Grünanlagen & Spielplätze

Die Gartenstadt Winterthur verdankt ihren Namen ihren zahlreichen Gärten und Parkanlagen. Oft handelt es sich dabei um Villengärten und Landschaftsparks, die einst von wohlhabenden Industriellen angelegt wurden und heute als öffentliche Parkanlagen allen zur Verfügung stehen. Stadtgrün Winterthur pflegt und unterhält 90 öffentliche Grünanlagen sowie 165 Spielplätze. Hier eine Auswahl nach Quartieren. Direkt auf dieser Seite einige Grünanlagen in der Altstadt. Die vollständige Liste ist im Stadtplan abrufbar.

Stadtplan der Nutzungen

Der virtuelle «Stadtplan der Nutzungen» gibt einen Überblick über spezifische Nutzungsmöglichkeiten öffentlicher Räume wie Spielplätze oder Quartieranlagen. Für die exklusive Nutzung eines öffentlichen Raums kann bei der Verwaltungspolizei eine Bewilligung beantragt werden. 

Der Stadtgarten in der Altstadt

Der repräsentative Stadtgarten befindet sich an zentraler Lage, direkt angrenzend an die Altstadt, und ist die am meisten genutzte öffentliche Grünanlage in Winterthur. Der Park dient der Erholung, dem Vergnügen, Spielen, Sporttreiben und sich Verpflegen. Mit der im Herbst 2026 abgeschlossenen Sanierung ist der Stadtgarten mit seinen grosszügigen Rasenflächen, dem Blumengarten, dem beleuchteten Wasserbecken in der Parkmitte, zwei grossen Spielplätzen, Sitzbänken, einer Kulturfläche, dem Barockhäuschen, einem kleinen Gastrobetrieb sowie einem Baumbestand mit alten wie auch jungen Bäumen auf die gestiegenen Bedürfnisse der Bevölkerung und auf die hohe Nutzungsbelastung besser angepasst worden.

Was ist neu:

  • Der trennende Ballfangzaun und die Mauer zwischen Altstadtschulhaus und Stadtgarten wurden entfernt. 
  • Die Wege und Parköffnungen wurden angepasst, um die Personenströme flüssiger und die umliegenden Orte wie das Kunst- und Naturmuseum, das Theater Winterthur, das Jonas-Furrer-Denkmal oder den Merkurplatz besser zu verknüpfen. 
  • Das Wasserbecken in der Parkmitte wurde umfassend saniert und für Spiel und Erfrischung zugänglich gemacht. 
  • Komplett erneuert wurde der grosse Spielplatz mitten im Stadtgarten, der sich in verschiedene Spielbereiche für grössere und kleinere Kinder gliedert. Hinzugekommen ist ein zweiter neuer Spielplatz zwischen Altstadtschulhaus und Stadtgarten. 
  • Rund um das Barockhäuschen wurden blühende Stauden gesetzt, um das historische Gebäude in Szene zu setzen. 
  • Die Fläche zwischen Barockhäuschen und Merkurplatz wurde offener und durchlässiger gestaltet. 
  • Ökologische Aspekte waren im Sanierungsvorhaben zentral. So wird sämtliches Meteorwasser (Wasser aus Niederschlägen wie Regen, Schnee oder Tau) künftig im Park versickern und zur wertvollen Grundwasserneubildung beitragen. 
  • Die veralteten Strom- und Wasserleitungen wurden ersetzt und die historischen Parkleuchten auf energieeffiziente Leuchtmittel umgerüstet. 
  • Der zentrale Blumengarten ist zum Kulturgarten mit Wildpflanzen, robusten Blütenstauden und historischen Kulturpflanzen entwickelt worden und es wurden Dutzende neue Bäume und Sträucher gepflanzt.

Brühlgutpark

Der Brühlgutpark ist das Verbindungsstück mehrerer Quartiere. Die Rasen-Arena eignet sich für Freizeitaktivitäten verschiedenster Art. Um das Rasenoval gesellen sich Sitznischen, ein Spielplatz mit Klettergarten und Staudenbeete in verschiedenen Farbkombinationen. Im Baumgürtel finden sich Baumriesen aus der Gründerzeit. Ein «tanzender» Zaun bildet einen sicheren Abschluss gegen die viel befahrene Zürcherstrasse. Der Brühlgutpark wurde 1862 von Conrad Löwe als Villen- und Landschaftsgarten für den Industriellen Heinrich Rieter-Ziegler erschaffen. Nach dem Kauf durch die Stadt Winterthur 1920 wurde das Landgut etappenweise zum öffentlichen Begegnungsort mit Alterszentrum und Invalidenwohnungen ausgebaut. Der Park blieb über 100 Jahre weitgehend unverändert. Mit einer umfassenden Umgestaltung ab 2009 legte das Winterthurer Landschaftsarchitekturbüro Rotzler Krebs Partner den Grundstein für die aktuelle und künftige Nutzung. Der Brühlgutpark erhielt in Folge zahlreiche Auszeichnungen Darunter den Schulthess-Gartenpreis (2011), den Deutschen Landschaftsarchitekturpreis (2011) sowie den «Hasen in Gold» von Hochparterre (2010).

