, schnell Informationen zu finden, mit anderen Menschen zu kommunizieren und zahlreiche Dienste bequem zu nutzen. Gleichzeitig entstehen durch die zunehmende Digitalisierung aber auch neue Gefahren. Betrug, Datenmissbrauch, Cyberangriffe, Falschinformationen oder der unachtsame Umgang mit persönlichen Daten können für Nutzerinnen und Nutzer erhebliche Folgen haben.
Viele dieser Risiken sind auf den ersten Blick nicht erkennbar und treffen oft Menschen, die sich der Gefahren nicht bewusst sind. Ein sicherer Umgang mit dem Internet bedeutet deshalb, aufmerksam zu sein, Risiken zu erkennen und geeignete Schutzmassnahmen zu kennen. Durch Wissen und Vorsicht kann jeder dazu beitragen, sich selbst und andere besser vor digitalen Bedrohungen zu schützen.
Sind Sie betroffen, wählen Sie im Notfall: 117
Sie möchten Strafanzeige lieber persönlich am Schalter machen?
Melden Sie sich bei den Schaltern an der Obermühlestrasse 5, 8400 Winterthur, bei der Stadtpolizei Winterthur.
Und wenn Sie nur Online eine Meldung abgeben wollen, melden Sie sich bei der Cybercrime Polizei
5 Grundregeln gegen Gefahren im Internet
Datensicherung
Fotos, Dokumente und andere wichtige Daten sollten Sie auf externen Festplatten oder Datenträgern speichern. Sichern Sie Ihre Daten mit einer Sicherheitskopie, bevor Sie einen Datenverlust erleiden.
Schützen Sie Ihre Geräte
Schützen Sie Computer, Tablet und Mobiltelefon mit einem Virenschutzprogramm und einer aktivierten Firewall und aktualisieren Sie diese regelmässig.
Software-Updates
Halten Sie Ihre Geräte und Programme aktuell. Installieren Sie neue Updates möglichst zeitnah. Sie helfen dabei, Sicherheitslücken zu schliessen und Ihr Gerät zu schützen.
Starke Passwörter
Verwenden Sie für wichtige Benutzerkonten unterschiedliche Passwörter und geben Sie diese nicht an andere Personen weiter.
Ein Passwort sollte lang und nicht leicht zu erraten sein. Nutzen Sie wenn möglich eine zusätzliche Bestätigung bei der Anmeldung (2-Faktor Authentifizierung), zum Beispiel einen Codes auf Ihrem Smartphone.
Reality-Check (Realitätscheck)
Seien Sie beim Surfen im Internet stets misstrauisch und überlegen Sie sich gut, wo und wem Sie Ihre persönlichen Informationen preisgeben.
Datenschutz
Was ist Datenschutz?
Was ist Datenschutz?
Datenschutz bedeutet, dass Ihre persönlichen Daten geschützt werden. Sie bestimmen selbst, welche Informationen über Sie weitergegeben werden und wer sie sehen darf.
Zu diesen Daten gehören zum Beispiel Ihr Name, Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer, Fotos oder auch Passwörter.
Das Ziel vom Datenschutz ist es, zu verhindern, dass andere deine Daten ohne Erlaubnis verwenden oder weitergeben.
Warum sollten Sie Ihre Daten schützen?
Warum sollten Sie Ihre Daten schützen?
Man sollte seine persönlichen Daten schützen, weil diese Daten viel über Sie verraten und von anderen missbraucht werden können. Wenn falsche Personen an die Daten kommen, können sie diese zum Beispiel für Betrug nutzen, das Konto übernehmen oder in Ihrem Namen Dinge bestellen.
Auch scheinbar harmlose Informationen wie Name, Fotos oder Standort können gesammelt und gegen Sie verwendet werden. Oft merken Sie das erst, wenn schon ein Schaden entstanden ist.
Darum gilt: Je weniger persönliche Daten Sie im Internet preisgeben und je besser Sie sie schützen, desto sicherer sind Sie unterwegs.
Welche Gefahren erwarten Sie?
Welche Gefahren erwarten Sie?
Wenn persönliche Daten nicht gut geschützt sind, können sie im Internet von anderen missbraucht werden. Das kann verschiedene Folgen haben:
- Betrug: Ihre Daten werden genutzt, um in Ihrem Namen Dinge zu kaufen oder Geld zu erschleichen.
