Grundprinzipien der Kreislaufwirtschaft

Jede:r kann dabei mithelfen, dass Winterthur immer mehr zu einer Kreislaufwirtschaft wird. Durch bewusste Konsumentscheidungen können Ressourcen geschont und das Klima geschützt werden.

Die zehn «R»

R0 Refuse / Ablehnen

Nein sagen zu Dingen, die man nicht zwingend benötigt

Es ist immer am nachhaltigsten, etwas gar nicht erst zu kaufen oder zu benutzen.

R1 Rethink / Umdenken

Konsumgewohnheiten überdenken

Durch bewusstes Handeln beim Kauf und bei der Nutzung vermeiden wir unnötige Emissionen und verlängern die Lebensdauer von Produkten. Selten benötigte Gegenstände leihen wir aus oder nutzen sie gemeinsam, statt sie neu zu kaufen.

R2 Reduce / Reduzieren

Ressourcenverbrauch verringern

Wer bewusst einkauft, produziert weniger Abfall. So werden auch weniger Ressourcen verbraucht. 

R3 Reuse / Wiederverwenden

Mehrweg statt Einweg.
Weitergeben statt Wegwerfen.

Im Brockenhaus, am Flohmarkt, über Tauschplattformen oder in der Nachbarschaft können wir nutzbare Gegenstände tauschen, verkaufen oder verschenken. So finden sie wieder einen Zweck.

R4 Repair / Reparieren

Flicken statt wegwerfen und neu kaufen

Wir werfen viele Dinge weg, obwohl sie noch funktionstüchtig wären oder mit wenig Aufwand wieder funktionstüchtig gemacht werden könnten. Für Personen, die handwerklich nicht so begabt sind, bieten Repair-Cafés oder Reparatur-Profis wie Schuhmacher:innen, Schneider:innen oder Techniker:innen Abhilfe. 

Im Reparaturführer sind Reparaturmöglichkeiten in der Nähe und wertvolles Wissen zum Thema zu finden.

R5 Refurbish / Auffrischen

Altes pflegen, auffrischen und wieder in Stand stellen

Mit wenig Aufwand kann man Produkte, die optisch bereits etwas in die Jahre gekommen sind wieder erneuern. Manchmal lässt sich auch ein komplett neuer Look schaffen. 

R6 Remanufacture / Wiederaufbereiten

Funktionierende Teile in neuen Produkten nutzen

Gebrauchte oder defekte Produkte werden für neue Produkte genutzt, die den gleichen Zweck erfüllen. Beispielsweise werden funktionsfähige Teile eines kaputten Computers in einen anderen Computer eingebaut. So wird dieser wieder funktionsfähig.

R7 Repurpose / Weiterverwenden

Ausgedienten Gegenständen eine neue Funktion geben

Gebrauchte oder defekte Produkte (oder zumindest Teile davon) können oft mit kleinen Anpassungen nochmals für andere Zwecke Gebrauch finden. Man spricht hier auch von «Upcycling». Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

R8 Recycle / Rezyklieren

Ressourcen zurück in den Kreislauf geben

Lässt sich die Entsorgung eines Produkts nicht vermeiden, ist es wichtig, dieses sachgemäss zu entsorgen, damit möglichst viele Ressourcen im Kreislauf bleiben. 

R9 Recover / Rückgewinnen

Als letzte Option - aus Abfall Energie zurückgewinnen

Wenn keine Wiederverwendung und auch kein Recycling mehr möglich ist, werden die übriggebliebenen Materialen verbrannt. Die Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Winterthur produziert aus dem Abfall Strom und Abwärme. Jeweils rund 20 Prozent des Winterthurer Strom- und Wärmebedarfs werden durch die KVA gedeckt. 

Für diesen Inhalt zuständig

Fachstelle Klima

Umwelt- und Gesundheitsschutz
Pionierstrasse 7
8403 Winterthur
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