Ein Park mit Bäumen, Rasen und Blumenbeet.
© Stadtgrün Winterthur / Christian Wieland CC BY-SA

Frohbergpark

Der Frohbergpark am Fuss des Heiligbergs verbindet die Wohnquartiere mit der Altstadt und dem Sulzer-Areal. Mit dem alten Baumbestand, dem Spielplatz, den Sitzmöglichkeiten und der Spiel- und Liegewiese ist der Frohbergpark für die angrenzenden Wohnquartiere ein wichtiger Nah- und Kurzerholungsraum. Die Villa Frohberg und das Gärtnerhaus an der Unteren Vogelsangstrasse wurden 1868 vom Architekten Ernst Jung im Auftrag des Sulzer-Ingenieurs Johann Rudolf Ernst-Reinhart erbaut. 1947 und 1958 kaufte die Stadt Winterthur das Grundstück in zwei Etappen. Kurz darauf wurde ein Teil des englischen Landschaftsparks mit Aussichtsterrasse, Ententeich mit Grotte und üppigem Baumbestand für den Ausbau der Unteren Vogelsangstrasse geopfert. Es folgten der Bau der heutigen Freien Schule (1971) und ein Kinderspielplatz (1973). 

Zwei Wege in einem grünen Park mit Bäumen.
© Stadtgrün Winterthur / Christian Wieland CC BY-SA

Inneres Lind

Die Anlage Inneres Lind ist ein für Winterthur typischer Quartierpark und Nachbarschaftstreffpunkt. Eine Schwebebahn, ein Trampolin, eine Steilrutsche für Abenteuerlustige sowie eine Slackline sind neue Elemente auf dem Spielplatz. Der im Jahr 2026 frisch sanierte Spielplatz bietet aber auch Schaukeln, Rutschen für die Kleinen, einen Kletterturm, eine Wippe, einen Sandkasten und einen Tischtennistisch. Daneben gibt es Sitzbänke und Picknicktische. Die Anlage ist ebenerdig zugänglich. Die wasserdurchlässigen Rasenwaben dienen gleichzeitig als Fallschutz. Der Neugestaltung des Spielplatzes ging ein breit angelegter Mitwirkungsprozess in der Anwohnerschaft voran. In Anlehnung an den vorhergehenden Spielplatz, der aus zahlreichen orangen Elementen bestanden hatte, die dem Spielplatz den Spitznamen «oranger Spielplatz» verliehen, wurde der Farbton Orange in etwas dezenterer, zeitgemässer Ausführung bei den neuen Spielgeräten wieder aufgenommen.

Entstanden ist die Grünanlage im Jahr 1901 mit der Nutzung als Promenade durch die Verlegung der Bahnstrasse. Die Transformatorenstation wurde 1927 erbaut und es entstand ein kleiner Park entlang der Bahn. Die heutigen Gestaltungselemente gehen auf eine jüngere Bauphase zurück, welche im Zusammenhang mit dem Bau der Velounterführung 1968 erfolgte. 

Spielplatz mit Schaukeln und Rutschen bei sonnigem Wetter.
© Stadtgrün Winterthur

Lindengutpark

Der Lindengutpark mit dem herrschaftlichen Gebäude samt Nebengebäuden, den geschwungenen Wegen, Teichen, Brunnen und mächtigen Bäumen ist einer der ältesten Gärten Winterthurs. Der Villenpark ist nicht nur Standort des Museums Lindengut, sondern auch Heimat eines der städtischen Trauzimmer und der grossen Volièren der ornithologischen Gesellschaft Winterthur. Der historische Villenpark wird wegen der Volièren im Volksmund auch «Vögelipark» genannt. 

Der Landschaftspark wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestaltet, vermutlich unter Einfluss des bekannten Botanikers Philippe de Claireville. Gegen Ende des gleichen Jahrhunderts wurde der Park unter Beratung des Gartenarchitekten Evariste Mertens erweitert und umgestaltet. 1946 kaufte die Stadt Winterthur das Anwesen.