- Identitätsmissbrauch: Jemand gibt sich als Sie aus und erstellt zum Beispiel falsche Konten.
- Ungewollte Werbung: Ihre Daten werden gesammelt und für Spam oder Werbung verwendet.
- Datenweitergabe: Informationen über Sie können ohne Ihr Wissen weitergegeben oder veröffentlicht werden.
- Sicherheitsrisiken: Durch zu viele öffentliche Infos können andere herausfinden, wo Sie wohnen oder wann Sie nicht zu Hause sind.
Darum ist es wichtig, persönliche Daten bewusst und vorsichtig zu teilen.
Wie können Sie Ihre Daten schützen?
Wie können Sie Ihre Daten schützen?
Sie können Ihre persönlichen Daten im Internet mit einfachen Regeln gut schützen:
- Nur das Nötigste teilen: Geben Sie nur Informationen preis, die wirklich gebraucht werden.
- Privatsphäre-Einstellungen nutzen: Stellen Sie in Apps und sozialen Medien ein, wer Ihre Inhalte sehen darf.
- Starke Passwörter oder Passkeys nutzen: Verwenden Sie für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort. Wenn möglich, nutzen Sie einen Passkey, zum Beispiel mit Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Ihrer Geräte-PIN.
- Vorsicht bei fremden Personen: Geben Sie keine Daten an unbekannte Personen weiter.
- Keine sensiblen Daten posten: Zum Beispiel Adresse, Ausweise oder Passwörter nie öffentlich teilen.
- Links und Anfragen prüfen: Überlegen Sie immer, ob eine Anfrage echt ist, bevor Sie etwas anklicken oder angeben.
So behalten Sie die Kontrolle über Ihre Daten und sind sicherer im Internet unterwegs.
Was können Sie tun, wenn es schon zu spät ist?
Was können Sie tun, wenn es schon zu spät ist?
Wenn persönliche Daten bereits in falsche Hände geraten sind, ist es wichtig, schnell zu handeln. So kann weiterer Schaden oft verhindert werden.
- Passwörter sofort ändern: Vor allem bei E-Mail, Bank und wichtigen Konten.
- Konten überprüfen: Schauen Sie, ob es ungewöhnliche Aktivitäten gibt.
- Zugänge sperren lassen: Melden Sie sich sofort bei Banken oder Diensten, wenn etwas auffällig ist.
- Wichtige Informationen festhalten: Speichern Sie Nachrichten, E-Mails oder Screenshots, die später hilfreich sein können.
- Holen Sie sich Hilfe: Sprechen Sie mit Menschen, denen Sie vertrauen, oder wenden Sie sich an eine Beratungsstelle.
- Polizei einbeziehen: Die Polizei kann helfen, wenn Betrug oder Missbrauch passiert ist.
Je schneller man reagiert, desto besser kann man Schäden begrenzen.
Cybermobbing und Cyberstalking
Was ist Cybermobbing?
Was ist Cybermobbing?
Cybermobbing bedeutet, dass jemand im Internet oder über das Handy absichtlich böse zu einer anderen Person ist. Das kann in privaten Nachrichten oder auch öffentlich auf sozialen Medien passieren.
Dabei werden zum Beispiel beleidigende Nachrichten geschrieben, peinliche Bilder geteilt oder jemand wird absichtlich ausgeschlossen. Ziel ist es, eine andere Person zu verletzen oder fertigzumachen.
Was ist Cyberstalking?
Was ist Cyberstalking?
Cyberstalking bedeutet, dass eine Person über das Internet oder digitale Geräte immer wieder unerwünscht kontaktiert, beobachtet oder verfolgt wird. Betroffene können sich dadurch bedrängt oder in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen.
Dazu kann gehören, dass jemand:
- immer wieder Nachrichten schreibt, obwohl kein Kontakt gewünscht ist.
- nach einer Blockierung neue Konten erstellt und erneuet Kontakt aufnimmt,
- ständig verfolgt, was eine Person in sozialen Medien veröffentlicht oder macht.
- persönliche Informationen oder Bilder sammelt oder weiter verbreitet.
