Velostadt Winterthur

Winterthur ist die velofreundlichste Grossstadt der Schweiz. Seit 2005 ermittelt Pro Velo alle vier Jahre, welche Stadt für Velos punkto Infrastruktur, Sicherheit und Velokultur am attraktivsten ist. Winterthur hat den Titel erstmals 2005 gewonnen und zuletzt im Jahr 2025 erneut verteidigt.
In Winterthur wird viel Velo gefahren
In 80 Prozent der Winterthurer Haushalte gibt es mindestens ein Velo. 34 Prozent der Haushalte besitzen sogar drei oder mehr. Auch das ist in der Schweiz ein Spitzenwert. In Befragungen geben 58 Prozent der Winterthurer:innen an, mindestens zweimal die Woche mit dem Velo oder E-Bike zur Arbeit oder Ausbildung zu fahren.
Hohe Zufriedenheit
Die Winterthurer:innen fahren nicht nur viel, sondern vor allem auch sehr gerne Velo. Studien zum Stadtverkehr der letzten Jahre zeigen, dass die Zufriedenheit unter den Winterthurer Velofahrenden überdurchschnittlich hoch ist. Das Velo ist für viele Wege in der Stadt die ideale Wahl: Es ist schnell, kostengünstig, gesund und umweltfreundlich.
So zufrieden sind die Winterthurer Velofahrer:innen mit der Verkehrssituation
Aktuelle Veloinfrastruktur
Die Zufriedenheit der Winterthurer Velofahrenden kommt nicht von ungefähr. Die Stadt hat vielerorts ein sehr attraktives Velonetz, mit über 175 Kilometern Velowege und rund 5'500 Veloabstellplätzen rund um den Hauptbahnhof. Die 2023 eröffnete Veloroute Töss erhielt den Prix Velo Infrastruktur. In den nächsten Jahren werden insgesamt sechs solcher Velorouten umgesetzt, die das Zentrum mit den Quartieren verbinden.
Herzstück Velounterführung: Über eine Million pro Jahr
Seit Ende 2021 verbindet die Veloquerung Nord die beiden Seiten des Hauptbahnhofs. Durch sie kommen Velofahrer:innen ganz bequem von der Altstadt ins Neuwiesenquartier und zurück. Wer sein Velo am Bahnhof abstellen möchte, hat aus der Unterführung direkten Anschluss an die Velostation Rudolfstrasse.
Über eine Million Velos fahren jährlich durch die Unterführung. Das misst ein Zähler an der Turnerstrasse. Von ihm lässt sich fortlaufend ablesen, wie viele Velofahrer:innen die Unterführung im aktuellen Jahr bereits durchquert haben.
Das ist weiter geplant
Damit Winterthur für Velofahrende weiterhin so attraktiv bleibt, wird neu gebaut und Bestehendes instand gehalten. Diese Projekte sind im Gang:
- Sechs Velorouten werden umgesetzt.
- Das Velo- und Cargobike-Sharing wird ausgebaut.
- Gemeinsam mit der Bevölkerung hat die Stadt 400 Schwachstellen im Velonetz gefunden. Diese werden nun Schritt für Schritt behoben – bei laufenden Strassenbauarbeiten oder bei Sanierungen.
- Das Netz der Velozählstellen wird ausgebaut.
Ausbau der Veloinfrastruktur am Bahnhof
Schon heute nutzen täglich rund 120'000 Personen den Bahnhof Winterthur, bis 2050 sollen es bis zu 200'000 Personen sein. Um viele davon für das Velo zu gewinnen, wird die Veloinfrastruktur weiter ausgebaut.Ab 2028 stehen in der Velostation Stellwerk zusätzliche Abstellplätze zur Verfügung und an der Paulstrasse 12 eröffnet 2028 ein neues Veloparking mit bis zu 750 überdachten Veloabstellplätzen. Insgesamt sollen die Veloparkplätze rund um den Bahnhof bis 2030 auf 7'200 erhöht werden.
Velokarte
Auf der Karte finden Sie empfohlene Velowege für den Alltag und weitere Angebote rund ums Velofahren in Winterthur – zum Beispiel Velostationen und Standorte für Veloreparaturen.
Empfohlene Strecke
Schnelle ergänzende Strecke für Routinierte
Verbindung in PlanungIn der Freizeit Velofahren
Für viele ist das Velo nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch ein sehr beliebtes Hobby. Auch dafür ist Winterthur gut ausgestattet. Wer eine Velotour machen möchte, findet rund um Winterthur die ideale Gelegenheit dazu. Wer einen Veloclub sucht, geht auf die Seite von Sportplanet.
Mountainbiker finden beim Reitplatz den Trail Eldorado und einen Pumptrack. Für BMX-Begeisterte gibt es in Dättnau eine Piste.
Velofahren hat Tradition
Noch bevor 1884 das moderne Fahrrad auf den Markt kam, gründeten Studenten den ersten Winterthurer Radfahrerverein. Zuerst waren Velos noch Luxusgüter und damit eine Sache der Wohlhabenden. Fürs Velofahren war eine amtliche Bewilligung nötig. Doch das Velo wurde mit der Zeit erschwinglich: Aus 677 registrierten Velos im Jahr 1895 wurden bis 1901 rasch 3'400. Winterthur entwickelte sich Tritt um Tritt zu einer echten Velostadt.
Dies auch wegen der Angestellten von Sulzer: Sie fuhren mit dem Velo zur Arbeit. Es war das Verkehrsmittel, das sie sich leisten konnten.

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