Klimaschonende Ernährung

Ernährung ist ein Lebensbereich, in dem wir viel zum Klimaschutz beitragen können. Besonders wirkungsvoll sind die Vermeidung von Food Waste und die Reduktion von tierischen Produkten.
Verschiedene Gerichte auf einem Tisch serviert.
© Eliane Ammann

Warum ist Ernährung wichtig für den Klimaschutz?

Rund 17 Prozent der Treibhausgasemissionen einer Person in der Schweiz stammen aus unserer Ernährung. Somit gehört die Ernährung zu den Lebensbereichen, in denen wir am meisten zum Klimaschutz beitragen können.

Die Fachstelle Klima hat ein Umsetzungskonzept für den Themenbereich Ernährung erstellt. In das Konzept sind die Erkenntnisse eines Bürgerpanels eingeflossen, das im Jahr 2022 zu diesem Thema durchgeführt wurde. Am Bürgerpanel waren 21 Winterthurer:innen beteiligt. Sie stellten aufgrund von Alter, Herkunft, Bildung und politischer Ausrichtung einen Querschnitt der Winterthurer Bevölkerung dar. Das Bürgerpanel erarbeitete in Kleingruppen und im Plenum Vorschläge und verfasste einen Bericht für den Stadtrat.

Das Umsetzungskonzept legt drei Massnahmen im Bereich Ernährung fest:

  • Die Stadt führt eine klimaschonende Ernährung ein.
  • Die Stadt gibt Informationen zur klimaschonenden Ernährung weiter und teilt Erfahrungen. 
  • Die Stadt stimmt diese Massnahmen mit anderen Massnahmen zum Klimaschutz ab.

Der inhaltliche Fokus des Umsetzungskonzepts liegt auf den beiden wichtigsten Hebeln, um die Treibhausgasemissionen im Bereich der Ernährung zu reduzieren: Die Reduktion von Food Waste und die Stärkung von pflanzlicher Ernährung. 

Pflanzliche Vielfalt nutzen

Die Produktion und der Konsum von Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier machen mehr als die Hälfte der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen aus. Der Konsum von tierischen Produkten hat somit den grössten Einfluss auf die Treibhausgasbilanz unserer Ernährung.

Pflanzliche Proteinträger wie Erbsen, Linsen und andere Hülsenfrüchte verursachen deutlich weniger CO2 als Tierprodukte. Mit der vermehrten Entscheidung für pflanzenbasierte Produkte schützen wir aktiv das Klima. 

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine pflanzenbetonte, ausgewogene und gesunde Ernährungsweise. Dies kommt sowohl der Gesundheit als auch dem Klima und der Umwelt zu Gute. 

Food Waste vermeiden

Vermeidbare Lebensmittelabfälle verursachen rund 25 Prozent der Treibhausgasemissionen, die mit unserer Ernährung verbunden sind. Betrachtet man die gesamte Lebensmittelkette, landet in der Schweiz ein Drittel der Nahrungsmittel im Abfall, das sind ungefähr 330 kg Lebensmittel pro Person und Jahr. Hier besteht ein grosses Einsparungspotenzial.

Durch einen achtsamen Umgang mit Nahrungsmittel und gute Planung können wir die Klimabelastung unserer Ernährung deutlich reduzieren. Die Vermeidung von Food Waste spart auch Geld, da keine teuren Lebensmittel weggeworfen werden. 

Klimaschonender Genuss

Gedeckter Tisch mit Brot, Suppe und Besteck.
So genussvoll kann Klimaschutz sein. Beispiel eines Klima-Menüs von Klima à la carte 2026.
© Eliane Ammann

Während des «Klima à la carte»-Monats Juni bieten Restaurants und Cafés in Winterthur klimafreundliche Gericht an. Die Aktion zeigt auf, wie gut sich Klimaschutz und Genuss verbinden lassen. 

Für diesen Inhalt zuständig

Fachstelle Klima

Umwelt- und Gesundheitsschutz
Pionierstrasse 7
8403 Winterthur
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