- Freunde, Familie oder andere Personen kontaktiert, um mehr über die betroffene Person zu erfahren.
Cyberstalking muss nicht nur im Internet stattfinden. Die gleiche Person kann jemanden auch im Alltag verfolgen, beobachten oder immer wieder unerwünscht aufsuchen.
Woran erkenne ich solches Verhalten?
Woran erkenne ich solches Verhalten?
Nicht jeder Streit oder unerwünschte Kontakt ist Cybermobbing oder Cyberstalking. Achten Sie besonders darauf, wenn eine Person immer wieder Kontakt sucht, obwohl Sie dies nicht möchten.
Anzeichen können zum Beispiel sein, wenn Sie immer wieder beleidigt oder bedroht werden, unerwünschte Nachrichten erhalten oder jemand ständig verfolgt, was Sie im Internet machen.
Fühlen Sie sich bedrängt, verfolgt oder bedroht, nehmen Sie die Situation ernst, Sprechen Sie mit einer Person, der Sie vertrauen und holen Sie sich Unterstützung.
Wie können Sie sich vor Cybermobbing schützen?
Wie können Sie sich vor Cybermobbing schützen?
Cybermobbing und Cyberstalking lassen sich nicht immer verhindern. Einige Massnahmen können jedoch helfen, Ihre persönlichen Informationen zu schützen und unerwünschte Kontakte einzuschränken.
- Überlegen Sie, welche Angaben, Bilder und Beiträge Sie im Internet veröffentlichen. Teilen Sie Ihren Wohnort, Telefonnummer oder andere persönlichen Angaben nicht öffentlich.
- Legen Sie fest, wer Ihre Beiträge, Bilder und persönlichen Informationen sehen darf. Prüfen Sie diese Einstellung regelmässig.
- Nehmen Sie nicht jede Freundschafts- oder Kontaktanfrage an. Prüfen Sie zuerst, ob Sie die Person kennen.
- Möchten Sie keinen weiteren Kontakt, können Sie die Person auf sozialen Medien oder in Messenger-Diensten blockieren.
- Veröffentlichen Sie Ihren aktuellen Standort nicht und prüfen Sie, welche Apps auf Ihren Standort zugreifen können.
- Wenn Ihnen ein Kontakt oder ein Verhalten unangenehm vorkommt, sprechen Sie mit einer Person, der Sie vertrauen.
Sie sind Opfer von Cybermobbing oder Cyberstalking, was können Sie tun?
Sie sind Opfer von Cybermobbing oder Cyberstalking, was können Sie tun?
Wenn Sie von Cybermobbing oder Cyberstalking betroffen sind, ist es wichtig, Schritt für Schritt vorzugehen:
- Nicht antworten: Ruhig bleiben und antworten Sie sich nicht auf Drohungen, beleidigende oder wiederholte Nachrichten.
- Informationen sichern: Es ist sinnvoll, Nachrichten, Profile und Screenshots aufzubewahren, denn diese könnten später wichtig werden.
- Blockieren: Die Personen blockieren, damit sie Sie nicht weiter kontaktieren können.
- Melden: Melden Sie die Person oder problematische Inhalte auf der jeweiligen Plattform. Beiträger oder Bilder können Sie auch zur Entfernung melden.
- Hilfe holen: Sprechen Sie mit jemandem, dem Sie vertrauen (z. B. Familie, Freunde oder andere Bezugspersonen).
- Unterstützung suchen: Bei stärkerem oder anhaltendem Mobbing kann auch eine Beratungsstelle oder die Polizei helfen.
Sie müssen damit nicht alleine umgehen – je früher Sie sich Hilfe holen, desto besser lässt sich die Situation stoppen.
Malware (Schadsoftware) & Hacking
Was ist eine Malware (Schadsoftware) und was ist Hacking?
Was ist eine Malware (Schadsoftware) und was ist Hacking?
Schadsoftware: ist ein Programm oder eine Datei, die absichtlich entwickelt wurde, um einem Gerät zu schaden. Sie kann auf Computer, Handy oder Tablet gelangen, oft ohne dass man es sofort merkt – zum Beispiel über unbekannte Links, E-Mail-Anhänge oder unsichere Downloads.
