Stadtbegrünung

Mit gezielten Bepflanzungen können Hitzeinseln entschärft und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessert werden. Einheimische Stauden, Sträucher und Bäume sowie ausgewählte Zierarten, die von Frühling bis Herbst bunt blühen, duften und vielfältige Formen und Farben aufweisen, verschönern dauerhaft ihre Umgebung. Durch die passende Pflanzenauswahl kann die Blütezeit und somit auch das Nahrungsangebot für Insekten bewusst verlängert, oder auf lokal vorkommende Insektenarten abgestimmt werden. Wo eine dauerhafte Bepflanzung nicht möglich ist, kann der Pflanztrog «MobiGrün» eingesetzt werden.

Aufwertung Tössfeldanlage

Über drei Jahre hinweg wurde der grüne Gürtel rund um die Tössfeldanlage erneuert. Dunkle Eibendickichte und kahle Böden wichen einer vielfältigen Blütenhecke mit Staudenunterpflanzung. Die Stauden übernehmen die ersten Jahre die Zierwirkung. Mit dem Wachstum der Sträucher werden sie in den kommenden Jahren etwas zurückgedrängt – so wird die Bepflanzung dem Zielbild der historischen Anlage entsprechen.

Garten mit blühenden Blumen vor einem Haus.
Blühende Stauden und Sträucher ersetzen überalterte Eibenhecken.
© Stadtgrün Winterthur

Bepflanzungen Schaffhauser- und Rosentalstrasse

Die Steppenpflanzung an der Schaffhauserstrasse ist in Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt entstanden. Der Boden wurde beim Umbau des Rosentalbach-Kanals entsiegelt. Baumpflanzungen waren aufgrund des geringen Bodenaufbaus über dem Kanal nicht möglich, dafür profitieren nun vielzählige wärmeliebende Stauden und deren Bestäuberinnen von der sonnigen Lage. 
Weiter östlich an der Rosentalstrasse wurde im gleichen Zug eine mit invasiven Neophyten durchsetzte Hecke durch eine Neuheit auf städtischen Grünflächen ersetzt. Hier wurde eine Staudenhecke angepflanzt, die wie Gehölz-Hecken einen Sichtschutz bietet. Als gestalterisches Element können Staudenhecken mit einer Vielzahl an Pflanzenarten bestückt werden und gelten als kreative Lösung für Räume mit begrenztem Platz. Zudem muss kein gesetzlicher Grenzabstand eingehalten werden, da die Pflanzen jedes Jahr aufs Neue austreiben und sich im Winter wieder in den Boden zurückziehen.

Mauersanierung Heiligbergpark

Nach einer umfassenden Sanierung der historischen Stützmauer wurde die Mauerkrone neu mit einer Staudenmischpflanzung begrünt. Aufgrund der Absturzgefahr wird die Pflege mit Hilfe eines Sicherheitsseils durchgeführt.

Strasse zwischen Wohnhäusern und einer Stützmauer, die oben bepflanzt ist..
Blühende Mauerkrone
© Stadtgrün Winterthur

Markierungen auf der Karte (4)

Markierungen auf der Karte
Bezeichnung
Tössfeldanlage
Heiligbergpark
Rosentalstrasse
Schaffhauserstrasse

Mobiles Grün

01_Mobiles Grünelement Weberstrasse_Juni 2022

Versiegelte Flächen wie Strassen oder Plätze ohne Schatteneinfall erhitzen die Stadt an heissen Sommertagen zusätzlich. Abhilfe gegen diese Hitze-Inseln schaffen Bepflanzungen. Erhebungen haben ergeben, dass mit Begrünungen die gefühlte Temperatur deutlich gesenkt werden kann. Doch nicht immer ist eine bodengebundene Begrünung im öffentlichen Raum möglich. Oft lassen unterirdische Infrastrukturen und Bauten oder eine wiederkehrende temporäre Nutzung der Oberfläche keine dauerhafte Bepflanzung zu. In anderen Fällen können komplexe und lang dauernde Planungsprozesse ein Grund sein. 

Hier können die für Stadtgrün Winterthur von Produktdesigner Winfried Schneider entwickelten fünfeckigen Behälter von rund zweieinhalb Metern Durchmesser zum Einsatz kommen. Die grossen Tröge beherbergen nicht nur Stauden, Sträucher und kleine Bäume, sondern bieten gleichzeitig auch Sitzgelegenheiten. Gefertigt werden die Tröge durch eine lokale Zimmerei und Schlosserei. Verwendet wird dafür vorwiegend Winterthurer Holz. Die mobilen Tröge sind so konzipiert, dass sie einzeln oder auch in Gruppen aufgestellt werden können. Bepflanzt werden sie durch Stadtgrün Winterthur.

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© Stadtgrün Winterthur

Geplante Standorte in der Altstadt

Eine dauerhafte Begrünung der Altstadt ist aufgrund verschiedener Herausforderungen, bedingt durch unter- und oberirdische Infrastrukturen, Erschliessungen, Feuerwehrzufahrten, verpachteten Flächen, Märkten, Festanlässen, Lage in der archäologischen Schutzzone, dem Denkmal- und Ortsbildschutz und vielem mehr, nur mit einer intensiven und langen Planungszeit umsetzbar. Als Übergangslösung plant Stadtgrün Winterthur den Einsatz der bewährten «MobiGrün» an ausgewählten Standorten in der Altstadt. Ein entsprechendes Baugesuch ist eingereicht worden.

Stadtplan mit nummerierten Gebäuden und Strassen.
Geplante Standorte für mobile Grüntröge in der Altstadt.
© Stadtgrün Winterthur

Mobiles Grün an der Kantonsschule Rychenberg

Im Rahmen eines Klimaaktionstages an der Kantonsschule Rychenberg haben Schüler:innen in Zusammenarbeit mit Stadtgrün Winterthur und der Klimaschutzorganisation «My Blue Planet» verschiedene Stauden und Gehölze in die mobilen Grün-Elemente auf dem Schulareal gepflanzt. In einem kurzen Videobeitrag zeigen die Schüler:innen, was für Sorten sie gepflanzt haben, welche Eigenschaften diese Pflanzen aufweisen und was für einen Nutzen diese den Menschen und Tieren bringen.

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