Gartenlandschaft mit Bäumen, Gehwegen und einem Gebäude im Hintergrund.
© Stadtgrün Winterthur / Christian Wieland CC BY-SA

Stadthausanlage

Die Grünanlage um das Semper Stadthaus bietet an zentraler Lage Sitztreppen, Springbrunnen, Parkbänke und Rasenflächen. Das zwischen 1865 und 1869 von Gottfried Semper erbaute Stadthaus mit der imposanten Tempelfront gehört zu den bedeutendsten Werken des Historismus. Der geometrische Schmuckplatz mit dem vierpassförmigen Wasserbecken mit Springbrunnen und den Blumenbeeten wurde 1871 vom Architekten und Stadtbaumeister Wilhelm Bareiss gebaut. Der Baumbestand im kleinen Park zwischen Stadthaus und der benachbarten Hotelanlage ist teilweise über hundert Jahre alt. 

Semper Stadthaus mit Treppen und Brunnen im Vordergrund, Bäume im Hintergrund.
© Stadtgrün Winterthur

Villa-Bühler-Park

Der Spaziergarten um die Villa Bühler-Egg im Inneren Lind bietet Rückzug an zentraler Lage. Charakteristisch für die Gartenanlage sind ein dichter Kranz aus Parkbäumen, geschwungene Wege sowie ein Teich. Dazu gesellen sich ein neobarocker Brunnen mit Delphinfigur und aufwendig gestaltete Blumenbeete mit Rosen und Stauden. Kulissenartig angeordnete Sommerlinden, Rotbuchen, Ahorne, Eichen, Rosskastanien, Schierlingstannen, Tulpenbäume und Silberhängeweiden dienen zur Verstärkung der Tiefenwirkung: Eine Vielzahl der Bäume kann dem ursprünglichen Bestand zugeordnet werden. Der Park wurde 1870 vom Gartenarchitekten Conrad Löwe als späthistoristischer englischer Landschaftsgarten gestaltet. Die Grünanlage umrahmt das unter Federführung des Architekten Friedrich von Rütte für die Industriellenfamilie Bühler-Egg im Stil des französischen Neubarocks geplante Anwesen mit Villa, Ökonomiegebäude und Gewächshaus (1870 und 1873). Im Jahr 1975 erwarb der Kanton Zürich das Landgut, nachdem ein geplanter Kauf durch die Stadt Winterthur an der Urne scheiterte. Kurze Zeit später wurde die Parkanlage für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 1982 beherbergt die Villa das städtische Münzkabinett und die kantonalen Büros des Stadthalters und des Bezirksrates. Das Gebäude-Ensemble mit Parkanlage ist ein kantonales Denkmalschutzobjekt und repräsentiert die städtebauliche Entwicklung des späten 19. Jahrhunderts. 

Grosses historisches Gebäude mit Rasen und Bäumen im Vordergrund.
© Stadtgrün Winterthur / Christian Wieland CC BY-SA

Wiesental

Die Parkanlage Wiesental im Rücken der Berufsschule mit historischem Baumbestand, Wasserbecken und einer Skulptur von Max Weber, dem Künstler der bekannten Mädchen-mit-Fisch-Brunnenskulptur in der Steinberggasse, ist grosszügig und bescheiden zugleich. Die grosse Spiel- und Liegewiese, die Sitzgelegenheiten und Pingpongtische machen die Parkanlage nicht nur zum Pausenplatz der Berufsschüler:innen, sondern auch zum Freizeitort für die Bevölkerung. Die Wiesental Anlage entstand rund um die Villa «Zum Wiesenthal», die nach 1880 gebaut und 1949 für den Bau der heutigen Berufsfachschule rückgebaut wurde. 1983 folgte ein Erweiterungsbau und die letzte dokumentierte Umgestaltung des Parks. Die Parkanlage ist im kommunalen Inventar schutzwürdiger Objekte aufgenommen. Einige Bäume aus dem ursprünglichen Villengarten sind noch heute das Herzstück der Anlage. Zum Beispiel die grosse Föhre (1870) in der zentralen Rasenfläche, die Mandschurische Walnuss (1890), die Morgenländische Platane (1870) oder die Blutbuchen im Gehölzsaum der Anlage. 

Grosser Baum auf einer Wiese mit violetten Blumen vor einem Gebäude.
© Stadtgrün Winterthur

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Lindengutpark
Stadthaus Anlage
Wiesental Anlage
Inneres Lind Anlage
Villa Bühler Park
Frohbergpark
Brühlgutpark
Stadtgarten
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