Sobald Schadsoftware auf dem Gerät ist, kann sie verschiedene Dinge tun: Sie kann Daten stehlen, Dateien löschen, das Gerät langsamer machen oder sogar den Zugriff auf das Gerät sperren. Oft arbeitet sie im Hintergrund, sodass man den Schaden erst später bemerkt.
Hacking: Beim Hacking versuchen Personen, ohne Erlaubnis auf ein Gerät, ein Benutzerkonto oder Daten zuzugreifen. Dafür können zum Beispiel gestohlene Passwörter oder Sicherheitslücken genutzt werden.
Welche Gefahren gibt es und wie entstehen sie?
Welche Gefahren gibt es und wie entstehen sie?
Es gibt verschiedene Arten von Schadsoftware, die jeweils anders funktionieren und unterschiedliche Ziele haben:
- Viren: Viren hängen sich an Dateien oder Programme an. Wenn man diese öffnet, verbreiten sie sich weiter und können Daten verändern, beschädigen oder löschen.
- Würmer: Würmer sind besonders «selbstständig». Sie brauchen keine Datei, sondern verbreiten sich automatisch über Netzwerke und können viele Geräte gleichzeitig infizieren.
- Trojaner: Trojaner sehen auf den ersten Blick harmlos aus, zum Beispiel wie ein normales Programm oder eine Datei. Im Hintergrund führen sie jedoch schädliche Aktionen aus, ohne dass man es merkt.
- Spyware: Diese Schadsoftware bleibt oft unbemerkt und beobachtet das Gerät. Sie kann zum Beispiel Passwörter, Nachrichten oder andere persönliche Daten auslesen.
- Ransomware: Diese Form sperrt den Zugriff auf das Gerät oder verschlüsselt wichtige Daten. Danach verlangen die Täter Geld, damit man wieder Zugriff erhält.
Schadsoftware gelangt oft über alltägliche Situationen auf ein Gerät, ohne dass man es sofort erkennt. Auch Angreifer, sogenannte Hacker, können versuchen, über diese Wege an Ihre Daten oder Konten zu gelangen:
- E-Mails mit Anhängen oder Links: Besonders gefährlich sind E-Mails von unbekannten oder gefälschten Absendern, vor allem wenn sie Anhänge oder Links enthalten. Diese können Schadsoftware enthalten oder auf unsichere Webseiten führen.
- Gefälschte Webseiten: Gefälschte Webseiten können wie bekannte Webseiten aussehen. Dort werden Sie zum Beispiel aufgefordert, Ihr Passwort einzugeben. So können Täter an Ihre Zugangsdaten gelangen.
- Unsichere Passwörter: Einfache oder mehrfach verwendete Passwörter machen es Tätern leichter, sich auf Ihrem Konto anzumelden.
- Downloads aus unbekannten Quellen: Programme, Spiele oder Dateien von unbekannten oder unsicheren Webseiten können Schadsoftware enthalten. Wenn man solche Dateien herunterlädt, kann das dem Gerät schaden oder Daten können gestohlen werden.
- Gefälschte Nachrichten (z. B. Phishing): Nutzer werden dazu gebracht, auf Links zu klicken oder Dateien zu öffnen.
- Fehlende Updates: Alte Programme können Sicherheitslücken haben. Diese können von Hackern genutzt werden.
- Sicherer Umgang mit USB-Sticks: Prüfen Sie fremde Speichermedien, bevor Sie sie verwenden.
Wie können Sie Ihre Geräte schützen?
Wie können Sie Ihre Geräte schützen?
Sie können ihr Gerät mit einfachen Regeln gut schützen:
- Keine unbekannten Links öffnen: Klicken Sie nicht auf Links aus fremden oder komischen Nachrichten.
- Nur sichere Downloads: Programme, Spiele oder Dateien nur von bekannten und vertrauenswürdigen Seiten herunterladen
- E-Mails vorsichtig prüfen: Anhänge oder Links von unbekannten Absendern nicht öffnen.
- Regelmässige Updates: Gerät und Apps immer aktuell halten, damit Sicherheitslücken geschlossen werden.
- Virenschutz nutzen: Ein aktuelles Schutzprogramm hilft, Ihr Gerät sicher zu halten und mögliche Gefahren zu erkennen.
