Lokstadt Sulzerareal

Urbane Dichte und grosszügige Freiflächen
Es entstehen drei unterschiedlich hohe Hochhäuser. Das Dachgeschoss des höchsten Hochhauses «Rocket» (80–100 Meter) öffentlich zugänglich ist. Neben den Neubauten entstehen grosszügige öffentliche Freiflächen. Die Erdgeschosse rund um den zentralen Dialogplatz sind für Läden, Restaurants und weitere publikumsorientierte Nutzungen reserviert. Geschützte Industriehallen und die Gleis-Drehscheibe bleiben erhalten – als Verweis auf die Industriegeschichte des Areals. Das gesamte Areal orientiert sich an den Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft. Ein Fahrtenmodell sorgt dafür, dass möglichst wenig zusätzlicher Verkehr entsteht. Wie die Altstadt und das übrige Sulzerareal wird auch die Lokstadt zur weitgehend autofreien Fussgängerzone.
Öffentlicher Aussenraum
Nach der Fertigstellung überträgt Implenia den gesamten öffentlichen Aussenraum kostenlos an die Stadt. Implenia ist als Haupteigentümerin des Areals verantwortlich für Planung und Bau der rund 21'000 m² Freiraumflächen. Die Stadt übernimmt diesen Aussenraum schrittweise nach Fertigstellung und sorgt für Betrieb und Unterhalt. Implenia beteiligt sich mit sechs Millionen Franken an den künftigen Unterhalts- und Erneuerungskosten.
Partizipative Gestaltung
Im Frühjahr 2016 organisierten Implenia und die Stadt gemeinsam zwei öffentliche Veranstaltungen. Dabei diskutierten Vertreter:innen aus dem Quartier und künftige Nutzungsgruppen ihre Bedürfnisse an die Freiraumgestaltung. Auf dieser Grundlage wurden die Vorgaben konkretisiert. Ziel ist ein attraktiver, vielfältig nutzbarer städtischer Freiraum. Der zentrale Dialogplatz, die Gassenräume und die vier Eingangsplätze sollen einen identitätsstiftenden Ort bilden – urban geprägt und mit viel Grün. Geplant sind unter anderem vielfältige Spiel- und Bewegungsflächen, Sitzmöglichkeiten und Begegnungsräume. Auf Basis dieser Vorgaben schlossen die Stadt und Implenia im Dezember 2016 die Vereinbarung zur Landabtretung des öffentlichen Aussenraums ab.
Schrittweise Realisierung
Der Gestaltungsplan wird schrittweise über rund zehn Jahre umgesetzt. Implenia projektiert den öffentlichen Freiraum unter Mitwirkung der Stadt. Sobald eine Etappe fertiggestellt ist, geht der entsprechende Freiraum ins Eigentum der Stadt über. Am 8. Juni 2021 wurde der Dialogplatz als erste Etappe an die Stadt übergeben. Er steht seither der Bevölkerung offen.
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