- Vorsichtig sein im Internet: Nicht alles anklicken oder herunterladen, was angeboten wird.
- Daten regelmässig sichern: Speichern Sie wichtige Bilder, Dokumente und andere Dateien zusätzlich an einem zweiten Ort. So gehen diese bei einem Angriff oder Defekt nicht verloren.
So können Sie das Risiko deutlich verringern, dass Schadsoftware auf Ihr Gerät kommt.
Was können Sie tun, wenn Sie Schadsoftware oder einen fremden Zugriff auf Ihrem Gerät vermuten?
Was können Sie tun, wenn Sie Schadsoftware oder einen fremden Zugriff auf Ihrem Gerät vermuten?
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Gerät infiziert oder gehackt sein könnte, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und schnell zu handeln:
- Internet trennen: Schalten Sie WLAN oder mobile Daten aus. So verhindern Sie, dass weitere Daten über das Internet gesendet werden.
- Keine Passwörter eingeben: Melden Sie sich vorerst nicht bei wichtigen Konten an.
- Virenscan starten: Führen Sie sofort einen Scan mit einem Virenschutzprogramm durch.
- Verdächtige Apps prüfen: Öffnen Sie keine Programme oder Dateien, die Ihnen unbekannt sind oder verdächtig vorkommen.
- Passwörter ändern: Von einem sicheren Gerät aus wichtige Passwörter ändern (z. B. E-Mail, Bank).
- Konten überprüfen: Prüfen Sie, ob es unbekannte Anmeldungen oder andere Aktivitäten auf Ihrem Konto gibt.
- Hilfe holen: Wenn Sie unsicher sind, fragen eine Fachperson, den Support oder eine Vertrauensperson um Rat.
So können Sie mögliche Schäden begrenzen und Ihr Gerät wieder sicher machen.
Internet Betrugsarten
Online-Anlagebetrug & Kleinanzeigenbetrug
Online-Anlagebetrug & Kleinanzeigenbetrug
Online-Anlagebetrug: Beim Online-Anlagebetrug werden im Internet hohe Gewinne oder besonders gute Anlagemöglichkeiten versprochen. Betrüger nutzen dafür zum Beispiel Webseiten, Werbung oder soziale Medien. Oft wirkt das Angebot auf den ersten Blick seriös.
Kleinanzeigenbetrug: Beim Kleinanzeigenbetrug nutzen Betrüger Online-Marktplätze und Verkaufsplattformen um an Geld, waren oder persönliche Daten zu gelangen. Dabei können sowohl Käufer als auch Verkäufer betroffen sein.
Auch beim Verkauf ist Vorsicht nötig: Ein angeblicher Käufer kann Ihnen beispielsweise einen gefälschten Link zur Bezahlung oder zum Versand schicken und Sie auffordern, dort Ihre persönlichen oder Zahlungsdaten einzugeben.
Romance-Scam & Sextortion
Romance-Scam & Sextortion
Beim Romance-Scam bauen Betrüger über das Internet gezielt eine persönliche oder romantische Beziehung auf. Sie gewinnen das Vertrauen der betroffenen Person und bitten später häufig um Geld oder andere finanzielle Hilfe.
Bei Sextortion werden Personen mit intimen Bilder oder Videos unter Druck gesetzt. Die Täter drohen beispielsweise damit, die Aufnahmen zu veröffentlichen oder an die Familie und Freunde zu schicken, wenn kein Geld bezahlt wird.
Phishing
Phishing
Beim Phishing versuchen Betrüger, an Passwörter, Bankdaten oder andere persönliche Informationen zu gelangen. Dafür verschicken sie zum Beispiel gefälschte E-Mails oder Nachrichten. Diese sehen oft so aus, als würden sie von einer Bank, der Post oder einem bekannten Unternehmen stammen.
Money Mules (Geldkuriere)
Money Mules (Geldkuriere)
Money Mules sind Personen, die dazu gebracht werden, Geld auf ihrem eigenen Bankkonto zu empfangen und weiterzuleiten. Dafür versprechen Betrüger zum Beispiel einen einfachen Job oder eine schnelle Möglichkeit, Geld zu verdienen. Das überwiesene Geld kann jedoch aus einer Straftat stammen.
Fake News
Was sind Fake News?
Was sind Fake News?
Fake News sind bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen, die den Eindruck erwecken, echte Nachrichten zu sein. Sie werden häufig über das Internet und soziale Medien verbreitet und können dazu führen, dass Menschen falsche Informationen glauben oder weitergeben. Oft werden dabei starke Gefühle wie Angst, Unsicherheit oder Wut angesprochen. Deshalb ist es wichtig, Informationen kritisch zu prüfen und die Quelle zu hinterfragen.
Wie erkennen Sie Fake News im Alltag?
Wie erkennen Sie Fake News im Alltag?
Fake News erkennt man oft daran, dass sie besonders auffällig oder einseitig wirken. Häufig sind die Überschriften sehr reisserisch und sollen starke Emotionen auslösen, zum Beispiel Angst, Wut oder grosses Staunen. Solche Inhalte wollen oft, dass man schnell klickt oder sie sofort weiterverbreitet, ohne nachzudenken.
Ein wichtiger Hinweis ist auch die Quelle. Wenn nicht klar ist, wer die Information veröffentlicht hat, oder wenn die Seite unbekannt oder wenig vertrauenswürdig wirkt, sollte man vorsichtig sein. Seriöse Nachrichten nennen immer ihre Herkunft und zeigen, woher die Informationen stammen.
Oft fehlen bei Fake News auch klare Belege oder überprüfbare Fakten. Stattdessen werden Behauptungen aufgestellt, ohne dass sie erklärt oder bewiesen werden. Auch Bilder oder Videos können aus dem Zusammenhang gerissen oder verändert sein, sodass sie etwas anderes zeigen, als eigentlich passiert ist.
Wenn Ihnen eine Nachricht komisch vorkommt, hilft es, sie mit anderen Quellen zu vergleichen. Wenn mehrere vertrauenswürdige Seiten das Gleiche berichten, ist die Information eher glaubwürdig. Wenn nicht, sollte man vorsichtig sein und sie besser nicht weiterverbreiten.
Im Gegensatz zu echten Fehlern (versehentliche journalistische Fehler) liegt bei Fake News immer eine bewusste Täuschungsabsicht.
Welche Gefahren verstecken sich in Fake News?
Welche Gefahren verstecken sich in Fake News?
Fake News können auf den ersten Blick harmlos wirken, haben aber oft ernsthafte Folgen:
- Falsche Entscheidungen: Falsche Informationen können dazu führen, dass Menschen Entscheidungen treffen, die sie sonst nicht getroffen hätten.
- Angst und Verunsicherung: Fake News können bewusst Angst oder Stress auslösen.
- Manipulation: Menschen werden in ihrer Meinung beeinflusst oder gezielt in eine Richtung gelenkt.
- Gerüchte und Streit: Wenn falsche Informationen weitergegeben werden, kann es zu Missverständnissen kommen. Menschen können dadurch Dinge falsch verstehen oder sich gegenseitig beschuldigen.
- Verlust von Vertrauen: Es wird schwieriger zu unterscheiden, was echt und was falsch ist.
Darum ist es wichtig, Informationen immer zu prüfen, bevor man sie glaubt oder weitergibt.
Wie können Sie sich vor Fake News schützen?
Wie können Sie sich vor Fake News schützen?
Sie können sich mit einfachen Gewohnheiten gut vor Fake News schützen:
- Nicht alles sofort glauben: Erst kurz überlegen, bevor man einer Nachricht vertraut.
- Quelle prüfen: Schauen, wer die Information veröffentlicht hat.
- Vergleichen: Prüfen Sie, ob auch andere vertrauenswürdige Seiten das Gleiche berichten.
- Auf Inhalt achten: Manche Informationen wirken besonders spannend oder schockierend, damit sie schnell geteilt werden. Prüfen Sie solche Aussagen deshalb genauer.
- Nicht sofort teilen: Keine Nachrichten weiterleiten, bevor Sie sicher sind, dass sie stimmen.
So vermeiden Sie, falsche Informationen zu glauben oder weiterzuverbreiten.
Deep Fakes
Was sind Deep Fakes?
Was sind Deep Fakes?
Ein Deep Fake ist ein mit künstlicher Intelligenz manipulierter oder künstlich erzeugter Medieninhalt wie ein Video, ein Bild oder eine Audioaufnahme. Die KI nutzt echte Daten aus dem Internet, wie Personen aussehen, sich bewegen oder klingen und ahmt diese dann täuschend echt nach.
Wie funktionieren Deep Fakes und wo werden sie eingesetzt?
Wie funktionieren Deep Fakes und wo werden sie eingesetzt?
Oft werden für Deepfakes verschiedene Verfahren der KI eingesetzt. Die KI kann aus vorhandenen Bildern, Videos oder Tonaufnahmen die Merkmale einer Person erfassen und daraus neue Inhalte erzeugen oder bestehende Aufnahmen verändern.
So kann beispielsweise das Gesicht einer Person in ein anderes Bild oder Video eingesetzt oder ihre Stimme künstlich nachgebildet werden. Dadurch kann der Eindruck entstehen, eine Person sage oder tue etwas, obwohl dies nie geschah.
Für solche Manipulationen reichen heute teilweise bereits wenige Ausgangsdaten. Die Ergebnisse können sehr realistisch wirken und sind zunehmend schwierig von echten Aufnahmen zu unterscheiden.
Typische Anwendungsbereiche
Typische Anwendungsbereiche
Deepfakes sind mithilfe von Künstlicher Intelligenz erzeugte oder veränderte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, die täuschend echt wirken können. Sie werden unter anderem für Filme, Unterhaltung oder kreative Projekte eingesetzt, können aber auch dazu dienen, Menschen zu täuschen, Falschinformationen zu verbreiten, Betrugsversuche zu unterstützen oder den Ruf einer Person zu schädigen.
So erkennen Sie Deep Fakes
So erkennen Sie Deep Fakes
Gute Deepfakes sind mit blossem Auge schwer zu erkennen und die offensichtlichen Erkennungsmerkmale sind nahezu verschwunden. Schlecht gemachte Deepfakes sind wegen unnatürlicher Mimik, verschwommenen Übergängen oder seltsamen Rändern, oder aber Tonproblemen zu erkennen, je länger je mehr nehmen diese Erkennungsmerkmale auch weiter ab.
Ein wichtiges Tool um einen möglichen Deepfake zu erkennen ist das Quellenverzeichnis. Darüber kann man gut feststellen, ob die Informationen rechtmässig sind. Denn wenn ein Inhalt korrekt ist und publiziert wird, ist die Aussage auch meist bei anderen unabhängigen Quellen auffindbar und stammt von einem offiziellen Kanal.
Schutz und Gegenmassnahmen
Schutz und Gegenmassnahmen
Um sich vor Deepfakes zu schützen, sollte man im Internet sparsam mit persönlichen Bildern und Videos umgehen. Man sollte nur mit Leuten Bilder teilen, die man auch sicher kennt und auch nur von diesen Anfragen entgegennehmen.
Nicht alle Inhalte im Internet sind zuverlässig oder entsprechen den tatsächlichen Gegebenheiten. Wirkt ein Beitrag ungewöhnlich, überraschend oder schwer nachvollziehbar, lohnt es sich, kurz zu überlegen und ihn nicht ungeprüft weiterzuverbreiten. Hilfreich ist es, die Quelle und Herkunft der Informationen zu überprüfen und – wenn möglich – weitere vertrauenswürdige Quellen zum Vergleich heranzuziehen. So lässt sich das Risiko verringern, unbeabsichtigt irreführende oder falsche Informationen weiterzugeben.
Für diesen Inhalt zuständig
Stadtpolizei
Standort Stadtpolizei
Standort Stadtpolizei
Öffnungszeiten
| Montag–Mittwoch | 08.00-17.00 Uhr |
| Donnerstag | 08.00-18.00 Uhr |
| Freitag | 08.00-17.00 Uhr |
Sie können in einigen Fällen auch online Anzeige erstatten: Suisse ePolice – der Schweizer Online-Polizeiposten (suisse-epolice.ch)
Dringende Anzeigen werden an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr entgegengenommen.
Im Notfall 117 anrufen.
Standort Verwaltungpolizei
Standort Verwaltungpolizei
Öffnungszeiten
| Montag–Freitag | 07.30–12.00, 13.30–17.00 Uhr |
Vor Feiertagen bis 16.00 Uhr besetzt.
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